Einsatz am Bahnhof Ehingen: Person stürzt vor einfahrenden Regionalexpress

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit starken Kräften am Bahnhof im Einsatz.
Amrei Oellermann- Person stürzt am Bahnhof Ehingen vor Regionalexpress und stirbt, Polizei und Rettungskräfte vor Ort.
- Augenzeugen wurden von Notfallseelsorge betreut, sieben Seelsorger im Einsatz.
- Keine Hinweise auf Fremdverschulden, Bahnverkehr war stundenlang unterbrochen.
- Eltern sollten ehrlich auf Kinderfragen eingehen, keine überstürzten Gespräche beginnen.
- Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, Verspätungen und Teilausfälle bis 18 Uhr erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein tragischer Todesfall überschattet die Eröffnung des Weihnachtsmarkts in Ehingen: Am Freitagnachmittag gegen 15.30 Uhr ist im Ehinger Bahnhof eine Person von einem einfahrenden Regionalexpress überrollt und getötet worden. Ein Großaufgebot von Landes- und Bundespolizei, Feuerwehr und Rettungsdienst war im Einsatz – und stand vor einer Herausforderung. Denn Dutzende Bahnfahrer, darunter auch Familien mit Kindern und etliche Jugendliche, hatten das Geschehen zum Teil unmittelbar mitbekommen.
Feuerwehr und Polizei reagierten schnell, sperrten Gleisbereich und Bahnhofsvorplatz weiträumig ab und betreuten die Augenzeugen bis zum Eintreffen der Notfallseelsorge Ulm/Alb-Donau-Kreis in geschütztem Rahmen. Diese war mit sieben Notfallseelsorgern im Einsatz, um Erste Hilfe für die Seele zu leisten und mit den Betroffenen zu reden.
Das sei zentral für die Verarbeitung des Erlebten und Geschehenen, wie Markus Sautter, stellvertretender Geschäftsführer der Notfallseelsorge, erklärt. Wer den Bahnhof bereits verlassen hat, in den kommenden Stunden aber merkt, dass er gerne mit jemandem über seine Gedanken und Eindrücke reden würde, dürfe sich jederzeit bei der Notfallseelsorge melden – entweder über die Koordinationsnummer 0151 59 86 59 55 oder über den Notruf 112.
Keine Hinweise auf Fremdverschulden
Wer in der kommenden Nacht schlecht schlafe oder Bilder des Erlebten vor Augen habe, müsse sich keine Sorgen machen, betont Sautter: „In den ersten Tagen darf alles sein.“ Danach sollten die Reaktionen allerdings allmählich abebben. Eltern rät der Experte, nicht proaktiv das Gespräch mit ihren Kindern zu suchen, sondern abzuwarten, welche Fragen diese stellten. „Kinder werden nicht mehr fragen, als sie verkraften können“, weiß er. Wichtig sei es, eventuelle Fragen ehrlich zu beantworten, nichts zu beschönigen und nichts zu interpretieren.
Der Bahnverkehr nach und von Ehingen stand aufgrund des Einsatzes über Stunden still. Zwischen Munderkingen und Schelklingen richtete die Deutsche Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Dennoch kam es zu Verspätungen und Teilausfällen von Verbindungen. Erst gegen 18 Uhr konnte der Zugverkehr wieder aufgenommen werden. Hinweise darauf, dass ein Fremdverschulden zum Sturz der Person vor den Zug führte, gibt es der in diesem Fall zuständigen Bundespolizei zufolge nicht.
Hilfe bei negativen Gedanken und Depression
Wenn Sie sich in einer persönlichen Krise befinden und Hilfe brauchen, reden Sie darüber. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, die es Ihnen ermöglichen, anonym mit Menschen über Ihre Situation zu sprechen.
- Bei der Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de) geht das online, telefonisch oder vor Ort. Sie erreichen die Telefonseelsorge unter den Telefonnummern 0800 1110 111 und 0800 1110 222.
- Auch im Chat oder via E-Mail finden Sie dort Unterstützung.
- Außerdem gibt es mit der App „Krisen Kompass“ eine Art Notfallkoffer für Krisensituationen. Die App erhalten Sie kostenlos im Apple App Store und bei Google Play.

