FSV 08 Bietigheim-Bissingen
: Ein Wiedersehen mit dem Ex-Verein

Der FSV 08 Bietigheim-Bissingen empfängt am Freitag (19 Uhr) Calcio Leinfelden-Echterdingen. Ali Bozatzioglou stand letzte Saison noch zwischen den Pfosten der Italo-Schwaben.
Von
Manuel Schust
Stuttgart
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Nullacht-Keeper Ali Bozatzioglou trifft am Freitag auf seinen Ex-Verein, wenn Calcio Leinfelden-Echterdingen zu Gast am Bruchwald ist.

/Hansjürgen Britsch/Baumann
  • FSV 08 Bietigheim-Bissingen empfängt am Freitag (19 Uhr) Calcio Leinfelden-Echterdingen.
  • Beide Teams haben erst acht Punkte, FSV steht nach 1:2 in Fellbach auf einem Abstiegsplatz.
  • Torwart Ali Bozatzioglu trifft auf Ex-Verein – er spielte dort zuletzt und stieg einst in die Oberliga auf.
  • FSV hat viel Ballbesitz, nutzt Chancen schlecht und kassiert Konter, bereits 20 Gegentore.
  • Sperre für Ivanilson Guerra Matias über zehn Spiele; Fabio Carneiro de Carvalho fehlt verletzt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Nach der bitteren 1:2-Niederlage in Fellbach am vergangenen Freitag ist der FSV 08 Bietigheim-Bissingen in der Verbandsliga auf einen Abstiegsplatz durchgereicht worden. Um den Anschluss ans Mittelfeld wahren zu können, brauchen die Nullachter nun dringend Punkte. Dabei gilt es für die Bissinger vor allem aus dem Plus an Ballbesitz mehr zu machen und die Chancenverwertung deutlich zu optimieren. Am Freitag (19 Uhr) ist mit Calcio Leinfelden-Echterdingen ein Gegner zu Gast am Bruchwald, der wie der FSV erst acht Punkte im Rundenverlauf holen konnte. In der letzten Saison hütete Nullacht-Keeper Ali Bozatzioglou noch das Tor der Italo-Schwaben – und trug mit dazu bei, dass Calcio den Klassenerhalt schaffen konnte.

„Es ist natürlich ein besonderes Spiel für mich“, betont der 22-jährige Torwart. „So eine Vorfreude ist immer noch mehr da, wenn es gegen einen Ex-Verein geht. Ich kenne ja auch noch viele Spieler vom letzten Jahr.“

Von 2023 bis 2026 hütete Bozatzioglou das Tor der Blau-Weißen. Ursprünglich als Ersatzkeeper verpflichtet, eroberte er sich direkt den Nummer-eins-Status nach wenigen Spielen und stand in seinem ersten Jahr nach der A-Jugend beim SGV Freiberg in der Verbandsliga zwischen den Pfosten für Calcio.

„Das war eine schöne Entwicklung, die ich dort genießen konnte.“, blickt Bozatzioglou zurück. „Wir sind damals in die Oberliga aufgestiegen und das war wirklich eine richtig tolle Zeit.“ Es folgte im Jahr darauf zwar der direkte Abstieg zurück in die Verbandsliga, doch der beim TSV Münchingen ausgebildete Schlussmann erinnert sich gerne an seine drei Spielzeiten in Leinfelden-Echterdingen.

Im Sommer war es aber Zeit für eine neue Aufgabe für den Torhüter, der Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen als frühere Vorbilder nennt. „Das Gesamtpaket bei Nullacht hat für mich gepasst und deswegen habe ich mich auch für einen Wechsel nach Bissingen entschieden“, sagt Bozatzioglou.

Hinter den Erwartungen

Bei der Bruchwald-Elf fühlt er sich pudelwohl. Dass der gebürtige Stuttgarter mit den Nullachtern nach dem neunten Spieltag auf einem Abstiegsplatz stehen würde, hätte er nicht erwartet. „Es ist klar, dass wir nicht da sind, wo wir eigentlich stehen wollen“, sagt er. Doch er weiß auch, dass in der Verbandsliga „ziemlich körperbetont“ gespielt werde. Es dauere eine gewisse Zeit, bis man sich an die Spielweise gewöhnt hat. „Bei uns stimmen die Ansätze aber“, zeigt sich der junge Keeper überzeugt davon, dass die Mannschaft sich in eine gute Richtung entwickle. „Wir belohnen uns vorne leider nicht und haben hinten ab und zu Fehler drin, für die wir direkt bestraft werden.“

Insgesamt 20 Gegentore haben die Nullachter schon kassiert und stellen damit die fünftschlechteste Abwehr der Verbandsliga. Bei den meisten Treffern war der junge Torhüter völlig machtlos. „Es ist echt ärgerlich als Torwart, wenn du nur wenige Schüsse kriegst und nicht wirklich was machen kannst“, erklärt der in Münchingen wohnende Schlussmann. „Aber wir haben oft die größeren Spielanteile und kassieren dann Konter.“

Gegen seinen Ex-Verein erwartet Bozatzioglou „eine tief stehende Mannschaft, gegen die wir Torchancen kreieren und hinten kompakt stehen müssen.“

Lange Sperre für Guerra Matias

Eine Hiobsbotschaft erreichte die Nullachter am Donnerstag. Gegen den in Fellbach mit einer zweifelhaften Roten Karte vom Platz gestellten Ivanilson Guerra Matias wurde eine Spielsperre in Höhe von zehn Partien verhängt. Dabei hatte der 23-Jährige bei einem Gerangel in der Schlussphase zwischen Fellbacher und Bissinger Spielern nur zu schlichten versucht. Der Schiedsrichter sprach nach dem Spiel von einem „Würgegriff“, der zum Platzverweis geführt habe. In der Urteilsbegründung ist nun von einem Angriff von hinten im Gesichts- und Kopfbereich eines Gegenspielers die Rede. Auf den Videoaufnahmen ist das nicht zu erkennen.

„Das ist für uns völlig unverständlich“, sagte Nullacht-Trainer Daniel Zmpitas. „Wir müssen intern beraten, ob wir dagegen Protest einlegen werden.“

Neben Guerra Matias müssen die Nullachter gegen Leinfelden-Echterdingen auch auf Fabio Carneiro de Carvalho verzichten, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat.