Schnelles Internet bis ins Haus: Sieben von zehn Gebäudeeigentümern wollen ans Glasfasernetz

Spatenstich in Reutlingendorf: In den kommenden Wochen werden im Ort Glasfasern bis in viele Gebäude verlegt.
NetCom BW- Reutlingendorf startet den Glasfaserausbau – Spatenstich war am Montag im Ortsteil.
- Etwa 70 Prozent der Eigentümer bestellten Anschlüsse, rund 87 Gebäude erhalten Hausanschluss.
- Über beide Ortsteile gingen 247 Aufträge ein, was einer Quote von 53 Prozent entspricht.
- Parallel modernisiert Netze BW das Stromnetz: 74 Gebäude wechseln von Freileitung auf Erdkabel.
- Im Hauptort Obermarchtal folgt der Ausbau voraussichtlich im Frühjahr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Reutlingendorf nähert sich in raschen Schritten der digitalen Zukunft: Am Montag hat mit dem offiziellen Spatenstich der Ausbau des Glasfasernetzes begonnen. Im Zuge der notwendigen Tiefbauarbeiten wird außerdem das Stromnetz modernisiert.
Dass die Arbeiten in Reutlingendorf beginnen und der Kernort Obermarchtal erst im zweiten Schritt an der Reihe ist, hat planerische Gründe – aber nicht nur: Rund 87 Gebäude in Reutlingendorf erhalten im Zuge des Projekts einen Glasfaserhausanschluss. Etwa 70 Prozent der Gebäudeeigentümer hätten sich während der Vermarktungsphase für einen Anschluss entschieden, teilt die NetCom BW in einer Pressemitteilung zum Spatenstich mit. Sie verantwortet als Auftraggeberin das Glasfasernetz und den späteren Netzbetrieb. Über beide Ortsteile hinweg seien 247 Aufträge eingegangen, was einer Quote von 53 Prozent entspricht. Das heißt: In Reutlingendorf muss, zumindest prozentual gesehen, die Nachfrage deutlich höher sein als in Obermarchtal.
„Bei einer Beteiligung von 70 Prozent haben wir es im Grunde nicht mehr mit einzelnen Bestellungen zu tun, sondern mit einer Entscheidung des ganzen Ortes“, freute sich daher Manuel Sanwald von der NetCom BW. „Das erlebt man nicht oft, und es verändert die Art, wie ein Projekt abläuft: Wenn nahezu jedes Haus in einer Straße einen Anschluss bekommt, lässt sich die Baustelle besser planen und umsetzen.“
Erdkabel statt Freileitungen
Auch Bürgermeister Martin Krämer zeigt sich glücklich über den Projektauftakt: „Dass sich in Reutlingendorf rund sieben von zehn Eigentümerinnen und Eigentümern für einen Anschluss entschieden haben, spricht für sich.“ Dass Reutlingendorf nebenbei auch noch die Freileitungen loswerde, mache die Sache „für unseren Teilort rundum stimmig“.
74 Gebäude werden durch die Netze BW von Freileitungen auf Erdkabel umgestellt. Die bisherigen Masten verschwinden nach und nach aus dem Ortsbild. „Letztlich bedeutet dies eine höhere Ausfall- und Versorgungssicherheit“, betont der Netzbetreiber. Mitverlegt wird aber auch noch an anderer Stelle: Für den künftigen geförderten Breitbandausbau der OEW Breitband werden schon jetzt zusätzliche Leerrohre unter die Erde gebracht. Weitere Adressen lassen sich dadurch zu einem späteren Zeitpunkt anschließen, ohne dass die Straßen erneut geöffnet werden müssen.
Für die Haushalte im Ort bedeutet der Ausbau, dass die Glasfaser künftig nicht mehr am Verteiler endet, sondern bis ins Gebäude hineinreicht. Damit sind Datenübertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich. Im Hauptort Obermarchtal folgt der Ausbau voraussichtlich im Frühjahr.

