Corona Kita Deutschland
: Städtebund gegen erneute Kindergarten-Schließungen - Lockdown würde Eltern zu sehr belasten

Um einen zweiten Lockdown zu verhindern, verschärfen die Länder die Corona-Maßnahmen - auch in Kitas. Der Städtebund will das verhindern: Eltern sei das nicht zumutbar.
Von
epd
Passau
Jetzt in der App anhören

ARCHIV - 08.04.2015, Bayern, München: Ein Mann mit einem Kind auf dem Arm und einem an der Hand wirft einen Schatten auf eine mit bunten Handabdrücken bemalte Wand einer Kindertagesstätte. Der Ausbau von Kita-Plätzen in Bayern wird im Moment nach Angaben des Städtetags wegen einer fehlenden Richtlinie ausgebremst. Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Peter Kneffel

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund mit Sitz in Berlin will eine neuerliche Schließung von Kitas auch bei steigenden Corona-Zahlen mit neuen Konzepten unbedingt verhindern. Der Hauptgeschäftsführer des Bundes, Gerd Landsberg, sagte der „Passauer Neuen Presse“, die Kommunen wollten alles Notwendige dafür tun, dass die Kindertagesbetreuung gesichert bleibe. Der „Lockdown„ zu Beginn der Pandemie habe den Familien und vor allem den Kindern enorm viel abverlangt, sagte er.

Corona-Konzept und einheitliche Regeln für Kitas gefordert

Er warnte davor, die Eltern noch einmal „im Regen stehenzulassen“ und Kinder schon zu Beginn ihrer Bildungskarriere zu benachteiligen. Es gelte nun angesichts steigender Infektionszahlen, „Erzieherinnen und Erzieher in dieser herausfordernden Zeit besonders zu unterstützen“, sagte er. Nötig sei dazu ein Konzept „mit nach Möglichkeit einheitlichen Regelungen und Maßnahmen in den Bundesländern“.

Alltagshelfer sollen Erzieher in Kitas unterstützen

Um den gestiegenen Anforderungen bei der Umsetzung von Hygienevorgaben und Regelungen gerade im Kita-Alltag gerecht werden zu können, schlug Landsberg sogenannte „Alltagshelfer“ vor. Das sollten „zusätzliche Hilfskräfte im nichtpädagogischen Bereich“ sein. Sie sollten durch die Länder koordiniert und finanziert werden.