FSV 08 Bietigheim-Bissingen: Nullachter müssen sich mit einem Punkt zufrieden geben

Henry Strahl kam für den verletzten Jannik Dannhäußer ins Spiel und schlug die Flanke, die zum Ausgleich führte.
Julia RahnFehlende Moral kann man den Verbandsliga-Kickern vom FSV 08 Bietigheim-Bissingen nicht vorwerfen. Nachdem die Nullachter am letzten Spieltag beim Heimspiel gegen die SKV Rutesheim in der Nachspielzeit noch durch ein Eigentor der Gäste den 2:1-Sieg perfektmachen konnten, erzwang das Team von Trainer Daniel Zmpitas auch beim VfB Friedrichshafen am Samstag kurz vor Schluss ein Eigentor des Gegners. Somit nahmen die Bissinger zwar noch einen Punkt mit. Doch die im Spielverlauf dominierenden Gäste hatten es 90 Minuten davor verpasst, aus ihrer Überlegenheit mehr zu machen.
Entsprechend gemischt fiel dann auch die Bewertung von 08-Trainer Zmpitas aus: „Direkt nach dem Schlusspfiff muss man sich über den Punkt freuen, wenn so spät ein Tor fällt. Aber aufgrund des Spielverlaufs und der Torchancen waren wir uns alle einig, dass wir das Spiel auf jeden Fall gewinnen hätten müssen. Wir haben drei, vier Hochkaräter und gehen einfach viel zu fahrlässig mit unseren Chancen um.“
Der VfB Friedrichshafen überließ den Bissingern von Beginn an viel Ballbesitz. Auch von einem frühen Ausfall von Jannik Dannhäußer, der sich eine Muskelverletzung zugezogen und schon in der 15. Minute ausgewechselt werden musste, ließen sich die Nullachter nicht aus dem Konzept bringen. Zwar passten die Zuspiele im letzten Drittel oft nicht, dennoch erarbeiteten sich die Gäste zwei Großchancen in der ersten Halbzeit.
Zwei vergebene Großchancen
In aussichtsreichen Positionen ging ein Schuss von Auron Selimis aber über das Tor und ein ungenauer Abschluss von Roman Timoshenko konnte von VfB-Keeper Patrick Benz gehalten werden. Bei den Häflern ging im Spiel nach vorne nicht viel. Ein einziger Konter gelang den Gastgebern, der aber nichts einbringen sollte.
Nach dem Seitenwechsel zeichnete sich zunehmend ab, dass Friedrichshafen dem dauerhaften Spiel gegen den Ball Tribut zollen musste und die Kräfte nachließen. Doch wieder verpassten es die Bissinger aus ihren Torchancen mehr zu machen. Erneut war es Auron Selimi, der aus fünf Metern freistehend den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Auch Timoshenko scheiterte unmittelbar vor dem Kasten der Häfler.
Wie man effektiv agiert, verdeutlichte dann die Heim-Mannschaft. Auf der linken Seite setzte sich Samuel Lindinger durch und stand fast an der Grundlinie. Statt der erwarteten Hereingabe in die Box entschied sich der VfB-Mittelfeldspieler für den Schuss aufs Tor aus spitzem Winkel. Damit überraschte er 08-Keeper Ali Bozatzioglou, der den Ball zum 1:0 durch die Beine geschossen bekam (58.).
Comeback von Ikpide
Die Bissinger steckten nicht auf, wechselten unter anderem Kevin Ikpide ein und schnürten die nun noch tiefer stehenden Friedrichshafener regelrecht ein. Als die Gastgeber in der Nachspielzeit versuchten, an der eigenen Eckfahne auf Zeit zu spielen, eroberte Henry Strahl den Ball. Bevor seine Hereingabe auf den frei stehenden Mirhan Inan ankommen konnte, ging Verteidiger Nicolai Weissenbacher dazwischen. Doch dessen Klärungsversuch landete im eigenen Tor zum 1:1-Endstand.
Am kommenden Freitag (19 Uhr) steht für den FSV 08 Bietigheim-Bissingen das nächste Auswärtsspiel auf dem Spielplan. Dann sind die Nullachter zu Gast beim SV Fellbach.