Löchgauer Kirbe: Im Wohnzimmer der Gemeinde

Bürgermeister Robert Feil (rechts) führte während der Kirbe durch das zukünftige Bürgerzentrum im ehemaligen Sportgeschäft Trinkner und zeigte Pläne.
Martin Kalb- Löchgau plant ein Bürgerzentrum im ehemaligen Sportgeschäft Trinkner als „zweites Wohnzimmer“.
- Kosten: 2,5 Mio. Euro, Fläche 600 qm – etwa 36 Prozent Förderung durch Ortskernsanierung.
- Walk-ins zur Kirbe zeigten Pläne, Bürger stellten Fragen und gaben Anregungen.
- Open Library mit längeren Zeiten geplant, Zutritt mit Ausweis; Vandalismus gilt als geringes Risiko.
- Multifunktionsraum „Nagelfabrik“ für Vorträge und Treffen, Bühne muss wegen Pfeiler versetzt werden.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Gut besucht war die Löchgauer Kirbe, die in der Hauptstraße stattfand.
Martin KalbLöchgaus Bürgermeister Robert Feil sagte es ganz deutlich: „Das geplante Bürgerzentrum soll zum zweiten Wohnzimmer für alle Generationen werden und genau das wollen auch die Bürger.“ Sein Wunsch, der des Gemeinderats und der Bürger, wie sie bei einer Bürgerumfrage mitgeteilt hatten, sei es, dass die Aufenthaltsqualität im Ortszentrum durch das Bürgerzentrum im ehemaligen Geschäft von Sport Trinkner „erheblich gesteigert wird“. „Offen, gemütlich und für alle zugänglich“ soll es sein, so die Forderung bei der Bürgerumfrage. Es sei kein Zufall, dass die Kirbe in Löchgau am vergangenen Sonntag der Anlass ist, die Bürgerschaft zum ersten Mal in die Räumlichkeiten zu lassen. Die Kirbe sei einer der Veranstaltungen, die die Löchgauer in das Ortszentrum ziehe und dieses zum Treffpunkt mache. Feil hatte zu zwei sogenannten Walk-ins in das Geschäft geladen, bei denen er die Pläne für das Bürgerzentrum und die Open Library vorstellte.
Großes Interesse am Bürgerzentrum
Dutzende Bürgerinnen und Bürger kamen in das Geschäft, stellten Fragen und diskutierten sowohl mit Bürgermeister Feil als auch Quartiersmanagerin Anne Heß und Büchereileiterin Heike Feigl. Die beiden werden nach der Fertigstellung vor allem für die Belebung und Organisation des Bürgerzentrums zuständig sein. Für das wird im Übrigen noch ein Name gesucht. Dafür gibt es ab sofort einen QR-Code, über den Namensvorschläge gesammelt werden.
2,5 Millionen Euro soll das 600 Quadratmeter große Bürgerzentrum am Ende kosten, ungefähr 36 Prozent wird durch die Ortskernsanierung gefördert. Geld, das, so Feil, zum Mehrwert für die Gemeinde werde, weil es das Ortszentrum belebe, die Bürgerschaft zusammen bringe und Angebote für alle Generationen sowie Synergieeffekte für die Gemeinde schaffe. Noch 2027 sollen die Bau- und Förderungsanträge gestellt, die Planungen so weit fortgeschritten sein, dass man 2028 ein fertiges Bürgerzentrum habe. Feil, Hess und Feigl führten dann vom Eingang über die geplante Infotheke, die provisorisch schon aufgebaute Bühne, den Kinderbereich über das „Herzstück“ des Raumes, die sogenannte Nagelfabrik - ein Mehrzweckraum - hin zur Berghütte für Jugendliche. Aufkleber auf dem Boden und an den Wänden sowie visualisierte Pläne verdeutlichten, wie der Raum später aussehen soll. Selbst geplante Fenster waren sichtbar. Deutlich wurde auch, so Feil, dass es noch Raum für Änderungen gibt. Bei der Planung der Walk-ins wurde beispielsweise deutlich, dass die Bühne, dort, wo sie geplant ist, von einem Pfeiler gestört wird. „Also ist es notwendig, die Bühne zu versetzen, das wissen wir jetzt“, sagte der Bürgermeister.
Open Library und Multifunktionsraum
Die Anwesenden nahmen den Vor-Ort-Termin wahr, um zu fragen und Näheres zu erfahren. Ob die Fläche für die Bestände der Bücherei ausreiche, war eine Frage. „Wir haben die laufenden Meter der Bestände auf die Wandfläche hochgerechnet und es ist herausgekommen, dass wir das Dreifache unserer Bestände unterkriegen würden“, so Feil. Die Bücher sollen an den Wänden und in der Möblierung platziert werden. Die Open Library soll dann auch außerhalb der Öffnungszeiten mit Ausweis zugänglich sein. „Nicht 24/7, aber länger“, so Feil. Bei der Bürgerumfrage war der Freitag vor allem ein Wunschtag für verlängerte Öffnungszeiten. Andere Büchereien, wie in Ludwigsburg hätten schon die Möglichkeit, dass die Nutzer mit ihrem Ausweis in die Räumlichkeiten können. „Die Gefahr des Vandalismus ist bisher verschwindend gering, auch wir vertrauen da auf das soziale Gewissen“, sagte Anne Heß.
Auch das Interesse am „Herzstück“, dem Multifunktionsraum, der aussehen soll wie die Nagelfabrik war groß. Vorträge oder Treffen jeglicher Art könnten darin stattfinden. Geplant, so Feil auf Nachfrage, sei auch die Möglichkeit, bei Bedarf den Raum durch Lärmschutz zu schließen.
Wichtig, sagte Feil, bevor er die Anwesenden zur Kirbe entließ, seien vor allem die Beteiligung und die Ideen der Bürger, die auch während der Planungsphase einfließen würden. Und Heß betonte, dass jede Idee eines künftigen Angebots im Bürgerzentrum, ob von Vereinen, Institutionen oder Privatpersonen schon jetzt angenommen würde.
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