Besigheim: Parkplätze in Ottmarsheims Ortsmitte fallen weg

Diese Parkplätze in der Ottmarsheimer Ilsfelder Straße sollen auf Wunsch des Gemeinderats wegfallen.
Martin Kalb- Besigheimer Gemeinderat ändert Parkregeln in Ottmarsheim: Plätze in der Ortsmitte entfallen.
- Vor den Häusern Nr. 11, 22/1 und 34 soll das Parken wegfallen – Tempo soll sinken.
- Vorschlag der Verwaltung zum wechselseitigen Parken wurde zurückgezogen, CDU-Antrag setzte sich durch.
- SPD und BMU wollten mehr Wechselparken zum Schutz der Fußgänger, Anwohner unterstützten dies teils.
- Bürgermeister schloss sich der CDU an, da Messungen zeigten: Tempo 30 wird selten überschritten.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Auf der Umgehungsstraße von Ottmarsheim kommt man zwar schnell und sicher voran. Trotzdem nutzen viele Autofahrer nach wie vor die Ilsfelder Straße durch den Ortskern. Zum Ärger vieler Anwohner: Die Straße ist eng, die Seitenstreifen sind nicht als Gehwege ausgewiesen. Einen Bordstein gibt es nicht. Parkende Autos blockieren den Seitenstreifen. Das gefährdet die Fußgänger, die auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Kinder, die mittags aus dem Schulbus aussteigen, müssen ebenfalls die Fahrbahn überqueren. Diese Argumente brachten Anwohner am Dienstag in der Sitzung des Besigheimer Gemeinderats vor. Dort ging es um Änderungen in der Parkierung mit dem Ziel, die Straße sicherer zu machen und den Durchgangsverkehr zu reduzieren.
Prüfantrag der BMU-Fraktion war der Auslöser
Auslöser war ein Prüfantrag der BMU-Fraktion an die Verwaltung vom Juli des Jahres. Das Ergebnis war ein Vorschlag, den Gebhard Woll, der Leiter des Ordnungsamts, in der Sitzung vorstellte. Danach sollte das Parken künftig wechselseitig auf beiden Seiten der Straße erlaubt sein. Das zwingt Autofahrer bei Gegenverkehr zum Anhalten. Bisher darf auf der nördlichen Seite der Straße nicht geparkt werden. Der Seitenstreifen soll gegenüber den parkenden Autos mit Sichtzeichen oder Pollern abgesichert werden, schlug Woll vor.
Diese Lösung wäre Anwohnern durchaus recht gewesen, wie sie in der Bürgerfragestunde deutlich machten. Doch dazu kam es nicht. Ein Antrag der Freien Wähler, die bestehende Parkregelung im jetzigen Zustand zu belassen, wurde von den anderen Fraktionen zwar abgelehnt. Stattdessen einigte sich der Gemeinderat mit den Stimmen von CDU und Freien Wählern auf einen Antrag der CDU. Nach dem Willen der Fraktion soll die bisherige Parkregelung in der Ilsfelder Straße in den Grundzügen erhalten bleiben. Allerdings werden die Parkmöglichkeiten vor den Gebäuden Nummer 11, 22/1 und 34 entfallen. Auch diese Lösung zwingt Autofahrer nach Ansicht der CDU dazu, langsam zu fahren.
Keineswegs gehe es darum, das Parken auf der südlichen Straßenseite ganz freizugeben, betonte CDU-Stadtrat Ralf Luithle in der Sitzung. Die von Woll vorgeschlagene Lösung lehnte er ab, weil Autofahrer im Gegenverkehr in der engen Straße zurücksetzen müssten. Das schaffe vor allem Probleme, wenn der Linienbus oder landwirtschaftliche Fahrzeuge auf der Straße unterwegs sind. „Es geht darum, die Risiken des Begegnungsverkehrs zu mildern“, sagte Luithle.
Bürgermeister schließt sich dem Antrag der CDU an
Aus Sicht der Fraktionen von SPD und BMU wäre Wolls Vorschlag allerdings deutlich besser geeignet gewesen, die Autofahrer anzuhalten, langsam zu fahren. Lena Ebert vom BMU wies darauf hin, dass vor allem die Fußgänger durch die geänderte Parkierung geschützt werden sollen.
Zur Überraschung der Mitglieder des Gemeinderates und der anwesenden Ottmarsheimer schloss sich Bürgermeister Florian Bargmann in der Sitzung dem Antrag der CDU an. Er sehe ihn als Ergänzung zum Vorschlag der Verwaltung, begründete er sein Verhalten. Den Vorschlag Wolls zog er zurück. Woll hatte zuvor eingeräumt, dass die Autofahrer in der Ilsfelder Straße, wo Tempo 30 gilt, nur selten zu schnell fahren. Das haben Messungen ergeben. Für Bargmann war dies der Anlass zu der Bemerkung, dass wechselseitiges Parken zur Geschwindigkeitsreduzierung „objektiv nicht erforderlich“ sei.
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