Spatenstich in Reichenstein
: Das schnelle Internet kommt – bald Bandbreiten von einem Gigabit pro Sekunde

Mit dem symbolischen Akt hat am Mittwoch der Ausbau der bislang unterversorgten „Weißen Flecken“ in der Gemeinde begonnen. Für das kleine Lauterach ist das ein wichtiger Schritt.
Von
Amrei Oellermann
Lauterach
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Mit dem Spatenstich bei Reichenstein am Mittwoch ist der offizielle Startschuss für den innerörtlichen Breitbandausbau in Lauterach gefallen.

Mit dem Spatenstich bei Reichenstein am Mittwoch ist der offizielle Startschuss für den innerörtlichen Breitbandausbau in Lauterach gefallen.

Gemeinde Lauterach
  • Startschuss für Breitbandausbau in Lauterach: Spatenstich im Ortsteil Reichenstein.
  • Rund 32 Adressen gelten als „Weiße Flecken“ und erhalten Glasfaser bis zu 1 Gigabit.
  • NetCom BW betreibt die neue Infrastruktur, die Gemeinde baute sie auf.
  • Bund fördert 50 Prozent, Land Baden-Württemberg 40 Prozent der Kosten.
  • Landkreis investiert rund 715 Mio. Euro – etwa 30.000 Gebäude bekommen Glasfaser.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Zeit der geringen Bandbreiten und langsamen Downloads naht ihrem Ende: Am Mittwoch hat der Breitbandausbau in Lauterach mit einem symbolischen Spatenstich im Ortsteil Reichenstein seinen Auftakt gefunden. In den kommenden Wochen und Monaten sollen rund 32 Adressen in Lauterach einen Glasfaseranschluss erhalten, teilt das Landratsamt Alb-Donau-Kreis in einer Pressemitteilung mit.

Sie alle gelten bislang als sogenannte „Weiße Flecken“ – das heißt, dass hier Bandbreiten von weniger als 30 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Nach dem Ausbau wird es bis zu einem Gigabit, also 1000 Megabit, pro Sekunde sein. Die von der Gemeinde Lauterach neu gebaute Infrastruktur wird künftig – wie im gesamten Alb-Donau-Kreis – von der NetCom BW betrieben.

Bürgermeister Bernhard Ritzler betonte anlässlich des Spatenstichs die Bedeutung des Ausbaus für die Gemeinde. „Der Ausbau der Weißen Flecken ist für Lauterach ein wichtiger Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur“, sagt er. Mit den neuen Glasfaseranschlüssen werde eine leistungsfähige und langfristige Grundlage für Bürgerinnen und Bürger und Betriebe in der Gemeinde geschaffen.

Ohne Förderung wäre Ausbau nicht möglich

Ein solcher Ausbau sei aber keineswegs selbstverständlich: „Ein Glasfasernetz bis in die Gebäude zu bringen, ist vor allem für eine Flächengemeinde mit erheblichen Investitionen sowie einem großen planerischen und organisatorischen Aufwand verbunden“, sagte Ritzler. Insbesondere für eine kleine Gemeinde sei das nicht einfach zu stemmen.

Besonderen Dank sprach der Bürgermeister Bund und Land für die finanzielle Unterstützung aus. „Ohne diese Förderung wäre ein Ausbau in dieser Form und in diesem Umfang für die Gemeinde Lauterach nicht möglich. Umso wichtiger ist das gute Zusammenspiel aller Beteiligten.“ Der Bund gewährt eine Förderung von 50 Prozent, das Land Baden-Württemberg in Höhe von 40 Prozent der zuwendungsfähigen Aufwendungen.

Rund 30.000 Gebäude bekommen einen Anschluss

Landrat Heiner Scheffold hob ebenfalls die langfristige Bedeutung der Investitionen hervor: „Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur gehört heute zur grundlegenden Daseinsvorsorge. Deshalb investieren die Kommunen gemeinsam mit ihren Partnern erhebliche Summen, um auch die letzten Versorgungslücken zu schließen.“

Für die flächendeckende Gigabitversorgung im Landkreis werden insgesamt rund 715 Millionen Euro investiert. Etwa 604 Millionen Euro fließen als Förderung von Bund und Land. Mit dem Geld erhalten rund 30.000 Gebäude im Alb-Donau-Kreis einen direkten Glasfaseranschluss.

Der Breitbandausbau in Lauterach hat im Jahr 2017 mit der Mitverlegung von Leerrohren im Ortsteil Reichenstein begonnen. Im Juni 2019 wurde der Breitbandausbau mit dem Spatenstich zum Backbone-Ausbau fortgesetzt. Außerhalb der besonders geförderten „Weißen Flecken“ wird die OEW Breitbandausbau GmbH den Ausbau bis ins Haus in Lauterach, Talheim und Neuburg fortsetzen.