„Hier sind wir zu Hause“ in Blaufelden
: Familie Musielak: „Wir haben in Blaufelden alles, was wir brauchen“

Familie Musielak wohnt seit vielen Jahren in Blaufelden. Wie lässt es sich in der Gemeinde leben, wie steht es um Gastronomie, die medizinische Versorgung und die Freizeitangebote?
Von
Janine Höfler
Blaufelden
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Familie Musielak aus Blaufelden

Sarah und Matthias Musielak leben mit ihren Söhnen Janis (links) und Levin (rechts) in ihrem Haus in Blaufelden, nicht weit von idyllischen grünen Wiesen. Die vier verbringen ihre freie Zeit gern draußen im Garten.

Janine Höfler
  • Familie Musielak lebt seit 2016 in Blaufelden und schätzt kurze Wege zu Ärzten, Schule und Einkauf.
  • Freizeitangebote wie Sport im Verein oder Familienspaziergänge im Wald werden rege genutzt.
  • Es gibt Kritik am begrenzten gastronomischen Angebot, jedoch viele Spielplätze und Veranstaltungen.
  • Blaufelden zieht junge Familien an; Bauplätze sind fast vollständig vergeben.
  • Leser können die Gemeinde beim Leserfest 2025 bewerten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Nachmittagssonne scheint angenehm warm auf die Blaufeldener Neubausiedlung. Satte Grüne Wiesen umgeben das Wohngebiet, immer wieder lassen kühle Brisen das Gras zittern. Von überall her erklingt Vogelgezwitscher. Sarah und Matthias Musielak haben es sich am Gartentisch auf ihrer Terrasse bequem gemacht. Hinter ihnen springen ihre kleinen Söhne Levin und Janis über den Rasen, beide in Fußballmontur und bereit für ihr Training beim TSV Blaufelden. Munter kicken sie sich einen Ball zu, bevor sie ihn in einem kleinen Tor an der Gartenmauer versenken.

„Die Kinder sind die meisten Nachmittage draußen im Garten oder in der Siedlung unterwegs“, erzählt Matthias Musielak. „Hier in der Straße herrscht viel Betrieb, wenn die Kinder sich miteinander treffen.“ Vor Jahrzehnten ist er nach Blaufelden gezogen. 2016 hat die Familie ihr Haus in der Gemeinde gebaut. „Für uns kam nie ein anderer Ort infrage“, stellt Sarah Musielak, gebürtige Blaufeldenerin, klar. „Ein Haus zu bauen, ist ein Schritt, der festigt. Wenn wir bauen, dann in Blaufelden.“

Kurze Wege überall hin

Die Familie fühlt sich in ihrem Heimatort unheimlich wohl, erzählen sie. „Ich finde es schön, dass es hier einerseits noch ländlich ist, aber wir andererseits alles vor Ort haben: Lebensmittel, Arzt, Schule“, zählt Sarah Musielak auf. „Wir müssen hier nicht für Kleinigkeiten wegfahren“, pflichtet ihr Mann bei, der seit vergangenen Jahr im Gemeinderat sitzt.

Direkt im Ort gibt es eine Allgemeinarztpraxis, zwei Zahnarztpraxen, eine Apotheke und zudem Anlaufstellen für Logopädie und Physiotherapie. „Wir sind hier zwar am Ortsrand, aber wir haben trotzdem kurze Wege zur Ortsmitte oder in den Kindergarten.“ Ihr siebenjähriger Sohn Levin geht in Blaufelden zur Schule. Das örtliche Schulzentrum besteht aus einer Grundschule und einer Realschule. „Von dem, was man so hört und sieht, wird an der Schule immer wieder was gemacht, um sie gut in Schuss zu halten“, schildert der Vater.

Der fünfjährige Janis besucht den örtlichen Kindergarten. „Die Kindergartenplätze sind zurzeit etwas knapp. Wir waren nie davon betroffen, aber andere mussten in die Teilorte ausweichen“, erzählt seine Mutter. Da vor allem viele junge Familien nach Blaufelden ziehen, werde das auch weiterhin Thema bleiben, mutmaßt sie.

Gastronomisches Angebot hat nachgelassen

Insgesamt ist sich das Ehepaar einig: In Blaufelden lässt es sich als Familie gut leben. Das scheinen viele junge Leute zu erkennen: „Man sieht das an den Bauplätzen. Fast alle sind weg, das sind alles Familien mit Kindern“, berichtet Matthias Musielak. Lediglich in der örtlichen Gastronomie sehen sie Luft nach oben. Zwar seien die zwei griechischen Restaurants, der Pub oder die Kebab-Läden regelmäßig gut besucht. Aber die Familie wünscht sich wieder ein breiteres gastronomisches Angebot im Ort. Denn das habe sich während der vergangenen Jahre in Folge von Schließungen und Betriebswechseln stark geschmälert.

