Polizeieinsatz in Dinkelsbühl
: 72-jähriger „Staatsleugner“ aus dem Verkehr gezogen

Weil er trotz eines Fahrverbotes und einer Fahndung zur Beschlagnahme seines Führerscheins am Steuer saß, bekommt ein 72 Jahre alter „Staatsleugner“ ein Strafverfahren.
Von
res
Dinkelsbühl
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Polizeikontrolle

In Dinkelsbühl deckt eine Verkehrskontrolle ein Fahrverbot und eine offene Fahndung auf – 72-jähriger Autofahrer uneinsichtig.

Jan Woitas/dpa
  • Verkehrskontrolle in Dinkelsbühl: Polizei stoppt einen 72-jährigen Autofahrer.
  • Der Mann verweigerte das Öffnen von Tür oder Fenster und zeigte sich unkooperativ.
  • Er äußerte staatsleugnerische Ansichten und zweifelte die Echtheit der Beamten an.
  • Gegen ihn bestand ein Fahrverbot und eine Fahndung zur Führerschein-Beschlagnahme.
  • Schlüssel wurde sichergestellt – Strafverfahren wegen Fahrens trotz Fahrverbotes eingeleitet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie die Polizeiinspektion Dinkelsbühl jetzt mitteilt, ist bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle am Freitagnachmittag ein 72-jähriger Autofahrer von Streifenbeamten aus dem Verkehr gezogen worden. Wie die Ordnungshüter berichten, zeigte sich der Senior dabei von Anfang an äußerst unkooperativ: So weigerte er sich strikt, die Autotür oder das Fenster zu öffnen.

Während der Maßnahme, im weiteren Verlauf des Gesprächs, äußerte der Mann gegenüber den Einsatzkräften „vermehrt staatsleugnerisches Gedankengut und zweifelte zudem die Legitimität sowie die Echtheit der Polizeibeamten an“.

Fahrverbot und offene Fahndung

Weitere Ermittlungen der Polizei ergaben, dass gegen den Mann, der wohl aus dem Umfeld der Reichsbürgerbewegung kommt, eine offene Fahndung mit dem Ziel der Beschlagnahme seines Führerscheins vorlag. Zudem besteht gegen den 72-Jährigen bereits seit vergangenem Jahr ein wirksames Fahrverbot. Sein Fahrzeugschlüssel wurde von den Beamten sichergestellt, um eine  Weiterfahrt zu verhindern. Gegen den Senior wird ein Strafverfahren wegen Fahrens trotz Fahrverbotes eingeleitet.

„Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide und auch keine amtlichen Dokumente. Die gesamte Bewegung wird vom Verfassungsschutz beobachtet.