Wintereinbruch in BW: Vorsicht Glätte! Tödlicher Unfall auf A81 bei Geisingen

Autofahrer müssen aufpassen – wie hier auf der schneebedeckten B28 bei Freudenstadt – im Schwarzwald werden bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erwartet.
Silas Stein/dpa- Wetterwarnung für Baden-Württemberg: Dauerregen und Glätte sorgen für Verkehrsprobleme.
- Bis zu 20 cm Neuschnee im Hochschwarzwald erwartet, Schneefallgrenze sinkt auf 600 Meter ab.
- Montag: Regen, Graupel und Schnee, Temperaturen von 1 bis 9 Grad, Sturm auf dem Feldberg.
- Dienstag und Mittwoch: Wolken, Schnee im Bergland, leichte Niederschläge, bis zu 7 Grad.
- Donnerstag: Wetter bessert sich, Auflockerungen im Tagesverlauf möglich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Regen, Graupel, Schnee, Glatteis – Das Wetter im Südwesten hat einen kräftigen Umschwung hingelegt. In der Nacht auf Montag gab es vielerorts glatte Straßen und zahlreiche Einsätze von Polizei und Rettungskräften. Auch am Montagmorgen ist der Niederschlag teils noch heftig - mit reichlich Neuschnee in den Höhenlagen, wie dem Schwarzwald.
Bei einem Unfall auf der glatten Fahrbahn der Autobahn 81 bei Geisingen (Landkreis Tuttlingen) ist am Montagmorgen ein Mensch ums Leben gekommen. Die Fahrbahn ist derzeit in Richtung Singen (Landkreis Konstanz) gesperrt, wie ein Sprecher der Polizei am Montagmorgen sagte. Weitere Details zum Unfall liegen nicht vor. Unklar ist auch noch, ob Glatteis die Ursache für den Unfall gewesen ist.
Auto bei Aalen überschlägt sich
Glatteis könnte nach Einschätzung der Polizei auch einen Unfall am Morgen auf der Landstraße 354 zwischen Salzstetten und Waldachtal (Landkreis Freudenstadt) verursacht haben. Dort war ein Auto ins Schleudern gekommen und gegen einen Lastwagen geprallt. Eine Person erlitt schwere Verletzungen und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.
Auch bei Aalen (Ostalbkreis) gab es einen Unfall: Ein Kleinwagen ist laut Polizei auf der Bundesstraße 19 über die zugefrorene Fahrbahn geschleudert und auf dem Dach gelandet. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, verlor die Fahrerin am späten Sonntagabend auf der spiegelglatten Straße die Kontrolle über ihr Auto. Das Fahrzeug wurde von der Straße geschleudert, überfuhr eine Leitplanke und überschlug sich. Die Frau hatte Glück und blieb unverletzt.
Das große Verkehrschaos herrscht am Montag noch nicht
Das befürchtete große Verkehrschaos herrscht laut Polizei am Montagmorgen hingegen nicht. „Das Glätte-Eis-Chaos ist ausgeblieben“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg. Die Zahl der Einsätze bewege sich im „erwartbaren Rahmen“.
Auch in den Regionen Stuttgart und Tübingen gab es trotz einer amtlichen Unwetterwarnung vor extremem Glatteis kaum Einsätze. „Wir hatten in der ganzen Nacht nur drei Glatteisunfälle“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Reutlingen. Mehrere Glatteisunfälle auf der A7 im Landkreis Heidenheim gingen am Sonntagabend glimpflich aus.
Bereits am Sonntagmorgen hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung mit Glättegefahr für Baden-Württemberg ausgesprochen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte in Baden-Württemberg vom Sonntagabend an mit Glatteis südlich der Donau und an der Alb gerechnet. Eine besondere Glatteisgefahr war für den Osten und Südosten von Stuttgart und Tübingen bis ins Allgäu erwartet worden. Es sei auch Blitzeis möglich, hatten die Meteorologen gewarnt. Später werde die Bodentemperatur steigen und dadurch werde es eine Entwarnung geben.
Regen, Graupel und Schnee in BW
Zum Wochenstart erwartet der DWD weiterhin viel Regen – teils sogar mit Dauerregen – und Schnee in hohen Lagen. Innerhalb von 24 Stunden soll es gebietsweise bis 35 Liter pro Quadratmeter regnen. Vor allem im Südschwarzwald und vom Bodensee bis in das Allgäu unterhalb von 800 Metern.
Der Montag beginnt demnach stark bewölkt. Zeitweise soll Regen fallen, in Hochlagen von Schwarzwald und Alb Schneeregen und Schnee. Der DWD rechnet mit Höchstwerten von einem Grad an der Donau und 9 Grad am südlichen Oberrhein. Auf dem Feldberg gebe es Sturm. Am Montag und in der Nacht auf Dienstag könne es im Hochschwarzwald zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee geben, sagte ein DWD-Meteorologe. Im Bergland gebe es in der Nacht Schnee und Glätte.
Schneefallgrenze sinkt auf 600 Meter
Am Dienstag soll der Himmel ebenfalls wolkenverhangen bleiben. Die Schneefallgrenze sinkt demnach auf etwa 600 Meter ab. Der Wetterdienst rechnet mit Regen- und Graupelschauern und Schnee im Bergland. Die Temperaturen liegen zwischen einem und sieben Grad.
Auch am Mittwoch bleibt es laut DWD stark bewölkt. Leichte Niederschläge seien häufig - ab mittleren Lagen vermischt mit Schnee und im Bergland Schnee. Die Temperaturen reichen demnach von null Grad im Bergland bis sechs Grad im Breisgau. Am Donnerstag soll es dann im Tagesverlauf zunehmend auflockern.


