Bietigheim-Bissingen: Was tut sich in der Altstadt?

Passanten in der Bietigheimer Altstadt. In den Geschäften hat es in jüngster Zeit einige Änderungen gegeben.
/Martin KalbDie Bietigheimer Altstadt entlang der Hauptstraße ist auch an Tagen, an denen kein Fest ist, belebt. Geschäfte und Restaurants laden zum Verweilen ein. In letzter Zeit hat sich bei den Gewerbeeinheiten in Altstadt wieder einiges getan.
Für die Stadt steht fest: Die Bietigheimer Altstadt ist nach wie vor ein attraktives Einkaufsziel, heißt es aus dem Presseamt. Das bestätigten „regelmäßige Untersuchungsergebnisse der IFH, welche uns eine sehr hohe Attraktivität bescheinigen“, so Anette Hochmuth, Leiterin des Presseamts.
Man sehe keinen Grund extra einen Innenstadt-Manager einzusetzen, da die Aufgaben eines solchen bereits auf mehrere Ämter und auch den Verein der Aktiven Unternehmer verteilt seien. „Da Leerstände über einen längeren Zeitraum in den 1A-Lagen der Innenstadt bisher erfreulicherweise auch kaum festzustellen sind, ist die Situation nach wie vor als gut zu betrachten“, so Hochmuth. Doch gemeinsam mit den Aktiven Unternehmern arbeite die Stadt daran, dass dies auch in Zukunft so bleibt.
Massage, Kleider und Kunst
In der Innenstadt hat sich in den vergangenen Monaten einiges bewegt. So zog in den ehemaligen Unterwäsche- und Bademoden-Laden an der Ecke zur Pfarrstraße eine Massage-Einrichtung ein. Im ehemaligen Donut-Geschäft in der Hausnummer 58 werden nun Bilder ausgestellt, die Galerie im Unteren Tor musste aufgrund der Renovierungsarbeiten aus ihren bisherigen Räumlichkeiten ausziehen und hat nun im oberen Teil der Altstadt neue Räumlichkeiten gefunden.
Brot in der „Ährensache“
Wer am Flair & Flowers im oberen Teil der Hauptstraße vorbeigekommen ist, dem werden die Kleider im Schaufenster auch schon aufgefallen sein. Christin Niethammer hat im hinteren Bereich noch ein Studio, in dem sie Secondhand-Brautkleider anbietet. Regelmäßig stellt sie neue Kleider ins Schaufenster. Sie hat sich nun mehr auf die Eventfloristik fokussiert, Blumen gibt es bei ihr im Laden so nicht mehr zu kaufen. Auf Bestellung gibt es aber im Laden weiterhin Blumen.
Gastronom Markus Koppe hat sein Angebot in der Altstadt erweitert. In unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Restaurant Koppes Tafelhaus und Koppes Feingemachtes gibt es nun auch den Laden „Ährensache“. „Wir hatten schon lange im Hinterkopf, selbst Brot zu backen und als dann dieser schöne Laden frei geworden ist, haben wir die Möglichkeit genutzt“, erklärt Koppe. Er möchte die Altstadt attraktiver machen und mit seinem Laden auch zum Verweilen einladen. So kann man in der Ährensache auch einen Kaffee trinken und dazu Kuchen oder Schneckennudeln essen.
Der Umbau sei etwas umfangreicher gewesen, berichtet Koppe, da direkt im Laden gebacken wird. „Natürliches Brot ohne Hefe“ und allerlei Produkte rund ums Backen gibt es seit Ende August nun in der Ährensache in der Hauptstraße zu kaufen. „Wir erweitern auch noch unser Sortiment und hören darauf, was sich unsere Kunden wünschen“, erklärt Koppe. Wie im Feingemachtes setzt er auch hier auf regionale Produkte.
Alter Bären, neues Pia
Beim Pferdemarkt wurde schon vor der Tür gefeiert und bald sollen auch die neuen Räumlichkeiten des Restaurants Pia, dem ehemaligen Bären, fertig sein. „Wir befinden uns auf der Zielgeraden. Diese Woche kommt die neue Küche rein und dann wird gleich die erste Karte trainiert“, freut sich Giosué Tolomeo, Pächter des früheren Bären. In rund fünf Wochen möchte Tolomeo endlich die Türen für seine Bietigheimer Gäste öffnen. Momentan ist er noch in einem B2B-Konzept in einem Restaurant im Stuttgarter Osten involviert. „In Stuttgart probieren wir gerade noch besondere Techniken aus und tüfteln an verschiedenen Gerichten für Bietigheim“, verrät der Gastronom. Er freue sich jetzt aber schon sehr auf Bietigheim, seine Heimat, „wenn ich Bietigheim-Bissingen meine Welt zeigen kann“.
Tanzschule
Am anderen Ende der Hauptstraße sieht es momentan eher nach Aus-, als nach Einzug aus. Die Tanzschule MoveMe ist aus den Räumlichkeiten der Bietigheimer Wohnbau ausgezogen. Momentan werden die Räume noch von der Untermieterin „Yoga mit Petra“ genutzt, die allerdings zum 10. Oktober zur TSG Bietigheim wechseln wird. „Wir sind zur Zeit noch in Gesprächen über den tatsächlichen Beendingungszeitpunkt des Mietverhältnisses“, heißt es auf Nachfrage bei der Bietigheimer Wohnbau. Wie es dort weitergeht, stehe noch nicht fest. „Sowohl eine Wiedervermietung, als auch Umbaumaßnahmen sind denkbar“, so die Wohnbau.
Für die Stadtverwaltung steht fest, dass die Attraktivität der Altstadt als Einkaufs- und Besuchsziel weiterhin gegeben ist. Erhebungen darüber, wie viele Besucher in der Altstadt einkaufen, gibt es nicht. Doch Passantenfrequenzzahlen, die zwischen Kronenplatz und Marktplatz unterwegs sind, erhebt die Stadt. So seien an speziellen Terminen wie zum Wunderland und dem Pferdemarkt oft weit über 100 000 Passanten unterwegs. An Markttagen wurden auch oft über 50 000 Menschen gezählt, so das Presseamt.