Handball Oberliga Frauen: SG-Frauen siegen souverän

Da half auch kein Halten und Ziehen: Lena Vogt (am Ball) wurde zwischenzeitlich vom TSV Rot-Malsch in Manndeckung genommen. Doch die SG-Frauen fanden im Angriff stets gute Lösungen.
/Martin KalbFrüh in Führung gegangen, den Vorsprung vor der Pause ausgebaut und in der zweiten Halbzeit souverän den Heimsieg eingetütet – so lässt sich das letzte Oberliga-Spiel des Jahres der SG-Frauen zusammenfassen. Gegen den TSV Rot-Malsch überzeugten die Bietigheimerinnen in allen Belangen und sicherten sich am Samstag in der Sporthalle am Viadukt beim 36:25 (16:10) den fünften Saisonsieg. Damit geht das Team von Trainer Nico Gassner mit 11:13 Punkten und Platz sieben in die Winterpause.
Auf einem guten Weg
„Nach dem Sieg heute bin ich der Meinung, dass wir gut dastehen“, betont Gassner. „Die Oberliga war vor der Saison mit ganz vielen neuen Teams eine Wundertüte für uns. Meines Erachtens ist die Liga besser geworden als letztes Jahr.“ Gerade auswärts habe sich das Team oft schwergetan. Doch nach dem dritten Heimsieg in Folge sind die SG-Frauen in der seit dieser Spielzeit mit vielen badischen Teams vertretenen Oberliga gut angekommen. „Ich wäre noch zufriedener, wenn wir zwei Punkte mehr hätten“, schildert Gassner und weiter: „Aber wir sind auf einem guten Weg und wenn wir am Ende zwischen Rang vier und acht stehen, ist alles im grünen Bereich.“
Wenn die SG-Frauen nach der Winterpause regelmäßig so auftreten, wie am vergangenen Samstag gegen den TSV Rot-Malsch, können sie den Blick in der Tabelle nach oben richten. Gegen den TSV begannen die Bietigheimerinnen konzentriert und entschlossen. Vom recht physischen Spiel der Gäste ließen sie sich überhaupt nicht beeindrucken. Lilian Roith zeigte sich als Siebenmeter-Schützin fehlerfrei und verwandelte alle sechs Strafwürfe im Spielverlauf. Rot-Malsch blieb zunächst dran und verkürzte in der 15. Minute auf 8:7. Vor allem Mara Müller hielt die Gäste mit kraftvollen Würfen aus dem Rückraum im Spiel. Angetrieben von Lena Vogt, die das Angriffsspiel der SG gut organisierte, legten die Gastgeberinnen einen 5:0-Lauf hin (13:7). Mit einem Ballgewinn und einem erfolgreichen Tempogegenstoß sorgte Nurit Ostertag für den 16:10-Halbzeitstand.
„Wir hatten vor der Pause ein, zwei technische Fehler in unserem Spiel und hätten auch schon höher in Führung liegen können“, lautete Gassners Fazit.
Nach dem Seitenwechsel stellte Rot-Malsch taktisch um und versuchte, den Wirkungsgrad von Lena Vogt einzugrenzen.
Die richtigen Lösungen gefunden
„Uns war klar, dass sie etwas ändern und ausprobieren mussten, um wieder ranzukommen“, erklärt Gassner. „Mit der Manndeckung gegen Lena Vogt haben sie uns auch etwas aus dem Tritt gebracht. Aber wir haben dann wieder die richtigen Lösungen gefunden und unser Kreisläufer-Spiel hat wirklich gut funktioniert.“
Die SG agierte als Team und konnte die Comeback-Versuche der Gäste gut parieren. Als Carolin Vogt in der 51. Minute mit einem Treffer den Vorsprung erstmals in den zweistelligen Bereich zum 31:21 ausbaute, war die Partie entschieden. Am Ende siegten die SG-Frauen mit 36:25. „Alle haben ihren Part erfüllt – egal wer reinkam. Mehr kann man sich als Trainer nicht wünschen“, bilanzierte Gassner.
Am 24. Januar 2026 (20 Uhr) findet das nächste Ligaspiel der SG-Frauen statt. Dann gastiert das Oberliga-Schlusslicht TuS Helmlingen in der Sporthalle am Viadukt.
SG BBM Bietigheim: Gasior; H. Roith (1), Pribic (1), Chami (1/1), Bäuerle (5), Schäufele (1), Vnucec (2), C. Vogt (3), L. Roith (11/6), Schulz (2), Ostertag (1), Jooß (3), L. Vogt (5).