Planungen in Besigheim
: Neue Vorschläge für die Bahnhofstraße

Ein Stuttgarter Architekturbüro hat für Besigheim eine Studie erstellt. Testweise könnten mobile Gestaltungselemente eingesetzt werden.
Von
Gabriele Szczegulski
Besigheim
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bes_mk_bahnhofstr: Besigheim
Parksituation in der Bahnhofstraße

Die Bahnhofstraße in Besigheim soll umgestaltet werden und attraktiver werden.

Martin Kalb
  • Besigheim prüft neue Ideen für Bahnhofstraße und Vorplatz, eine Studie liefert Vorschläge.
  • Analyse zeigt Schäden an Fahrbahn und Gehwegen, wenig Grün und Sitzen – geringe Aufenthaltsqualität.
  • Maßnahmen: Belag erneuern, Radstreifen besser markieren, Querungen barrierefrei und sichtbar machen.
  • Am Bahnhof fehlen Wegweisung und Querungen, empfohlen sind Witterungsschutz, Begrünung und breitere Halteinseln.
  • Varianten streichen Parkplätze auf einer Straßenseite zugunsten von Sitzplätzen und Bäumen – testweise mobil.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes in der Weinstraße und der Bahnhofstraße gibt es in Besigheim bereits viele Ideen. Geschehen ist bisher wenig, bis auf die Anlage eines Schutzstreifens, den Radfahrer gegen die Einbahnstraße nutzen können. Neue Vorschläge liefern jetzt Untersuchungen des Stuttgarter Architekturbüros „Pesch Partner“. Bezahlt wurden sie vom Land, das den Städten und Gemeinden über die „Servicestelle Ortsmitten“ einen kostenlosen Qualitätscheck anbietet.

Die Analyse der Architekten zeigt, wo es rund um den Bahnhof hakt. Die Fahrbahn der Bahnhofstraße ist beschädigt. Das trifft auch auf die Gehwege zu, die auf dem Weg zum Bahnhof häufig genutzt werden. Grünflächen sind rar, es fehlt an Sitzgelegenheiten. Sich dort aufzuhalten sei wenig attraktiv. Querungshilfen sind schwer einsehbar und nicht barrierefrei. Der Fahrbahnbelag sollte erneuert werden, geht aus der Untersuchung hervor. Der Schutzstreifen für die Radfahrer müsse besser gekennzeichnet werden.

Mangel an Wegweisungen

Die Querung am Europaplatz zwischen Bank und Bäckerei ist ebenfalls nicht barrierefrei. Parkplätze und eingeschränkte Sicht erschweren in der dortigen Kurve die sichere Überquerung für Fußgänger. Hier sollte die Parkierung geändert werden, schlagen die Architekten vor.

Am Bahnhofplatz kritisiert das Architekturbüro den Mangel an Wegweisungen und eindeutigen Wegebeziehungen. Auch hier fehlt es an Querungsmöglichkeiten. Die Aufenthaltsqualität sei gering. Witterungsschutz und Begrünung könnten das verbessern. Breitere Halteinseln an den Bushaltestellen und barrierefreie Sitzgelegenheiten würden den Platz ebenfalls aufwerten. Die Beschilderung sollte vereinheitlicht werden.

Parkplätze sollen entfallen

Für die Bahnhofstraße haben die Planer mehrere Varianten ausgearbeitet, die einen aus ihrer Sicht idealen Zustand zeigen. Ihnen allen gemeinsam ist, dass Parkplätze auf einer Seite der Straße entfallen. Stattdessen könnten Sitzgelegenheiten aufgestellt werden. Bäume, entweder in mobilen Kästen oder eingepflanzt, könnten das Erscheinungsbild verbessern und die Straße attraktiver machen. Ein weiterer Vorschlag: Der Gehweg hoch zum Bahnhof könnte verbreitert werden, das schaffe auch Platz für Gastronomie.

Stadt und Architekturbüro verstehen die Untersuchung als ersten Baustein zu weiteren Planungsschritten. Die „Servicestelle Ortsmitten“ bietet mobile Pflanzelemente und Sitzgelegenheiten an, mit denen die Stadt einige der Vorschläge zeitweise umsetzen könnte. Darum will sich die Verwaltung jetzt kümmern, um Erfahrungen zu gewinnen.

Bei den Freien Wählern allerdings herrscht Skepsis, was den Nutzen der Studie angeht. Es sei bereits die vierte Untersuchung von Bahnhofstraße und Bahnhofsvorplatz, sagte ihr Sprecher Friedrich Köhler. Das Geld für die Studie wäre bei den Kommunen besser aufgehoben gewesen, um konkrete Planungen umzusetzen. Für Christian Herbst von der SPD dagegen sind Verbesserungen dringend notwendig. Die Bahnhofstraße sei „kein Schönheitsfleck“.

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