Rettung in Riedlingen: Seniorin bleibt mit Rollator im Schlamm stecken – dank eines GPS-Trackers kommt schnelle Hilfe

Mit ihrem Rollator war eine Seniorin am Samstag bei Riedlingen in eine Notlage gekommen.
Kirsten Neumann/dpa-magEs ist einer der Fälle, der in eine aufwändige Personensuche hätte münden können: Eine 86-Jährige war am Samstag in Riedlingen (Kreis Biberach) alleine mit ihrem Rollator unterwegs. Gegen 18.45 Uhr machten sich ihre Angehörigen Sorgen, da die betagte Dame nicht nach Hause zurückkehrte – und riefen die Polizei.
Um die Seniorin zu finden, waren allerdings weder ein Hubschrauber noch Spürhunde notwendig: Denn am Rollator der Seniorin war ein sogenannter GPS-Tracker angebracht, der ihrer Tochter jederzeit in Echtzeit den Standort übermittelte. Deshalb wusste die Tochter im Gespräch mit der Polizei, dass der Rollator seit zwei Stunden unverändert am Ufer der Donau bei Riedlingen stand.
Vermisste zwischen Schilf und Gestrüpp entdeckt
Sofort habe sich eine Streife auf den Weg zu der genannten Stelle gemacht, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung zu dem Einsatz. Da die Frau auf die Rufe der Polizisten reagierte, konnten die Einsatzkräfte sie letztlich zwischen Schilf und Gestrüpp an der Donau finden und ihr helfen. Ihr Rollator lag in ihrer Nähe im Schlamm. Polizei und Feuerwehr bargen die Frau und den Rollator aus dem Gebüsch. Der Rettungsdienst kümmerte sich anschließend um die 86-Jährige und brachte sie zurück nach Hause.
„Die Polizei konnte durch die Signale des GPS-Trackers die Frau sehr schnell finden“, schreibt eine Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Ulm. Die Angehörigen hätten mit der Einschaltung der Polizei genau richtig gehandelt. Zwar hätte es auch sein können, dass die 86-Jährige keine Hilfe benötigt. Es sei aber besser, „lieber einmal zu viel die Polizei zu informieren“. Hierfür sei diese täglich 24 Stunden für alle Bürgerinnen und Bürger erreichbar.
