Basketball Bundesliga: Riesen verlieren Herzschlagfinale

Auch 24 Punkte von Ish Leggett (am Ball) reichten am Ende für die MHP Riesen Ludwigsburg nicht, um gegen die EWE Baskets Oldenburg den Heimsieg zu holen.
Sascha Walther- Ludwigsburg verliert zu Hause gegen Oldenburg knapp mit 72:74 nach Aufholjagd.
- Ish Leggett war Topscorer mit 24 Punkten, scheiterte jedoch im letzten Angriff.
- Oldenburg führte zeitweise zweistellig, Ludwigsburg glich kurz vor Schluss zum 72:72 aus.
- Zwei vergebene Oldenburg-Freiwürfe blieben folgenlos, da Johnson den Offensivrebound holte und traf.
- Vierte Saisonniederlage im achten Spiel – Trainer Durán kritisiert Defense und Rebounding.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
„Wir haben eine große Chance liegengelassen“, sagte der sichtlich enttäuschte Riesen-Trainer Carles Durán nach Spielende bei der Pressekonferenz. Angetrieben von ihren Fans hatten die Schwaben gegen die EWE Baskets Oldenburg am Sonntag eine Aufholjagd in der MHP Arena gestartet und einen zweistelligen Rückstand egalisieren können. Doch bei Gleichstand in der Schlussminute wurde Ludwigsburgs Topscorer Ish Leggett zum tragischen Helden.
Mit nur zehn Spielern waren die Gäste aus Niedersachsen angereist und hatten die letzten fünf Pflichtspiele verloren. Früh übernahmen die Riesen die Führung. Yorman Polas Bartolo traf einen Dreier und Ish Leggett legte mit einem Korbleger nach. Oldenburg tat sich anfangs schwer und leistete sich vier schnelle Ballverluste. Gäste-Trainer Milenko Bogicevic hatte nach fünfeinhalb Minuten und einem Rückstand von sechs Zählern (11:5) genug gesehen und zitierte seine Mannschaft zur Auszeit. Aus der kam bei den Niedersachsen vor allem Nate Johnson wie ausgewechselt. Der Shooting Guard netzte drei Distanzwürfe eiskalt ein und Oldenburg behielt so nach zehn Minuten knapp die Oberhand (19:22).
Riesen geraten ins Hintertreffen
Auch zu Beginn des zweiten Viertels waren die Gäste tonangebend. LeTre Darthard erzielte fünf schnelle Punkte und brachte die Baskets mit acht Zählern in Führung (21:27). Doch die Riesen ließen sich nicht abhängen. Gerade mal 32 Sekunden brauchten die Gelb-Schwarzen, um durch Distanzwürfe von David Joplin und Darius Perry wieder auszugleichen. Mit einem weiteren Dreier brachte Joplin, die Riesen sogar wieder in Front (30:29).
Das Spiel wurde nun zerfahrener. Ludwigsburg leistete sich defensive Abstimmungsfehler, die Trainer Durán an der Seitenlinie ein ums andere Mal entsetzt aufschreien uns gestikulieren ließen. Das nutzte Oldenburg gut aus. Mit einem Dreipunktspiel sorgte Baskets-Spielmacher Jeremy Roach dafür, dass die Gäste zur Halbzeit mit 44:39 vorne blieben.
Zehn Punkte Rückstand
Nach dem Seitenwechsel brachte Oldenburgs Scharfschütze Johnson die Niedersachsen mit acht Punkte in Führung. Auch ein technisches Foul gegen Riesen-Trainer Durán, der sich über das dritte Foul gegen Cartier beschwerte, sorgte dafür, dass Oldenburg den Vorsprung an der Freiwurflinie erstmals in den zweistelligen Bereich (44:54) schrauben konnte. Die Partie wurde nun hitziger und die Riesen, bei denen weiter Leggett die einzig echte Konstante in der Offensive blieb, holten nun Punkt für Punkt auf. An der Freiwurflinie besorgte Elijah Hughes den Ausgleich kurz vor Ende des dritten Viertels (59:59).
Zu Beginn des Schlussabschnitts warf Joplin die Riesen in Front. Es war nun ein Spiel verpasster Chancen und auf beiden Seiten. Oldenburg stabilisierte sich als erstes Team: Seth Hinrichs und Demajeo Wiggins gaben den Niedersachsen die Führung zurück und Ludwigsburg lag drei Minuten vor Ende mit sechs Zähler hinten (65:71). Durán verzichtete auf den glücklosen Spielmacher Perry im Schlussviertel. Auch für Justin Kier sollte es ein gebrauchter Tag bleiben.
Dramatische Schlussphase
Das Spiel der Riesen war nun auf Ish Leggett zugeschnitten. Und der nahm das Heft in die Hand. 38 Sekunden vor Ende gelang ihm durch einen Korbleger der umjubelte 72:72-Ausgleich. Doch nach zwei verworfenen Freiwürfen von Oldenburg konnten die Riesen sich den Defensivrebound nicht sichern. Stattdessen holte sich der Oldenburgs Johnson das orangene Leder und netzte nach Foul gegen ihn zwei Freiwürfe ein. Ish Leggett scheiterte hingegen im letzten Angriff zweifach und die Riesen mussten eine bittere 72:74-Niederlage hinnehmen. Durch die vierte Saisonniederlage im achten Spiel fallen die Riesen in der Tabelle zurück auf Rang zehn.
„Oldenburg war heute besser als wir“, sagte Trainer Durán nach der Partie. „Wir hatten defensiv und bei den Rebounds Probleme. Am Ende haben wir einige Fehler gemacht und zum Beispiel den letzten Rebound nicht geholt.“
Bereits am kommenden Freitag (20 Uhr) sind die Riesen zu Gast bei Aufsteiger Phoenix Hagen.

