Dr. Nicola Nienhues betreibt ein Impfzentrum
: 2500 Impfungen in vier Wochen

Dr. Nicola Nienhues betreibt das Impfzelt auf dem Hofmeister-Parkplatz in Bietigheim-Bissingen. Es wird sehr gut angenommen, sagt sie.
Von
Heidi Vogelhuber
Bietigheim-Bissingen
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Dr. Nicola Nienhues und ihr Mann Klaus betreiben das Impfzentrum bei Hofmeister. Kinder ab 4 Jahren werden geimpft.

Martin Kalb

Vor dem Impfzelt auf dem Parkplatz des Einrichtungshauses Hofmeister in Bietigheim-Bissingen ist was los. Autos kommen und fahren wieder. Menschen stehen in einer Schlange vor dem Zelt-Eingang und im Vier-Minuten-Takt kommen sie wieder heraus, schließen ihre Jacke. Doch von chaotischem Gewusel keine Spur, der Ablauf sitzt. „Muss ich das Formular bei der zweiten Impfung auch ausfüllen?“, fragt ein Mann, der mit seinen beiden Kindern zum Impfen da ist. „Ja, das ist leider notwendig“, sagt Klaus Nienhues, der am Empfang sitzt. Hektisch ist hier niemand und trotzdem läuft alles fix. Es wirkt fast familiär.

Dankbarkeit von Patienten

„Die Leute sind so dankbar“, berichtet Klaus Nienhues. Manche lassen auch Trinkgeld da, sie seien froh, dass das Impfangebot so niederschwellig sei. Ohne Termin könne man sich seinen Piks mit dem Wahl-Impfstoff abholen. „Die Leute wollen Biontech. Das ist so fest in den Köpfen drin. Auch wenn Moderna ein ebenso guter Impfstoff ist. Aber seit zwei Wochen bekommen wir so viel Biontech wie wir wollen, daher ist das kein Problem mehr“, sagt Klaus Nienhues, der seiner Frau, Dr. Nicola Nienhues, hilft. Als Selbstständiger könne er es sich einrichten, erzählt er.

Seine Frau betreibt zwei Arztpraxen in Bietigheim-Bissingen und eine weitere in Leonberg. Zum 1. Januar hat sie zusätzlich zu ihrer Praxis in der Berliner Straße die Praxis von Dr. Dieter Baumgärtner in der Gartenstraße übernommen. Der Hausarzt wolle langsamer machen und sich nach und nach in den Ruhestand zurückziehen, erklärt sie. Bis dahin sei er bei ihr angestellt und könne weiter Patienten betreuen.

Das bedeutet aber auch deutlich mehr Organisation, erklärt sie. Drei Praxen, ein Impfzentrum und ein Test-Container, das macht ein Volumen von 250 bis 300 Patienten am Tag. „Die Belastung für meine Mitarbeiter ist riesig. Ich habe aber ein tolles Team, das auch flexibel zwischen den Standorten wechselt, wenn nötigt“, lobt Nicola Nienhues. Alle zwei bis drei Wochen veranstaltet die Ärztin einen Kinder-Impf-Nachmittag, zuletzt am Mittwoch. „Kinder müssen zum Impfen angemeldet werden“, erklärt sie. Aus einer Ampulle könne man zehn Impfdosen bekommen. „Wenn nicht genügend Kinder zusammenkommen, müssten wir den restlichen Impfstoff wegwerfen.“ Das solle natürlich vermieden werden.

In den vier Wochen seit es das Impfzelt gibt, habe Nienhues mit ihrem Team über 2500 Menschen geimpft. Täglich seien es zwischen 70 und 150. Die Ärztin selbst ist ein bis zwei Mal die Woche vor Ort, sie muss ihre Zeit einteilen, um allen vier Standorten gerecht zu werden. Mindestens ein Arzt sei jedoch immer da. „Wir bleiben mit unserem Impfzelt hier, solange die pandemische Lage es verlangt“, ist sich das Ehepaar Nienhues einig.

Info Das Impfzelt ist von Montag bis Donnerstag von 10 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Freitags von 10 bis 17 Uhr. Erwachsene brauchen keinen Termin, Kinder von fünf bis elf Jahren müssen angemeldet werden.

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Dr. Nicola Nienhues impft in ihrem Impfzelt auf dem Hofmeister-Parkplatz auch Kinder. Von 4 bis 11 Jahren ist das Ausmachen eines Termins Pflicht, da nur an bestimmten Tagen Kinder geimpft werden.

Martin Kalb