Alb-Donau-Klinikum Ehingen
: Wie ältere Patientinnen und Patienten von der Akutgeriatrie profitieren

Seit zehn Jahren gibt es das spezielle Angebot für Senioren. Aus dem einstigen Pilotprojekt ist eine Klinik geworden. In Zukunft soll sie weiter wachsen.
Von
swp
Ehingen
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In der Akutgeriatrie werden ältere Patienten frühzeitig rehabilitativ betreut.

In der Akutgeriatrie werden ältere Patienten frühzeitig rehabilitativ betreut.

ADK GmbH für Gesundheit und Soziales
  • Die Akutgeriatrie am Alb-Donau-Klinikum Ehingen besteht seit zehn Jahren und startete 2015 als Pilotprojekt.
  • Das Angebot richtet sich an ältere Patienten, die frühzeitig rehabilitativ betreut werden.
  • 2019 wurde eine Klinik für Innere Medizin und Geriatrie mit 25 Betten eröffnet.
  • 20 % der Patienten können nach der Akutgeriatrie wieder eigenständig zu Hause leben.
  • Ein Neubau mit fünf zusätzlichen Betten ist geplant, um mehr Patienten betreuen zu können.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Akutgeriatrie am Alb-Donau-Klinikum Ehingen feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Was 2015 als Pilotprojekt mit einem kleinen Team begann, habe sich zu einem festen Bestandteil der Patienten­versorgung entwickelt, schreibt Daniela Rieker, die Pressesprecherin der ADK GmbH für Gesundheit und Soziales, in einer Pressemitteilung. Die ADK GmbH betreibt unter anderem die drei Klinikstandorte im Alb-Donau-Kreis.

In der Akutklinik gibt es immer wieder ältere Patienten, die nach ihrem stationären Aufenthalt eine Rehabilitation brauchen, die Kriterien für eine Reha aber noch nicht erfüllen und daher abgelehnt werden. Aus dieser Erkenntnis entstand in Ehingen der Plan, ausgewählte chirurgische Patienten – vor allem nach Oberschenkelhalsbrüchen – noch im Krankenhaus frühzeitig rehabilitativ zu behandeln. In den Anfängen habe das „Akutgeriatrie“ getaufte Projekt maximal vier Patienten gleichzeitig betreuen können.

Die Behandlung dauerte mindestens 14 Tage und umfasste 20 Therapie­einheiten. Das Ärzte- und Therapeutenteam kam zu diesem Zeitpunkt noch komplett aus der Geriatrischen Rehaklinik. „Als wir mit der Akutgeriatrie starteten, wussten wir noch nicht, wie sehr dieses Projekt wachsen würde“, wird Dr. Michael Jamour, Chefarzt der Geriatrischen Rehaklinik sowie der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie im Alb-Donau-Klinikum Ehingen, in der Mitteilung zum Jubiläum zitiert.

Mehr Platz im Neubau geplant

Denn bald kam eines zum anderen: Parallel zu den ersten positiven Erfahrungen aus Ehingen überarbeitete das Sozialministerium Baden-Württemberg sein Geriatriekonzept. Bis Mitte 2016 mussten Kliniken melden, ob sie ein solches Angebot schaffen wollten – und Ehingen wollte. „Wir hatten das Glück, zum richtigen Zeitpunkt die Initiative ergriffen zu haben“, sagt Jamour. „Dadurch konnten wir schnell reagieren, als das Land die geriatrische Versorgung neu regeln wollte.“

Das Alb-Donau-Klinikum richtete eine geriatrische Behandlungseinheit mit 15 Betten ein. Zu den chirurgischen kamen im weiteren Verlauf internistische Patienten. Die Nachfrage nach dem neuartigen Behandlungsangebot war groß.

Im Oktober 2019 wurde die Akutgeriatrie in Ehingen aus diesem Grund weiter aufgewertet und eine Klinik für Innere Medizin und Geriatrie mit 25 Betten eröffnet. Unter der Leitung von Jamour werden seither rund zwei Drittel mehrfach erkrankter Patienten im Seniorenalter nach Unfällen und ein Drittel mit internistischen Problemen hier betreut. Mit Erfolg: „Immerhin 20 Prozent der Patienten können sich nach ihrem Aufenthalt in der Akutgeriatrie wieder selbstständig zu Hause versorgen, weitere 50 Prozent werden durch die Intensivbehandlung so fit, dass sie anschließend eine erfolgreiche Rehabilitation in unserer Rehaklinik absolvieren können“, berichtet Rieker.

„Besonders an Jubiläen wie diesem merkt man, wie viel wir in diesen 10 Jahren gemeinsam erreicht haben“, wird Jamour abschließend zitiert. Die enge Verzahnung mit der Geriatrischen Reha bleibe ein entscheidender Erfolgsfaktor: „Deshalb freue ich mich auch sehr, dass wir für die Akutgeriatrie im Neubau fünf zusätzliche Betten bekommen werden und dadurch noch mehr Menschen interdisziplinär versorgen können.“