Bietigheim-Bissingen: Neuer Wind im ehemaligen Bullburger

Güney Dikme mit seiner Frau Ceyda und Tochter Liya. Dikme hat das ehemalige Lokal Bullburger gepachtet und catert auch im Kleinkunstkeller, für den auch Ideen hat.
/Martin KalbEigentlich bin ich Musiker, das Restaurant habe ich übernommen, weil ich mich erst einmal für den Kleinkunstkeller interessiert habe“, erzählt Güney Dikme, der neue Inhaber des ehemaligen Restaurants Bullburger am Durchgang zur Städtischen Galerie. Auch den Kleinkunstkeller bewirtet er. Online hatte er entdeckt, dass der Keller samt Lokal darüber gepachtet werden kann. „Ich war anscheinend der Erste der sich gemeldet hat“, erzählt der 43-Jährige.
Mit dem vorherigen Besitzer sei er in Kontakt. Dieser habe das Lokal aufgegeben, da er zum Schluss fast alles alleine gemacht habe und die Arbeitsbelastung zu hoch geworden sei, berichtet Dikme. Momentan wird das Lokal renoviert. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, zieht dann das „Galerie, Cafe & Restaurant CeMa“ ein. „Ohne meine Mutter hätte ich das gar nicht machen können, sie war 22 Jahre im Baron in Ludwigsburg und kümmert sich jetzt um die Gastro im CeMa“, sagt der Asperger Dikme.
Programm für Kleinkunstkeller
Für den Kleinkunstkeller hat er auch schon Pläne, die er dann noch mit der Stadt absprechen muss. Momentan laufen die Gespräche. „Wir sind da in einem guten Austausch. Die ersten Veranstaltungen im Januar für die Stadt, bei denen wir gecatert haben, liefen auch wirklich gut“, so Dikme. Griechische und türkische Abende, sowie Salsaabende und Stand Up Comedy kann er sich in den Kellergewölben gut vorstellen. Auch Konzerte mit verschiedenen internationalen Künstlern ebenso wie Auftritte mit der eigenen Band, stehen auf der Wunschliste für Dikmes Kulturprogramm. Immer monatlich wolle er Termine veröffentlichen und dann schauen wie es angenommen wird.
„Überall wird Stand Up gerade groß, nur hier in Deutschland ist das noch nicht so richtig angelaufen, ich dachte das passt hier ganz gut nach Bietigheim“, erklärt der 43-Jährige. Die meisten Kabarettabende des Kulturprogramms der Stadt sind zumindest regelmäßig ausverkauft. Das Lokal „CeMa“ soll ein Treffpunkt für jedes Alter werden, denn Cema kommt aus dem Persischen und bedeutet „unser Haus“. Ein „Haus“, das Dikme mit Unterstützung seiner Familie aufbauen wird, denn auch ein Cousin, der aus der Gastronomie kommt, wird ihn im neuen Lokal unterstützen. „Wir sind ein richtiges Familienunternehmen“, lacht der Asperger und fügt hinzu, dass es ohne die familiäre Unterstützung für ihn nicht machbar wäre.
„Multikulti-Küche“ in „CeMa“
„Wir wollen bereits ab 11 Uhr öffnen, es wird Kaffee und Kuchen sowie ein breites Speisenangebot geben. Von Pinsa über Burger und Salate, da ist für jeden etwas dabei. Meine Mutter kocht eine Multikulti-Küche“, sagt der neue Pächter. Auch ein Mittagstisch mit drei verschiedenen Tagesessen wird im CeMa angeboten.
Eröffnet wird das „CeMa“ sobald alle Renovierungsarbeiten abgeschlossen und die Möbel in den Räumen sind. Auch für den Kleinkunstkeller hat der Musiker noch einige Ideen. „Da möchte ich sehr gerne später etwas investieren, in Absprache mit der Stadt. Aber erst einmal muss ich sehen wie es hier in Bietigheim anläuft.“