Waldkindergarten in Schömberg: Stadt will zunächst einen Bauwagen für den neuen Kindergarten

Einen Bauwagen (hier am Naturkindergarten Hechingen) soll es für den Waldkindergarten in Schömberg geben.
Stephanie ApeltMit der Option auf einen zweiten Bauwagen hat der Gemeinderat Schömberg am Mittwochabend einstimmig über den geplanten Waldkindergarten am Palmbühlkapf entschieden: Eine Genehmigung für zwei Bauwagen soll es demnach für drei Jahre geben. Gestartet werde zunächst mit einem Bauwagen. „Wenn die Nachfrage für mehr da ist, kann man einen zweiten bestellen“, sagte Bürgermeister Karl–Josef Sprenger. Die Verwaltung habe eine Bedarfsabfrage unter Eltern gestartet.
Die Verwaltung hatte bei mehreren Firmen Angebote für Bauwagen beziehungsweise Container eingeholt. Ein Bauwagen inklusive Toilette und Küchenzeile koste um die 120 000 Euro, ein Container käme in der Anschaffung etwas günstiger, erklärte Hauptamtsleiter Joachim Heppler. Zu den Beschaffungskosten kommen noch Kosten für die Verlegung einer Wasserleitung, eines Abwasserkanals und eines Stromanschlusses.
Bauwagen schöner als Container
Ein Bauwagen mache optisch mehr her und sei mit seinen Rädern auch mobiler, sagte Sprenger. Und er bräuchte kein Fundament, im Gegensatz zum Container. Dies erleichtere voraussichtlich auch das Genehmigungsverfahren, meinte Heppler. Der Bauwagen mit den Maßen drei auf zwölf Meter biete Platz für eine Kindergartengruppe mit maximal 20 Kindern.
Zügiger Kita–Start
Sobald das Landratsamt Zollernalbkreis in Balingen die Genehmigung erteilt, könne es dann zügig gehen mit dem Kita–Start, sagte der Bürgermeister. Die Wartezeit für Bauwägen beträgt Heppler zufolge etwa drei Monate, für Container wäre sie etwas kürzer.
Einen Vorschlag eines Gemeinderats, der als Standort für den Kindergarten als „Erlebniskindergarten“ einen Bereich am oberen Sportplatz vorsah, lehnte die Verwaltung ab. „Da wäre ein immissionsschutzrechtliches Gutachten notwendig“, sagte Bürgermeister Sprenger.
Die von der Stadt vorgeschlagenen Standorte im Bereich Palmbühl waren von den Fachbehörden in Bezug auf den Natur– und Vogelschutz zunächst abgelehnt worden. Mehr dazu lesen Sie hier:

