„Hier sind wir zu Hause“ in Blaufelden: Das Ärztehaus hat Priorität, aber auch sonst soll viel passieren

Der Blaufeldener Bürgermeister Michael Dieterich am Standort in der Rothenburger Straße, wo ein Ärztehaus entstehen soll. Das alte Gebäude links wird dafür abgerissen. Nur: Es braucht nochb einen Arzt.
Sebastian Unbehauen- Blaufelden erhält 900.000 Euro Städtebauförderung; Fokus auf Ärztehaus in der Rothenburger Straße.
- Sanierungsgebiet "Ortsmitte-Hauptstraße" soll Leerstand beseitigen und Ortskern beleben.
- Hindenburgplatz wird grüner und barrierefrei, Blaubach als "blau-grünes Rückgrat" aufgewertet.
- Ziel: Attraktiver Ortskern und bessere Lebensqualität innerhalb von 10 Jahren.
- Leser können Gemeinde bewerten und profitieren von Verzehrgutscheinen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die B 290, die durch Blaufelden führt, kann man so oder so sehen. Also so: Viel Verkehr, viel Lärm. Oder so: Viel Verkehr, viele potenzielle Kunden. Bürgermeister Michael Dieterich hätte natürlich nichts gegen eine Umgehungsstraße, weiß aber, dass es keine geben wird. Er hat auch Verständnis für Anwohnerinnen und Anwohner, die mit den Begleiterscheinungen der Bundesstraße hadern. Aber er sieht die B 290 unterm Strich doch als Plus, als Lebensader seiner Gemeinde. Man muss ja nur nach Rot am See schauen: Dort ist man froh, wenn die Sanierung der Ortsdurchfahrt endlich abgeschlossen und der Durchgangsverkehr zurück ist. Denn davon profitiert der Bäcker, davon profitiert der Blumenladen, davon profitieren alle anderen Geschäfte.
Außerdem, Ortschaften, die an viel befahrenen Straße liegen, haben einen Aufmerksamkeitsvorteil. Die Durchreisenden kennen sie, sie bekommen quasi automatisch eine Visitenkarte mit auf den Weg – und erinnern sich im besten Fall daran, wenn sie mal überlegen, wo sie dauerhaft leben, arbeiten, eine Familie gründen könnten. An dieser Visitenkarte arbeitet Blaufelden gerade ganz systematisch. Ein Sanierungsgebiet „Ortsmitte-Hauptstraße“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Büro STEG festgelegt. Eigentümer von Grundstücken innerhalb des Gebiets können für Projekte wie Gebäudesanierungen oder den Abriss von Leerständen mit finanzieller Förderung durch Land und Gemeinde rechnen. Das soll das Ortsbild in zentraler Lage schöner machen, bisher brachliegende Potenziale, beispielsweise für Wohnbau, aktivieren und so für mehr Leben in der Ortsmitte sorgen. Stichwort Visitenkarte.
900.000 Euro Städtebauförderung
Zur großen Freude von Bürgermeister Dieterich hat die Landesregierung kürzlich Geld aus dem Städtebautopf für Blaufelden freigegeben – im zweiten Anlauf, nachdem ein erster Antrag abgelehnt worden war. Zunächst einmal sind 900.000 Euro aus Stuttgart bewilligt. Sind diese abgeflossen, gibt es eine große Chance auf mehr. Insgesamt ist ein Rahmen von knapp 5,8 Millionen Euro angesetzt (rund 3,5 Millionen Euro Finanzhilfe, rund 2,3 Millionen Euro Eigenanteil). Die Großmaßnahme wird Blaufelden mindestens die nächsten fünf Jahre, wahrscheinlich deutlich länger, beschäftigen.
Nicht nur Privatleute sind aufgerufen, tätig zu werden, auch die Gemeinde verbindet mit dem Sanierungsgebiet konkrete eigene Projekte. Ganz oben auf der Prioritätenliste: die Entwicklung des Grundstücks Rothenburger Straße 2, direkt an der Einmündung in die B 290. Dieses gehört mittlerweile der Kommune, das alte Haus, das darauf steht, wird abgerissen – und hier soll ein Ärztehaus gebaut werden. Das Problem ist nur, dass es noch keinen Arzt gibt. „Wir wollen daran arbeiten, es einem angehenden Mediziner so attraktiv wie möglich zu machen, nach Blaufelden zu kommen“, sagt Dieterich – und zeigt sich für viele Wege offen. Klar ist, dass die Gemeinde mit ziemlicher Sicherheit nicht selbst ein Gebäude hinstellt, sondern einen Investor sucht. Dieterich ist absolut überzeugt von einem Ärztehaus an genau diesem Platz, gut sichtbar, in unmittelbarer Nähe zur Apotheke und zum Bäcker, nicht weit entfernt von den Supermärkten. Überhaupt die Rothenburger Straße: Dort gebe es noch weitere städtische Flächen mit großem Entwicklungspotenzial.
Hindenburgplatz: grüner und barrierefrei
Eine andere Maßnahme ist die Aufwertung des Hindenburgplatzes, der Nonnengasse und angrenzender Bereiche entlang der Ortsdurchfahrt. Die Herstellung von Barrierefreiheit wird da ein großes Thema sein, aber auch die allgemeine Gestaltung. „Eine Art grüne Lebensader“, schwebt Dieterich vor. „Mehr Parkcharakter“ als bisher soll der Platz vor dem Rathaus bekommen – als qualitätsvoller innerörtlicher Raum, in dem die Bürgerinnen und Bürger sich gern aufhalten. Dasselbe gilt für den Blaubach, dessen Qualität als „blau-grünes Rückgrat“ besser herausgearbeitet werden soll.
Dieterich freut sich auf die Herausforderungen, die anstehen, und ist überaus zuversichtlich: „Da muss, kann und wird in den nächsten zehn Jahren etwas entstehen.“ Wie kommt Blaufelden also nach dieser Dekade daher? „Wir haben einen Ortskern, der attraktiv ist, der natürlich ist, der massiv verschönert ist“, prognostiziert der Bürgermeister. „Und wir haben ein Ärztehaus. In der Rothenburger Straße, die sich zum attraktiven Herzstück des Orts gemausert hat.“
Leser bewerten die Gemeinde Blaufelden
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