Schutz vor RSV und HPV: So hoch sind die Impfquoten im Alb-Donau-Kreis

Neben dem Schutz der Kleinsten ist auch die Vorsorge im Jugendalter ein wichtiges Thema: Dazu gehört insbesondere die Impfung gegen Humane Papillomviren, kurz HPV.
Fernando Gutierrez-Juarez/dpa- Europäische Impfwoche 19.–25. April 2026: Gesundheitsamt betont Bedeutung von Impfungen.
- STIKO empfiehlt seit Juni 2024 RSV-Prophylaxe für unter Einjährige – Saison Oktober bis März.
- Im Alb-Donau-Kreis erhielten April bis September 2024 40 % der Säuglinge RSV-Impfung, Ulm 42 %.
- HPV-Impfung für 9–14 Jahre empfohlen: 2024 bei 15-Jährigen Mädchen 39 %, Jungen 28 % (Ulm 40/23).
- RKI meldet Rückgang von Gebärmutterhalskrebs bei 20–34-Jährigen – Impfquoten liegen weit unter 90 %.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vom 19. bis 25. April 2026 findet zum 20. Mal die Europäische Impfwoche statt. Aus diesem Anlass macht das Gesundheitsamt des Landratsamtes Alb-Donau-Kreises auf die große Bedeutung von Impfungen aufmerksam und rückt dazu das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RSV, und die Impfung gegen HPV in den Fokus.
Wegen des erhöhten Risikos schwerer Krankheitsverläufe empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) seit Juni 2024 für unter Einjährige eine RSV-Prophylaxe. Im Alb-Donau-Kreis wird das Angebot den Angaben des Gesundheitsamts zufolge bereits genutzt: Zwischen April und September 2024 erhielten hier 40 Prozent der Säuglinge eine RSV-Impfung. In der Stadt Ulm sind es 42 Prozent.
RSV-Erkrankungen treten vor allem von Oktober bis März auf. Die STIKO empfiehlt die Impfung allen Neugeborenen und Säuglingen vor ihrer ersten RSV-Saison – möglichst zwischen September und November. Neugeborene, die zwischen Oktober und März zur Welt kommen, sollten sie möglichst rasch nach der Geburt bekommen.
Zahlen zeigen, dass die Impfung wirkt
Neben dem Schutz der Kleinsten ist auch die Vorsorge im Jugendalter ein wichtiges Thema, schreibt das Landratsamt weiter: Dazu gehöre insbesondere die Impfung gegen Humane Papillomviren, kurz HPV. Bestimmte HPV-Typen könnten später im Leben bei Frauen Krebs am Gebärmutterhals sowie bei beiden Geschlechtern im Rachen und im Anogenitalbereich verursachen. Die HPV-Impfung wird deshalb für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen.
Im Alb-Donau-Kreis waren im Jahr 2024 39 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 28 Prozent der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft, in der Stadt Ulm 40 Prozent der Mädchen und 23 Prozent der Jungen. „Diese Zahlen zeigen: Auch hier besteht weiterhin deutlicher Handlungsbedarf“, heißt es in der Mitteilung. Denn die Impfquoten lägen noch klar unter dem Zielwert von 90 Prozent.
Dabei sei schon heute erkennbar, dass die HPV-Impfung wirkt. Laut dem Robert-Koch-Institut ist etwa die Rate der Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs bei jungen Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren in Deutschland deutlich zurückgegangen – von 7,8 pro 100.000 im Jahr 2015 auf 4,3 im Jahr 2023. In der nächsthöheren Altersgruppe, für die zum damaligen Zeitpunkt noch keine HPV-Impfempfehlung bestand, ist hingegen kein eindeutiger Trend erkennbar. „Das zeigt: Impfungen schützen nicht nur kurzfristig, sondern können auch viele Jahre später schwere Erkrankungen verhindern.“ Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis empfiehlt, den eigenen Impfstatus regelmäßig überprüfen zu lassen und bestehende Impfangebote zu nutzen.
