Schrozberg „Hier sind wir zu Hause“: „Zum Ettetal“ und Schrooz laden Gäste ein

Das "zum Ettetal" in Ettenhausen hat sich als Ausflugslokal etabliert.
privat- Sven und Alessandra Schmidt führen das „Zum Ettetal“ in Ettenhausen und arbeiten zu zweit.
- Das Ausflugslokal bietet viele Schnitzelvarianten, Steaks sowie vegetarische und vegane Gerichte.
- Reservierung ist nötig, damit alle Gäste eines Tisches gleichzeitig essen – donnerstags Fokus auf Schnitzel.
- Die Schmidts unterstützen in Schrozberg den Schrozberger Hof mit Pizzeria Da Rocco und Bar Paparazzi.
- „Schrooz am Markt“ belebt den Marktplatz: Tagesbar, Moo-Eismanufaktur und Weinbar „Josef“ unter einem Dach.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit mehr als acht Jahren führen Sven Schmidt und seine Frau Alessandra das Gasthaus „Zum Ettetal“ in Ettenhausen. Er steht am Herd, sie kümmert sich um den Servicce: Sie sind ein eingespieltes Zweier-Team.
Ein Lebensweg voller Stationen
Schmidts beruflicher Weg ist vielseitig. Seine Wurzeln liegen im Handwerk. Später war er Unteroffizier bei der Bundeswehr und absolvierte dort seine Ausbildung zum Koch. Als Offizierskoch lernte er, wie er sagt, „zuverlässig, präzise und vorausschauend zu arbeiten“. Danach machte er sich in der Werbebranche selbstständig – rund zehn Jahre lang erstellte er Gastronomieführer für vier Landkreise und verfasste Texte für gastronomische Betriebe.
Am Bodensee lernte er Alessandra kennen, 2006 heirateten die beiden. Ab 2013 führten sie dort gemeinsam ein Restaurant. Der Betrieb war erfolgreich, sagen sie, aber stark von Personal abhängig. Weil es immer schwieriger wurde, Mitarbeitende für Abende, Wochenenden und Feiertage zu finden, entstand der Wunsch nach einem kleineren Gasthaus, das beide eigenständig führen konnten.
Ein Haus mit Geschichte
Als das Gasthaus „Zum Ettetal“ im Ettetal, genauer in Ettenhausen, zur Pacht ausgeschrieben wurde, erkannten sie ihre Chance. Hier konnten sie, so Sven Schmidt, „Arbeit und Leben verbinden und unabhängig von zusätzlichem Personal Gastgeber bleiben.“ Dass beide gerne zusammenarbeiten, ist für Schmidt die Voraussetzung fürs Gelingen.
Das Gebäude selbst blickt auf eine lange Vergangenheit zurück: Es handelt sich um ein uriges, 165 Jahre altes Haus, in dem einst Landwirte daheim waren. Mittlerweile wurde viel renoviert und alles an die Zeit angepasst. Ein überdachter und windgeschützter Biergarten lockt Wanderer, Radfahrer und natürlich auch Biker an.

