Nach Post in sozialen Medien: DRK-Kreisverband warnt vor Betrügern im Raum Ehingen

Die Polizei ermittelt im Fall mutmaßlicher Betrüger in Mittelbiberach. Ein Geschehen in Rottenacker weist auffallende Parallelen auf.
Marijan Murat/dpa„Achtung! In Rottenacker gehen Verbrecher um.“ Diese Nachricht verbreitete sich am Mittwoch in den sozialen Medien. Demnach habe sich eine Frau als DRK-Mitarbeiterin ausgegeben und eine ältere Hausbewohnerin abgelenkt, während ein Komplize sich unbefugt Zutritt zu ihrer Wohnung verschafft habe. Die Meldung schließt mit einem Appell: „Bitte möglichst vielen mitteilen!“
Parallelen zu Fall in Mittelbiberach
Der Polizei war ein solcher Sachverhalt am Mittwochnachmittag auf Anfrage nicht bekannt — jedenfalls nicht aus dem Alb-Donau-Kreis. Im benachbarten Landkreis Biberach gab es aber offenbar einen Fall, der durchaus ähnlich klingt: Wie die Polizei mitteilt, habe am Dienstagnachmittag in Mittelbiberach eine Unbekannte in weißer Pflegekleidung bei einer pflegebedürftigen Seniorin geklingelt. Diese habe die Frau in ihre Wohnung gelassen. Plötzlich seien weitere Personen in weißer Kleidung hinzugekommen, die gemeinsam mit der ersten vermeintlichen Pflegerin Schränke und Schubladen durchsucht hätten — angeblich auf der Suche nach Medikamenten. Später habe die Seniorin aber festgestellt, dass Bargeld und Schmuck fehlten.
Am Donnerstag warnt der DRK-Kreisverband Ulm deshalb vorsichtshalber vor möglichen Betrügern: „Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) führt derzeit keine Werbe- oder sonstige Aktion im Raum Rottenacker/Munderkingen durch“, heißt es in einer Pressemitteilung. Es seien in den Orten keine DRK-Mitarbeiter und auch keine vom Roten Kreuz beauftragten Personen unterwegs, um an den Haustüren zu klingeln. Sollten sich dennoch Menschen als DRK-Mitarbeiter ausgeben, handle es sich vermutlich um Betrüger, warnt DRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Schwetlik. Er rät dazu, diese Personen Haus oder Wohnung nicht betreten zu lassen.
Im Fall Mittelbiberach werden die Tatverdächtigen als rund 30 Jahre alt beschrieben. Die Frauen waren demnach etwa 160 cm groß und mit schlanker Figur, der Mann etwa 170 cm und von korpulenter Statur. Die Unbekannten mit osteuropäischer Erscheinung hatten helle Haut und trugen weiße Kittel mit einer Aufschrift. Die Polizei Biberach (Tel. 07351/4470) sucht nun nach den Unbekannten.
