BBL-Pokal: Riesen verspielen Viertelfinal-Einzug

Für Julis Baumer (am Ball) und die MHP Riesen endet der Pokal-Wettbewerb mit dem Aus im Achtelfinale.
Sascha Walther- Ludwigsburg scheidet im BBL-Pokal aus: 72:75 gegen Rasta Vechta nach 20-Punkte-Führung.
- Nach starkem 49:29 zur Pause brach das Team nach dem Seitenwechsel ein.
- Vechta drehte mit hoher Intensität auf – Trice traf 33 Sekunden vor Schluss zum 72:74.
- Ein misslungenes Alley-Oop und ein Airball verhinderten den Ausgleich der MHP Riesen.
- Trainer Carles Durán kritisierte die Guards und sprach von einer verpassten großen Chance.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Nach der ersten Halbzeit sah alles nach einem lockeren Viertelfinal-Einzug für die Riesen im BBL-Pokal aus. Die Ludwigsburger lagen nach zwei Vierteln verdient mit 20 Punkten vorne und setzten ihr Spiel gegen die harmlosen Gäste aus Vechta gut um. Doch in Durchgang zwei kamen die Schwaben völlig aus dem Rhythmus, verspielten kurz vor Schluss ihre Führung und mussten das bittere Pokal-Aus hinnehmen.
Die Gelb-Schwarzen starteten in die Partie mit Patrick Cartier, Darius Perry, Julis Baumer, Elijah Hughes und Tommy Rutherford, der den Riesen bis zum Saisonende erhalten bleiben wird. In einer unruhigen Anfangsphase brachten D’Mitrik Trice und Dominik Dolic Vechta zunächst in Führung (9:10). Doch die Offensive der Barockstädter kam anschließend ins Rollen. Auch weil sie gut unter den Körben arbeiteten und die Intensität hochhielten. Gäste-Trainer Christian Held nahm beim Stand von 15:10 eine schnelle Auszeit. Doch ausbremsen konnte er die Offensive der Riesen damit nicht. Nach einem Steal von Kapitän Yorman Polas Bartolo ging es ganz schnell nach vorne und Maxwell Dongmo Temoka schloss den Fastbreak per Dunk ab. Polas Bartolo traf anschließend einen Dreier aus der Ecke und der 11:0-Zwischenspurt bescherte den Ludwigsburgern einen klaren Vorsprung nach den ersten zehn Minuten (21:15).
Angeführt von Elijah Hughes, der drei Distanzwürfe einnetzen konnte, bauten die Schwaben ihre Führung weiter konsequent aus. Vechta hatte große Probleme, sich gute Würfe herauszuspielen. Die hohe Zahl der Ballverluste und die Unterlegenheit bei den Rebounds machte die Aufgabe für die Niedersachsen nicht leichter. Nach einem Steal von Julis Baumer traf Patrick Cartier einen offenen Dreier zum 40:24. Die Schwaben hatten nach 19 Minuten bereits doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie die Gäste und gingen mit einem 49:29 in die Kabine.
Vechta gibt nicht auf
„Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass das Spiel noch nicht vorbei ist und wir noch eine Chance haben“, schilderte Gäste-Trainer Christian Held nach dem Spiel in der Pressekonferenz. Vechta kam nun mit hoher Intensität auf das Spielfeld zurück und erzielte die ersten zehn Punkte nach dem Seitenwechsel.
Auch von der Intensität her waren die Gäste jetzt auf Augenhöhe mit den Riesen, die viel zu foulintensiv verteidigten und im Offensivspiel desorientiert wirkten. Trainer Carles Durán zitierte seine Mannschaft direkt zur Auszeit. Baumer, Rutherford und Justin Kier brachten die Riesen wieder zurück in die Spur und stellten beinahe wieder den alten Vorsprung her (60:42). Doch Rasta kämpfte sich erneut heran. Dominik Dolic versenkte einen Dreier, nachdem zuvor Vechtas Justin Edler-Davis bei seinem Distanzwurfversuch auf David Joplins Fuß gelandet war. Edler-Davis knickte böse um und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht das Spielfeld verlassen. Die Schiedsrichter überprüften die Szene auf Video und entschieden auf unsportliches Foul. Tibor Pleiß verwandelte die hierfür fälligen drei Freiwürfe und brachte die Rastaner weiter heran. Nach einer 20-Punkte-Führung zur Halbzeit ging es für die Riesen mit einem mickrigen Vorsprung von zwei Punkten ins Schlussviertel (60:58).
Durch Punkte von Rutherford und Joplin starteten die Riesen gut ins vierte Viertel. Doch Vechta hielt weiter dagegen: Pleiß punktete vorne und räumte hinten Justin Kier mit einem Block ab. Die Gäste ließen sich nicht abschütteln – auch als Darius Perry fünf Minuten vor Ende einen wichtigen Dreier traf. Durch Zähler von Armaan Franklin kam Vechta schließlich bis auf einen Zähler heran.
Die Partie kippt endgültig
33 Sekunden vor Ende war es dann soweit: D’Mitrik Trice brachte die Gäste erstmals seit der Anfangsphase in Führung und konterte nach einem Treffer von Riesen-Spielmacher Darius Perry mit einem Dreipunktewurf zum 72:74.
Nach einer Auszeit misslang den Riesen zehn Sekunden vor Schluss ein Alley-Oop-Anspiel auf Hughes. Vechtas schnell gefoulter Matt Lewis traf zwar nur einen seiner beiden Freiwürfe zum 72:75. Doch Justin Kiers Versuch mit einem schwierigen Distanzwurf noch auszugleichen, endete mit einem Airball. Auch eine weitere Chance auf den Ausgleich konnten die Riesen nach einem langen Einwurf, der im Aus landete, nicht verwerten. Somit verpassen die MHP Riesen im vierten Jahr hintereinander den Einzug ins Pokal-Viertelfinale.
„Glückwunsch an Vechta, die bis zur letzten Sekunde gekämpft haben. Wir haben anfangs sehr gut gespielt, aber danach sind wir verschwunden. Unsere Guards haben furchtbar gespielt. Wir haben heute eine große Chance verpasst“, fasste Riesen-Trainer Carles Durán zusammen.
Für die Ludwigsburger geht es in der Bundesliga am kommenden Samstag (20 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Bonn weiter.