„Hier sind wir Hause“ in Blaufelden
: Ein lauer Sommerabend mit dem HT: Zu Gast bei den Warmherzigen

Bei „Hier sind wir zu Hause“ geht das HT auf Tuchfühlung mit seinen Leserinnen und Lesern in Blaufelden. Bürgermeister Michael Dieterich präsentiert sich als gut gelaunter Macher.
Von
Sebastian Unbehauen
Blaufelden
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"Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden: Beim Kindergarten-Wettbewerb war die Lautstärke des Beifalls entscheidend – das Publikum gab alles, wie man sieht.

"Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden: Beim Kindergarten-Wettbewerb war die Lautstärke des Beifalls entscheidend – das Publikum gab alles, wie man sieht.

Ufuk Arslan
  • Verlagsaktion „Hier sind wir zu Hause“ lockte viele Besucher auf den Hindenburgplatz in Blaufelden.
  • Kindergarten Wiesenbach gewann Hauptpreis von 250 Euro beim Kreativwettbewerb der Kitas.
  • Bürgermeister Dieterich kündigt Zebrastreifen und Tempo 30 auf der Kaiserstraße an.
  • Geplantes Ärztehaus soll Mediziner durch attraktive Praxisräume nach Blaufelden ziehen.
  • Leserbefragung: Gute Noten für Kitas (2,2), Kritik an Gastronomie (4,2); Gesamtnote: 2,9.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Redakteur soll nicht so viel übers Wetter schreiben, denn das kann ihm (zu Recht) als Denkfaulheit ausgelegt werden. Aber bei diesem Wetter der vergangenen Tage, das nun wirklich keinen kalt ließ, sei’s ausnahmsweise mal gestattet. Also: Dachte man zuerst, das dienstägliche Gastspiel des HOHENLOHER TAGBLATTS in Blaufelden könnte ein ungemein hitziges Unterfangen werden, sah es kurz vor Beginn plötzlich nach einer ungemein nassen Wendung aus – ein mutmaßlich schweres Gewitter zog umher. Schließlich fielen nur ein paar wenige Tropfen, und übrig blieb schlicht ein herrlicher Sommerabend.

Kurz und gut, die Umstände meinten es gut mit der Verlagsaktion „Hier sind wir zu Hause“. Und die Leserinnen und Leser aus Blaufelden auch: Zahlreich kamen sie auf den Hindenburgplatz, um miteinander und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Südwest Presse Hohenlohe (SHO) ins Gespräch zu kommen, um etwas zu essen und zu trinken, sich über aktuelle kommunalpolitische Themen zu informieren, an der Umfrage zur Lebensqualität in ihrer Gemeinde (siehe Artikel links) teilzunehmen, am Glücksrad zu drehen, Musik zu hören und den Kindergärten für ihre Teilnahme am Malwettbewerb (siehe unten) zu bejubeln. Alle Gruppen, die kreativ wurden, durften sich über „Wunscherfüller-Gutscheine“ in Höhe von je 100 Euro vom Verlag freuen, die glücklichen Gewinner vom Gemeindekindergarten Wiesenbach nahmen sogar 250 Euro mit in den Teilort.

  • "Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden. Jubel nach dem Sieg: Das Team vom Kindergarten in Wiesenbach freut sich über 250 Euro vom Verlag. 

    Jubel nach dem Sieg: Das Team vom Kindergarten in Wiesenbach freut sich über 250 Euro vom Verlag.

    Ufuk Arslan
  • "Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden. Ernst Käfer (stehend links), der für etwa 100 Zusteller und rund 5500 Haushalte in neun Gemeinden verantwortlich ist, würdigte Karl-Heinz Schlechts Verdienste als HT-Austräger und überreichte ihm einen Geschenkkorb. ​

    Ernst Käfer (stehend links), der für etwa 100 Zusteller und rund 5500 Haushalte in neun Gemeinden verantwortlich ist, würdigte Karl-Heinz Schlechts Verdienste als HT-Austräger und überreichte ihm einen Geschenkkorb.

    Ufuk Arslan
  • "Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden. Ja, ist denn schon wieder Hohenloher Volksfest? Nein, aber bei „Hier sind wir zu Hause“ ging es ähnlich gesellig zu. Mittendrin: Bürgermeister Dieterich.

    Ja, ist denn schon wieder Hohenloher Volksfest? Nein, aber bei „Hier sind wir zu Hause“ ging es ähnlich gesellig zu. Mittendrin: Bürgermeister Dieterich.

    Ufuk Arslan
  • "Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden. Die Ringer des TSV Blaufelden sorgten für Verpflegung.

    Die Ringer des TSV Blaufelden sorgten für Verpflegung.

    Ufuk Arslan
  • "Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden. SHO-Geschäftsführer Thomas Radek im Gespräch mit Harald Grüsser.

    SHO-Geschäftsführer Thomas Radek im Gespräch mit Harald Grüsser.

    Ufuk Arslan
  • "Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden. Auch die Kleinen sollten sich wohlfühlen – dazu hat die Hüpfburg am Rand des Hindenburgplatzes entscheidend beigetragen.​

    Auch die Kleinen sollten sich wohlfühlen – dazu hat die Hüpfburg am Rand des Hindenburgplatzes entscheidend beigetragen.

