Ruhender Verkehr
: Nicht überall wird zur Kasse gebeten

In Bönnigheim, Sachsenheim und Löchgau kostet das Parken nichts. Ludwigsburg hingegen hat unterschiedliche Regelungen in der Parkraumbewirtschaftung.
Von
Gabriele Szczegulski,
Markus Wirth
Kreis Ludwigsburg
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Der Parkplatz am Sachsenheimer Bahnhof ist gebührenfrei und wird es vorerst auch bleiben. Auch auf den anderen Parkmöglichkeiten in der Stadt werden noch keine Gebühren erhoben.

Der Parkplatz am Sachsenheimer Bahnhof ist gebührenfrei und wird es vorerst auch bleiben. Auch auf den Parkmöglichkeiten in Löchgau und Bönnigheim muss nichts gezahlt werden.

Martin Kalb
  • Kommunen im Kreis prüfen Gebühren: Bietigheim-Bissingen erhöht Parkpreise, teils bisher gratis Plätze.
  • Ludwigsburg mit Zonenmodell: Innenstadt 3 €/h, Süd/Nord 2,30 €/h, West/Ost 1 €/h – teils Tagestickets.
  • Eglosheim: Parken mit Parkscheibe bis 2 Stunden gratis, Hochschulumfeld mit Automaten.
  • Sachsenheim, Löchgau und Bönnigheim verlangen keine Parkgebühren, teils mit Zeitlimits.
  • Besigheim hob Gebühren 2024 und zum 1. April 2025 an, Bewohnerausweis nun 120 € jährlich.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Den meisten Kommunen im Kreis geht es derzeit aus finanzieller Sicht alles andere als rosig. Eine Möglichkeit, zumindest ein Stück weit der Misere zu entkommen, ist die Erhöhung von Steuern und Gebühren. Der Gemeinderat der Stadt Bietigheim-Bissingen hat nun einer Erhöhung der Parkgebühren zugestimmt. Zudem sollen bislang kostenfreie Parkmöglichkeiten ebenfalls nur noch gegen Geld genutzt werden. Wie schaut es in anderen Städten und Gemeinden aus? Die BZ hat nachgefragt.

In Sachsenheim sieht man von einer Gebührenerhebung ab, wie Pressesprecher Arved Oestringer berichtet: „Nein, es sind keine Parkgebühren geplant. Im Zuge der Stadtentwicklung wurde das diskutiert und wird sicher in der Zukunft nochmal thematisiert. Zum aktuellen Zeitpunkt sind jedoch keine Gebühren vorgesehen.“

Unterschiedliche Gebühren in Ludwigsburg

Anders schaut es in Ludwigsburg aus. In der Barockstadt ist der Parkraum in drei Zonen eingeteilt, so die Pressereferentin Karin Brühl von der Stadtverwaltung: „Einmal in die Innenstadt, die südliche und nördliche Innenstadt sowie die West- und Oststadt.“ Zum letzten Gebiet zählen auch die Südstadt mit Teilen der Weststadt rund um den Bahnhof sowie eine Zone mit Parkscheibenregelung,  zu der Eglosheim zählt. In der Innenstadt zahlen Parkplatznutzer an den Straßenparkplätzen im Zeitraum von 8 bis 19 Uhr montags bis samstags bei einer Höchstparkdauer von zwei Stunden drei Euro pro Stunde, in der südlichen und nördlichen Innenstadt im gleichen zeitlichen Geltungsbereich sind es 2,30 pro Stunde, auch hier gilt eine Höchstparkdauer von zwei Stunden.

