Bietigheim-Bissingen
: Fachkräftemangel: Firmen brauchen die Eltern am Arbeitsplatz

Dürr, Porsche und Valeo setzen auf Flexibilität und sehen einen großen Bedarf an Kinderbetreuung in Bietigheim-Bissingen.
Von
Petra Neset-Ruppert
Bietigheim-Bissingen
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Auch die Firmen wünschen sich Verbesserungen bei der Kinderbetreuung. Sie versuchen Eltern durch flexible Arbeitszeiten zu unterstützen.

/Daniel Naupold/dpa

Für Firmen, die händeringend Fachkräfte suchen, steckt in jungen Eltern ein wichtiges Potenzial. Viele Firmen seien froh, auch um Teilzeitkräfte: „Der Arbeitsmarkt ist momentan aus Unternehmenssicht angespannt. Insofern ist es gut, wenn Eltern, die arbeiten wollen und eine gute Betreuungslösung für ihre Kinder haben, zur Verfügung stehen“, erklärt Mathias Christen von der Pressestelle der Dürr AG. Doch gerade an der zuverlässigen Kinderbetreuung hapere es bei vielen Eltern. Viele Firmen versuchten, ihren Mitarbeitern entgegenzukommen. Christen verweist darauf, dass es bei Dürr ein flexibles Arbeitszeitsystem mit Gleitzeit- und Lebensarbeitszeitkonten gibt sowie ohne feste Kernarbeitszeit gearbeitet werden kann. Außerdem gibt es im Metalltarifvertrag die TZGU-Regelung, durch die Arbeitnehmer mit Kindern jährlich acht freie Tage für die Kinderbetreuung nehmen können.

Firmen-Kitas?

Dürr habe auch eine Kooperation mit der städtischen Kita Malefiz. Dort gibt es ein Kontingent von 15 Plätzen für Mitarbeiterkinder. Eine Kita gemeinsam mit Porsche und der Stadt zu bauen sei vor einigen Jahren angedacht gewesen, konnte jedoch mangels eines geeigneten Grundstücks bisher nicht realisiert werden.

Auch Porsche ist sich des Problems bewusst und versucht, den Eltern entgegenzukommen: „Sollte in Notfällen keine Betreuung verfügbar sein, ermöglichen wir Eltern, ihre Kinder vorübergehend mitzubringen. Mit kleinen mobilen ‚Spielzimmern’ gewährleisten wir eine vorübergehende Beschäftigung der Kinder“, erklärt Lena Rachor von der Porsche-Pressestelle.

Das Unternehmen Valeo setzt ebenfalls auf Flexibilität, sieht jedoch die Probleme der Eltern: „Wir sehen einen großen Bedarf an externer Kinderbetreuung und zugleich ein zu geringes Angebot. Wir würden es daher begrüßen, wenn das Angebot erweitert werden würde. Ich fände es gut, wenn unter Federführung der Stadt das Gespräch hierzu mit den Unternehmen in Bietigheim gesucht werden würde“, erklärt Berthold Guss, Site General Manager & HR Director bei Valeo.