    Ufuk Arslan
  • "Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden. Das Glücksrad, betreut von der Auszubildenden Ansuma Sopha, kommt bei den kleinen Blaufeldern so gut an, dass viele von ihnen gleich mehrmals an den Stand kommen.

    Das Glücksrad, betreut von der Auszubildenden Ansuma Sopha, kommt bei den kleinen Blaufeldern so gut an, dass viele von ihnen gleich mehrmals an den Stand kommen.

    Ufuk Arslan
  • "Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden. Gut was los ist auf Blaufeldens zentralem Platz: Jung und Alt waren der Einladung des HOHENLOHER TAGBLATTS gefolgt und feierten mit der Verlagsbelegschaft ein buntes Fest. 

    Gut was los ist auf Blaufeldens zentralem Platz: Jung und Alt waren der Einladung des HOHENLOHER TAGBLATTS gefolgt und feierten mit der Verlagsbelegschaft ein buntes Fest.

    Ufuk Arslan
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„Wir sind von hier“

Seit fast 20 Jahren gebe es die von der Marketingabteilung unter Leitung von Peer Ley organisierte Aktion „Hier sind wir zu Hause“, betonte SHO-Geschäftsführer Thomas Radek, und der anhaltende Erfolg ermuntere sein Team, damit weiterzumachen – gerade in Zeiten der Digitalisierung. Denn was ist schon das Wischen über ein Smartphone oder ein Tablet gegen die echte Begegnung und den direkten Austausch? „Wir sind von hier“, sagte Radek, „und wir wollen dort Flagge zeigen, wo unsere Leser leben und arbeiten.“

"Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden: Bürgermeister Michael Dieterich im Gespräch mit HT-Teamleiterin Christine Hofmann

"Hier sind wir zu Hause" in Blaufelden: Bürgermeister Michael Dieterich im Gespräch mit HT-Teamleiterin Christine Hofmann

Ufuk Arslan

Journalistisch Flagge gezeigt wurde am Dienstag per Live-Interview, das HT-Teamleiterin Christine Hofmann mit Bürgermeister Michael Dieterich führte. Wie es ihm denn mehr als zwei Jahre nach seiner Wahl im neuen Beruf gehe, wollte sie wissen. „Hervorragend!“, rief er aus – und schwärmte in der Folge so unverstellt von seiner Arbeit und seinem Rathausteam, dass man es ihm direkt glaubte. Vor allem die Warmherzigkeit möge er an Blaufelden, und jeder Teilort „zeichnet sich durch seine eigene Warmherzigkeit“ aus.

Im Bürgermeisterwahlkampf hatte es durchaus noch den einen oder anderen Misston gegeben, davon war jetzt nichts mehr zu spüren. Durchgehend freundlicher Applaus begleitete das Gespräch. Und etwas lauter wurde dieser, als Dieterich einen Tag nach der jüngsten Verkehrsschau verkündete: Es wird – anders als in Rot am See – kein Tempo 30 in der ganzen Ortsdurchfahrt geben, stattdessen aber einen neuen Zebrastreifen in der Kaiserstraße mit einer 30er-Beschränkung auf wenigen Hundert Metern.

Kein Arzt ohne Ärztehaus

Den Schwerpunkt des Interviews bildete die bevorstehende Ortskernsanierung, und da wiederum deren Hauptziel: ein Ärztehaus in der Rothenburger Straße zu realisieren. Ein solches Haus sei ja schön und gut, sagte Hofmann, „aber das allein macht noch keinen Arzt“. Dieterich ist gleichwohl davon überzeugt, dass man das eine ohne das andere nicht bekommen werde: „Ich locke keinen Medizinstudenten hinter dem Ofen vor, wenn ich keine attraktive Praxis habe.“

Das Publikum erfuhr unter anderem noch, dass Dieterich weiter auf einen Besuch seiner alten Hürther Prinzengarde in Hohenlohe hoffe, dass zusätzliches Gewerbelande im Wolfschlag erworben worden sei und die Rudolf-Diesel-Straße mittelfristig zur B 290 hin verlängert werden solle, dass die barrierefreie Sanierung des Hindenburgplatzes gar nicht so viel Geld kosten dürfte und der Bürgermeister offen für den Austausch über Leser-Vorschläge wie den Bau einer Calesthenics-Anlage sei.

Die Gewitterwolken waren längst weitergezogen. In Blaufelden herrschte, zumindest an diesem Abend, eitel Sonnenschein.

Insgesamt zufrieden mit der Gemeinde

Bei einer Leserbefragung wurden die Angebote der Gemeinde Blaufelden bewertet, mit Schulnoten von 1 bis 6. Dabei fällt auf: Die Note 1 wird gar nicht vergeben, ebenso bleiben die ganz schlechten Wertungen (Noten 5 und 6) aus. Am besten bewertet wurden von den 139 Teilnehmenden die Einkaufsmöglichkeiten in Blaufelden (2,0), gefolgt vom Betreuungsangebot der Kitas (2,2). Und offensichtlich kann man in Blaufelden gut arbeiten (2,5).

Schlecht schneidet dagegen das gastronomische Angebot ab – in Blaufelden konnte man in früheren Zeiten besser Essen gehen. Die Note: 4,2. Bei der Frage: „Welche Gesamtnote würden Sie Ihrer Gemeinde geben?“, gibt’s gerade noch ein „gut“, fast schon ein „befriedigend“: 2,9 lautet das exakte Ergebnis.