„Lichterkette“ am Nachthimmel
: Satelliten von Starlink stecken hinter dem Phänomen

Was ist das denn?, haben sich Manfred Schuch aus Gerabronn und Sabine Labusga Dunaew aus Kreßberg in dieser Woche beim Blick in den Himmel gefragt. Hier ist die Erklärung.
Von
js
Landkreis Schwäbisch Hall
Jetzt in der App anhören

Unser Foto zeigt Spuren der Starlink-Satelliten am Himmel über Weikersheim im Jahr 2020.

Jens Hackmann

Über eine seltsame Erscheinung am Nachthimmel berichten zwei Leser unserer Zeitung. „Es waren lauter Lichtpunkte wie eine Lichterkette“, so beschreibt es Manfred Schuch aus Gerabronn, und weiter: „Das sah wahnsinnig aus, fast erschreckend.“ So gesehen am Freitag um 21.09 Uhr.

Bei Sabine Labusga Dunaew in Kreßberg war es am Donnerstag, um 21.12 Uhr schickte sie eine Nachricht mit einem Foto an die Redaktion: „Soeben über Kreßberg gesehen. Und im Nirgendwo verschwunden.“

Hinter Starlink steckt Elon Musk

Beide Leser haben im Internet recherchiert, um was für ein Phänomen es sich handelt: Satelliten von Starlink — ein von US–Raumfahrtunternehmen SpaceX betriebenes Satellitennetzwerk, das Internetzugang bietet. Hinter der Firma steht Tesla–Chef Elon Musk. SpaceX ist der weltweit größte Satellitenbetreiber.

In der vergangenen Woche wurden wieder 60 Satelliten ins All geschossen, die nun um die Erde ziehen. Die von Starlink haben eine extrem flache Bauform und können dadurch beim Start aufeinandergestapelt werden, heißt es. Wie andere Satelliten auch werden sie durch die Sonne angestrahlt und leuchten dann am Nachthimmel. Die Lichterketten–Struktur löst sich mit der Zeit auf.