Im malerischen Ettenhausen hält sich das "zum Ettetal"
Birgit TrinkleSchnitzel, Steaks und alpine Note
Kulinarisch hat sich das Haus besonders mit seinen zahlreichen Schnitzelvariationen einen Namen gemacht. Darunter befinden sich eigene Kreationen, die es nach Angaben der Gastgeber nur im Ettetal gibt. Donnerstags gehört das Haus den Schnitzelliebhabern. Ergänzt wird die Karte durch Steaks, bodenständige Küche mit alpenländischem Einschlag sowie vegetarische und vegane Gerichte.
Als Ausflugslokal wird das „Ettetal“ bei Gruppen, Vereinen, Firmen und Familienfeiern genutzt. Für größere Runden gibt es eine eigene Gruppenkarte. Ein wichtiger Grundsatz lautet: Alle Personen an einem Tisch erhalten ihr Essen gleichzeitig. Niemand soll warten oder den anderen beim Essen zusehen müssen. Damit dies mit zwei Personen zuverlässig gelingt, ist eine Reservierung erforderlich. Zum Charakter des Hauses gehört außerdem der „Ettetal-Sound“ – Musik ist für beide Teil eines gelungenen Aufenthalts.
Bewerten Sie Schrozberg: Noten von 1 bis 6
Machen Sie mit bei der Aktion „Hier sind wir zu Hause“ und vergeben Sie Schulnoten für die Gemeinde Schrozberg auf dem Frage-Coupon. Zudem können Sie hier eine Frage an Jacqueline Förderer vorschlagen, die wir Ihrer Bürgermeisterin beim Sommerinterview stellen. Auf dem Flyer, der im HT abgedruckt ist und in Schrozberg verteilt wird, finden Sie auch einen Verzehrgutschein, den Sie am Montag, 27. Juli 2026, bei der Veranstaltung im Schlosshof am Rathaus einlösen können.
Online ist es ebenfalls möglich, an der Befragung teilzunehmen. Zudem haben Sie beim Vor-Ort-Termin am Montag noch einmal Gelegenheit, anonym Ihre Noten schriftlich abzugeben. Die Ergebnisse der Befragung werden anschließend im Hohenloher Tagblatt veröffentlicht.
Das Engagement der Familie endet nicht an der Tür des eigenen Gasthauses. Während viele Landgasthäuser unter hohen Kosten, Personalmangel und schwierigen Rahmenbedingungen leiden, wollen die beiden, so betonen sie, „dazu beitragen, gastronomische Angebote in Schrozberg zu erhalten“. Deshalb übernahmen sie vor rund einem Jahr auch den Schrozberger Hof an der Ecke Oberstettener Straße und Neukreuth. Dort werden seit über 100 Jahren Gäste bewirtet – seit die Familie Mack um die Jahrhundertwende den Gasthof zur Eisenbahn etabliert hat. Heute sind dort die Pizzeria Da Rocco und die Bar Paparazzi zu finden, die von Sven und Alessandra Schmidt unterstützt werden. Die beiden sagen, Gastronomie sei mehr als ein Beruf, nämlich Begegnung, Lebensqualität und immer auch ein Stück Heimat.
Schrooz am Markt: Drei Konzepte, ein Ort
Wer den Schrozberger Marktplatz zum ersten Mal besucht, rechnet kaum mit einem Gastronomiekonzept wie diesem. Zwischen historischen Fachwerkhäusern verbindet „Schrooz am Markt“ eine Tagesbar, eine Eismanufaktur und eine Weinbar unter einem Dach. Drei eigenständige Betriebe bilden gemeinsam einen Ort, der den Marktplatz den ganzen Tag über belebt – vom ersten Kaffee bis zum letzten Glas Wein.
Entstanden ist das Projekt in den Jahren der Pandemie. Mehrere leerstehende Ladenflächen am Marktplatz wurden zusammengeführt und Schritt für Schritt neu belebt. Wo zuvor unter anderem eine Versicherung, ein Friseursalon und ein Elektrogeschäft untergebracht waren, zogen zunächst die Moo-Eismanufaktur von Nina Sohl, anschließend die Goetz-Tagesbar und schließlich die Weinbar „Josef“ ein – letztere befindet sich derzeit in einer Umbruchphase. Die Inhaberin Carmen Kroll, die jetzt auch Betreiberin ist, kündigt einige Neuerungen an,

Das Innere des „Schrooz am Markt“ hat einen urbanen Industrie-Look.
privatDie Betriebe sind räumlich miteinander verbunden und folgen einem gemeinsamen Gestaltungskonzept. Sichtbeton, Stahl und warme Holzelemente prägen das von einem Stuttgarter Architekturbüro entworfene Interieur. Die Übergänge sind fließend: Gäste trinken morgens Kaffee oder frühstücken in der Tagesbar, genießen nachmittags ein Eis und bleiben am Abend oft gleich auf ein Glas Wein.
Den abendlichen Schwerpunkt bildet die Weinbar „Josef“. Von Mittwoch bis Samstag öffnet sie jeweils ab 18 Uhr. Statt großer Inszenierung setzt das Konzept auf eine entspannte Atmosphäre und eine sorgfältig zusammengestellte Weinauswahl. Wer Empfehlungen sucht, erhält sie vom Team – unkompliziert und ohne Berührungsängste gegenüber dem Thema Wein.
Tagsüber bestimmt die Goetz-Tagesbar das Geschehen. Auf der Karte stehen Frühstück, wechselnde Mittagsgerichte sowie hausgemachte Kuchen. Ergänzt wird das Angebot durch die Moo-Eismanufaktur, deren handwerklich hergestelltes Eis vor allem an warmen Tagen viele Besucher auf die Terrasse am Marktplatz zieht. So entsteht ein Ort, an dem sich Einheimische und Gäste zu unterschiedlichen Tageszeiten begegnen.
Mit „Schrooz am Markt“ hat Schrozberg einen Treffpunkt gewonnen, der mehrere gastronomische Ideen miteinander verbindet und zeigt, wie sich auch in einer Kleinstadt ein modernes, offenes Konzept erfolgreich etablieren kann.


