Kreis Ludwigsburg
: CDU gewinnt beide Wahlkreise

Die AfD kann ihre Stimmen verdoppeln, die Linke gewinnt an Stimmen dazu. Die Wähler im Kreis Ludwigsburg strafen SPD, FDP und Grüne unterschiedlich stark ab.
Von
Claudia Mocek
Ludwigsburg
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Stimmabgabe zur Bundestagswahl am Sonntag in der Ganerbenschule in Bönnigheim.

/Martin Kalb

Verhalten war die Stimmung am Sonntagabend bei den CDU-Kandidaten im Landkreis Ludwigsburg. Fabian Gramling und Steffen Bilger hätten sich auf Bundesebene ein Ergebnis über 30 Prozent gewünscht, so wie es die Partei angestrebt hatte. Im Landkreis Ludwigsburg gingen die zwei Direktmandate wie auch bei der vergangenen Bundestagswahl 2021 an die CDU – mit über 30 Prozent der Stimmen. Beide Kandidaten legten damit im Vergleich zu 2021 deutlich an Stimmen zu.

Wie auch auf Bundesebene konnte die AfD in beiden Wahlkreisen ihre Stimmen verdoppeln. Gleiches gilt auch für die Linke. Die große Verliererin im Kreis waren SPD, FDP und die Grünen – sie büßten deutlich an Wählerstimmen ein.

Wahlkreis Neckar-Zaber

Im Wahlkreis Neckar-Zaber holte Fabian Gramling (CDU) das Direktmandat mit 39,3 Prozent Gramling konnte damit sein Ergebnis von 2021 um +8,9 Prozentpunkte verbessern – und setzte damit den bundesweiten Positivtrend seiner Partei fort.

Für die SPD erzielte Mario Sickinger 15,0 Prozent der Erststimmen (-7,5 Prozentpunkte).

Grünen-Direktkandidat Lars Schweizer konnte bei dieser Wahl 11,6 Prozent der Wähler von sich überzeugen. Sein Ergebnis war damit -4,1 Prozentpunkte schlechter als bei der vergangenen Bundestagswahl.

Der FDP-Direktkandidat Andrey Belkin erreichte 4,0 Prozent (-8,3 Prozentpunkte) der Erststimmen.

Dieter Glatting (AfD) erzielte 19,5 Prozent (+9,5 Prozentpunkte).

Julia Schlembach (Linke) gewann 5,1 Prozent der Stimmen (+2,8 Prozentpunkte).

Über die Zweitstimme erreichte die CDU im Wahlkreis Neckar- Zaber 33,1 Prozent (+8,1 Prozentpunkte) der Stimmen, die SPD 14,4 Prozent (-7,9 Prozentpunkte). Die Grünen erhielten 12,1 Prozent (-3,6 Prozentpunkte), die FDP 6,3 Prozent (-10,3 Prozentpunkte). Die AfD konnte 20,3 Prozent auf sich vereinen (+10,2 Prozentpunkte) und die Linke 5,3 Prozent (+2,7 Prozentpunkte). Die Wahlbeteiligung lag im Wahlkreis 266 bei 85,7 Prozent, damit +4,8 Prozentpunkte höher als bei der Bundestagswahl 2021.

Wahlkreis Ludwigsburg

Stimmenkönig im Wahlkreis Ludwigsburg wurde Steffen Bilger (CDU), seit 2009 direkt gewählter Vertreter des Wahlkreises. Er konnte 36,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, ein Zuwachs von +7 Prozentpunkten.

Macit Karaahmetoglu (SPD) konnte bei dieser Wahl mit 15,2 Prozent weniger Wähler (-3,2 Prozentpunkte) von sich überzeugen als noch 2021. Aber als zehnter der Landesliste zieht er voraussichtlich über die Zweitstimme in den Bundestag ein.

Auch Direktkandidatin Dr. Sandra Detzer (Grüne) verlor mit 16,0 Prozent (-4,3 Prozentpunkte) an Stimmen im Vergleich zu 2021. Als Fünfte der Landesliste wird auch sie voraussichtlich in den Bundestag einziehen.

Oliver Martin (FDP) holte bei dieser Bundestagswahl 5,1 Prozent der Stimmen und büßte damit -8,9 Prozentpunkte im Vergleich zu 2021 ein.

Martin Hess (AfD) schnitt mit 16,9 Prozent deutlich besser ab (+8,5 Prozentpunkte) als bei der letzten Wahl auf Bundesebene ab. Auch er war als Dritter der Landesliste abgesichert und wird in den Bundestag einziehen.

Nadja Schmidt (Linke) erzielte 6,2 Prozent der Erststimmen und verbessert damit das Ergebnis um +3,3 Prozentpunkte im Vergleich zur Bundestagswahl von 2021.

Das Ergebnis bei den Zweitstimmen fällt für die CDU besser aus als auf Bundesebene: Sie konnte 32 Prozent der Stimmen auf sich vereinen (+7,2 Prozentpunkte). Auf die SPD entfielen 15,1 Prozent der Stimmen (-6,7 Prozentpunkte). Die Grünen erhielten 14,9 Prozent der Stimmen (-3,5 Prozentpunkte). Die FDP konnte 6,4 Prozent auf sich vereinen (-9,8 Prozentpunkte). Die AfD gewann 16,9 Prozent der Stimmen im Wahlkreis 265 (+8,5 Prozentpunkte). Die Linke erhielt 6,9 Prozent der Zweitstimmen (+3,8 Prozentpunkte).

Die Wahlbeteiligung war im Wahlkreis 265 mit 84,5 Prozent höher als bei der Bundestagswahl 2021 (+4,7 Prozentpunkte).