Leser bewerten die Gemeinde Blaufelden

Leserbefragung: Beteiligen Sie sich aktiv an der Aktion „Hier sind wir zu Hause“ und bewerten Sie die Gemeinde Blaufelden auf dem Frage-Coupon im Hohenloher Tagblatt oder online. Geben Sie Ihrer Gemeinde Schulnoten von 1 bis 6: Wie lebenswert ist Blaufelden? Wie sind die medizinische Versorgung, die Situation an den Schulen und Kindergärten, das kulturelle Angebot? Sind Sie zufrieden mit der Verkehrssituation? Hier können Sie auch eine Frage vorschlagen, die wir Ihrem Bürgermeister stellen sollen.

Verzehrgutschein: Auf dem Flyer im Hohenloher Tagblatt finden Sie nicht nur den Frage-Coupon, sondern auch einen Verzehrgutschein: Bitte ausschneiden, zum Leserfest in Blaufelden am Dienstag, 1. Juli 2025, um 18 Uhr auf dem Hindenburgplatz, mitbringen und von vergünstigten Preisen profitieren.

Umso zufriedenstellender seien dagegen die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. „Dadurch, dass wir eng mit dem TSV Blaufelden verbunden sind, machen wir viel mit dem Verein“, erzählt der 43-Jährige. Er ist zum einen Fußballtrainer und zum anderen zweiter Beisitzer der Abteilung Tennis. Auch seine Frau hat früher regelmäßig den Tennisschläger geschwungen, heute geht die 38-Jährige ihrem Hobby aus Zeitgründen nur noch gelegentlich nach. Ihre Jungs haben bereits das Fußballspielen für sich entdeckt.

Vereinssport für Groß und Klein

„Wenn man Sport machen möchte, hat man gute Chancen, hier was zu finden“, sagt Matthias Musielak. Kleine Sportler können sich im Kinderturnen, in der Leichtathletik oder im Tennis versuchen. Für Erwachsene ist Basketball, Tischtennis sowie Badminton geboten. „Die Jungs wachsen schon mit rein ins Vereinsleben, die kennen das von uns“, erzählt er. Gerade in den Sommermonaten verbringt die Familie viele Stunden im Vereinsheim oder auf dem Tennisplatz.

Und wenn gerade kein Tennis oder Fußball ansteht? „Dann sind wir gern im Wald unterwegs“, berichtet Sarah Musielak. Wo früher ein Trimm-Dich-Pfad verlaufen ist, findet sich heute noch immer ein Ort für idyllische Familienspaziergänge. „Wir warten noch sehnsüchtig auf den neuen Spielplatz in unserer Siedlung, der hier eröffnet wird“, fügt ihr Mann hinzu. Doch auch die bereits vorhandenen Spielplätze seien ganz zur Zufriedenheit der Kinder: „Jeder Spielplatz hat etwas, weshalb sie gern hingehen: Der große bei der Festhalle hat ein Kletternetz, auf dem um die Ecke gibt’s eine Seilbahn.“

Auch beim Gedanken an den Veranstaltungskalender der Gemeinde ist sich das Ehepaar einig: „Langweilig wird es hier nicht.“ Da wären zum Beispiel die Oster-, Töpfer- und Weihnachtsmärkte oder die Heimattage, die die Gemeinde im Fünf-Jahres-Rhythmus veranstaltet. Der Höhepunkt ist für die beiden allerdings das Hohenloher Volksfest an Pfingsten. „Das gehört dazu“, stellt Matthias Musielak klar. „Zu der Zeit geht man auch nicht in den Urlaub.“

Seit vielen Jahren Einwohner

Sarah Musielak (38) ist gebürtige Blaufeldenerin. Sie arbeitet selbstständig als Beraterin eines Direktvertriebsunternehmens für Küchenartikel.

Matthias Musielak (43) ist in Oberschlesien aufgewachsen und kam bereits vor Jahrzehnten nach Blaufelden. Hauptberuflich leitet er eine Zustellbasis der Post. Seit dem vergangenen Jahr vertritt er die Unabhängige Bürgerliste im Blaufeldener Gemeinderat und ist zudem als zweiter Beisitzer der Tennisabteilung und als Fußballtrainer beim TSV Blaufelden aktiv.