„Außerdem gibt es hier zusätzlich die Möglichkeit eines Tagestickets auf öffentlichen Plätzen, dies kostet 7,50 Euro.“ In der West- und Oststadt, so Brühl, sei pro Stunde ein Euro zu bezahlen, das Tagesmaximum liege bei sieben Euro. Brühl: „Das Monatsticket ist hier für 50 Euro zu haben.“ Hier sei aber auch eine Bewirtschaftung an Sonn- und Feiertagen zwischen 8 und 19 Uhr zu berücksichtigen. Im Bereich Eglosheim ist das Parken im Zeitraum von Montag bis Samstag zwischen 8 bis 19 Uhr gebührenfrei, es muss jedoch eine Parkscheibe gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe eingelegt werden. „Allerdings ist auch hier das Parken auf maximal zwei Stunden begrenzt“, so die Pressereferentin. Eine Ausnahme bildet das Umfeld der Hochschulen entlang der Eduard-Spranger-Straße und der Reuteallee. Hier wurden vor wenigen Jahren ebenfalls Parkscheinautomaten aufgestellt.

Im ersten Halbjahr 2027 solle zudem in Grünbühl-Sonnenberg eine Parkraumbewirtschaftung mit Parkscheibenregelung und Bewohnerparkvorrechten eingeführt werden, zudem gibt es  Überlegungen, Umfeld der Bismarckstraße eine Parkraumbewirtschaftung einzuführen.

Freies Parken in Löchgau und Bönnigheim

„Wir leben in der Stadt der Glückseligen“, sagt Bönnigheims Bürgermeister Albrecht Dautel. Die Stadt erhebe auf den öffentlichen Parkplätzen keine Parkgebühren. „Wir haben auch in absehbarer Zukunft nicht vor, Parkgebühren einzuführen“, so Dautel.

Die Gemeinde Löchgau hat erst vor Kurzem im Gemeinderat neue Regelungen für ihre öffentlichen Parkplätze beschlossen. Das wurde notwendig durch den neuen Parkplatz Nonnengasse und das darunter liegende neue Parkhaus sowie die kürzlich begonnene Sanierung der Hauptstraße (die BZ berichtete). Dadurch ist das Parkhaus derzeit nicht nutzbar. Allerdings nimmt die Gemeinde keine Gebühren für das Parken, hat aber die Dauer des Parkens beschränkt. In der Hauptstraße und auf dem Parkplatz Nonnengasse sind es zweieinhalb Stunden Kurzparkdauerzeit, im Parkhaus beträgt die Parkdauer maximal zehn Stunden. Dies werde auch, wenn die Hauptstraße saniert ist, konsequent kontrolliert, so Löchgaus Bürgermeister Robert Feil.

Besigheim erhöhte die Parkgebühren zweimal auf das Doppelte

Die Stadt Besigheim erhöhte schon 2024 die Parkgebühren auf das Doppelte. Damals stiegen die Gebühren für den Kelterplatz und die Tiefgarage von 50 Cent auf einen Euro. Im Parkhaus an der Enz müssen seitdem 20 statt zehn Cent pro Stunde bezahlt werden. Zum 1. April 2025 folgte bereits die nächste Gebührenerhöhung. Auf dem Kelterplatz und in der Tiefgarage kostet das Parken zwei Euro pro Stunde, abgerechnet wird pro halbe Stunde. Die erste halbe Stunde bleibt kostenlos. Teurer wurde es auch Auf dem Kies, beim Bauhof und in der Oberamteigasse: Dort kostet das Parken einen Euro statt 50 Cent pro Stunde. Die ersten zwei Stunden sind allerdings kostenlos. Im Enzparkhaus werden 50 Cent statt 20 Cent pro Stunde fällig. Auch die Besitzer eines Bewohner-Parkausweises müssen tiefer in die Tasche greifen: Er kostet 120 statt 50 Euro jährlich. Trotz der Erhöhung der Parkgebühren, so Besigheims Bürgermeister Florian Bargmann, sei die Zahl der Parkvorgänge gestiegen, um circa zwölf Prozent. Die Stadt Besigheim habe in der Altstadt nur begrenzte Parkmöglichkeiten und verfolge seit 2020 mit den Parkgebühren das Ziel „Parken am Rande der Altstadt“, so Bargmann.

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