Veranstaltung: Ludwigsburger Spätlingsmarkt bietet bunte Vielfalt

Stephanie Hafner (links) ist mit ihren Backbüchern auf dem Spätlingsmarkt vertreten. Den Stand teilt sie sich mit Irmgard Tinz, die dort Springerle und Model anbietet.
Cornelia Ohst- Spätlingsmarkt im Kreishaus Ludwigsburg läuft bis zum 7. November – bunte Produktvielfalt.
- Regionale und internationale Anbieter sind vor Ort, teils mit exklusiven Lebensmitteln.
- Projekt „old2new“ fertigt Upcycling-Textilien; Preise gelten als erschwinglich.
- Imker bieten Honige und Bienenwachskerzen an, Verkostungen gehören dazu.
- Kulinarik reicht von Nougat aus Frankreich bis Fertiggerichten im Glas aus Besigheim.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der November bringt hierzulande nicht nur Nebel, Kälte und Regen, sondern verwöhnt eine knappe Woche lang auch mit bunten Farben und einer Produktvielfalt, die alljährlich die Besucher in das Kreishaus zum Spätlingsmarkt lockt. Gründe, dass der Geldbeutel locker sitzt, gibt es viele: Cafés, Foodtrucks und Co locken im freien wie auch im Atrium. Die Produkte sind meist liebevoll gefertigt, die Lebensmittel frisch und einige wenige gibt es eben nur beim Ludwigsburger Spätlingsmarkt im Landratsamt, weil deren Anbieter aus Ungarn, Italien oder Frankreich kommen.
Vielfältige Produkte
Wer zudem offen ist, kommt schon mal ins Gespräch mit netten Leuten und kann sogar Interessantes von ihnen erfahren. So zum Beispiel mit Ingrid Mitterer. Die Frau ist Schnittdirektrice von Beruf und arbeitet für das Label „old2new“, eine Kooperation von Diakonie und Caritas. Für dieses lernt Mitterer Langzeitarbeitslose an, die in der Nähwerkstatt aus alten Kleidungsstücken kleine Accessoires, Taschen, Federmäppchen, Ofenhandschuhe, Schürzen oder Geschirrtücher fertigen, die wiederum auch beim Spätlingsmarkt ihre Freunde finden; zumal die Preise erschwinglich sind. „Das sind alles individuell gefertigte Produkte, die nicht von der Stange sind“, erklärt Mitterer, die aktuell sechs Personen, darunter einen Mann, anlernt. Ein Teil der Leute sei für das Abholen der Altkleider zuständig, die danach sortiert werden. „Aus diesem Fundus schöpfen wir und versuchen dabei so wenig wie möglich zu kaufen".

Der Imker Josif Stojanovic bietet Kerzen aus Bienenwachs an.
Cornelia OhstDer Ludwigsburger Josif Stojanovic ist Imker und engagiert sich im örtlichen Imkerverein. Er sei einer, der von den Bienen ständig hinzulerne. Beim Markt ist er aber nicht mit Honig vertreten, sondern mit Bienenwachskerzen, die er – seit dem Tod seiner Frau - gemeinsam mit Ute Zinsberger fertigt. Zahlreiche Motive und Größen hat er ins Kreishaus mitgebracht. An einigen Schulen der Stadt gibt der 84-Jährige auch eine Art Biologie-Unterricht. „Die Kinder müssen wissen, wie wichtig kleine Insekten für uns Menschen sind“, betont der Experte.
Stephanie Hafner wiederum ist Bäckermeisterin. Sie verkauft am gemeinsamen Stand mit der Wachszieherin Irmgard Tinz, die dort Springerle und Model anbietet, ihre liebevoll gefertigten Backbücher, die vor allem Weihnachtsrezepte enthalten, aber auch Rezepte für Ganzjahres-Kekse. Wer Glück hat, darf aus ihren bereit gestellten Glasdosen saftige, mürbe Gutsle naschen: Kulinarische Ergebnisse ihrer im Buch vorgestellten Backkunst. Darin erklärt sie auch Schritt für Schritt das Herstellen von Lebkuchenhäusern und hat darin zudem das Wissen von 14 Jahren Backkurse-Erfahrung und 40 Jahren Berufserfahrung integriert. „Denn die Leute zeigen mir in den Kursen, womit sie besondere Schwierigkeiten haben“. Ihr eigener Lieblingskeks ist das Haselnuss-Spritzgebäck. „Dafür habe ich eine absolute Schwäche. Es kostet mich ein Kilo über die Weihnachtszeit“, sagt sie schmunzelnd.
Steinpilze aus Ungarn und Nougat aus Frankreich
Auch die ungarische Familie Borsus ist im Anbieterteam vertreten: Sohnemann Mate verkauft den Kunden Steinpilze und andere getrocknete Sorten aus dem Mecsek-Gebirge in Ungarn. Mutter Eva dagegen ist Spezialistin für Pelzwaren. Bei ihr wird der Kuschelfaktor großgeschrieben. Sie hat nicht allein Felle – darunter vom Rentier, Lamm oder Reh – mitgebracht, sondern auch wärmende Dinge für die kalte Jahreszeit: etwa Handschuhe und Socken aus Alpakawolle. Vater Janos dagegen widmet sich den Korbwaren, die in sämtlichen Größen auf dem Boden vor dem Stand verteilt sind. Die französische Imker-Familie Bonpart aus Grignan kommt schon seit 30 Jahren nach Ludwigsburg und begeistert unter anderem mit ihrem schmackhaften, soften Nougat – weiß oder schwarz – der nur mit Honig und keinerlei Zucker hergestellt wird.
Imker Thomas Trump dagegen berät interessierte Besucher mit Leidenschaft für das flüssige Gold und lässt geduldig probieren, damit die Zunge die erstaunliche Geschmacksvielfalt seiner acht Honigsorten testen und sich daran erfreuen kann. Seit drei Jahren ist der Imker aus Eglosheim am gemeinschaftlichen Stand mit den Weinen vom Weingut Herzog von Württemberg im Erdgeschoss zu finden. Seine Devise lautet: „So nah wie möglich und so weit wie nötig“. Denn, um beispielsweise Edelkastanienhonig in die Gläser einfüllen zu können, muss er mit seinen Bienenvölkern schon bis in die Pfalz vordringen.
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Die Genussmanufaktur ist aus dem Hotel Hirsch in Besigheim hervorgegangen. „Während Corona hat unser Chef das Essen in die Gläser gebracht“, erklärt Vanessa, die eloquent und zugeneigt ihren Standdienst im Innern des Kreishauses leistet und Gerichte im Glas verkauft: Etwa Rinderbäckle, Rouladen und Gulasch. Sie weiß auch, dass Kutteln, ein Gericht, das es in der Spätlingsmarktwoche draußen im Hof beim Food-Truck gibt, viele Liebhaber hat. „Wenn die Partnerin das nicht kochen mag, kann sich der Mann seine Gelüste auf Kutteln jetzt dennoch befriedigen“, motiviert sie kess zum Kauf der hochwertigen Fertiggerichte. Drei Jahre lang sei der Inhalt in den Gläsern genießbar.
