Solarstrom in Rosenfeld: PV-Anlagen auf den Dächern der Kläranlagen

Auf den Dächern der Kläranlagen in Rosenfeld, Heiligenzimmern und Bickelsberg soll mit PV-Anlagen Solarstrom erzeugt werden. Vorausssichtlich gehen sie schon Ende November in Betrieb.
Marijan Murat/dpa (Symbolbild)- Rosenfeld rüstet Kläranlagen in Rosenfeld, Heiligenzimmern und Bickelsberg mit PV aus.
- Geplanter Start: Die Anlagen sollen bis Ende November installiert und in Betrieb gehen.
- Laut Energieagentur amortisieren sie sich wegen hohen Strombedarfs spätestens nach sechs Jahren.
- Danach spart die Stadt dauerhaft Energiekosten und entlastet den Gebührenhaushalt.
- Auftrag an Smundo GmbH für rund 119.500 Euro – Gemeinderat stimmte zu, ein AfD-Stadtrat dagegen.
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Mit einer Investition in Sonnenstrom will die Stadt Rosenfeld langfristig Energiekosten sparen. Auf den Dächern der Kläranlagen in Rosenfeld, Heiligenzimmern und Bickelsberg sollen Photovoltaikanlagen entstehen. Seit dem Jahr 2000 setzt Rosenfeld konsequent auf Solarenergie, erläuterte Michael Rottmayr von der Energieagentur Zollernalb. Er war in der jüngsten Gemeinderatssitzung Rosenfelds zu Gast. In den vergangenen beiden Jahren habe die Stadt den Ausbau nochmals deutlich beschleunigt.
Obwohl die Einspeisevergütung künftig vermutlich ganz wegfalle, lohne sich der Ausbau. „Die Anlage lohnt sich rein durch den Eigenverbrauch“, sagte der Fachmann. Nach Berechnungen der Energieagentur amortisieren sich die Anlagen aufgrund des hohen Strombedarfs der Klärwerke spätestens nach sechs Jahren. „Das ist wirklich eine sehr kurze Zeit“, betonte Rottmayr. Bei einer erwarteten Lebensdauer von mindestens 20 Jahren könne die Stadt anschließend dauerhaft Energiekosten einsparen und damit den Gebührenhaushalt entlasten. Die Photovoltaikanlagen sollen bis Ende November installiert und in Betrieb genommen werden.
AfD-Stadtrat übt Kritik am Vorhaben
Mit dem Gemeinderatsbeschluss ist der Weg für die Umsetzung frei. Den Zuschlag erhielt die Rosenfelder Firma Smundo GmbH. Das Unternehmen setzte sich mit einem Nettoangebot von rund 119.500 Euro gegen einen weiteren Bieter durch.
Kritik an dem Vorhaben äußerte daraufhin AfD-Stadtrat Erik Wille. Er habe zwar selbst eine Photovoltaikanlage auf seinem Hausdach, betonte er. Erneuerbare Energien könnten sich jedoch ohne Subventionen nicht am Markt behaupten, die Finanzierung erfolge letztlich über Steuergelder. „Das ist gegen das Wohl der Einwohner“, sagte Wille.
Widerspruch kam von Stadträtin Gabi Bihr (Freie Wähler). Erneuerbare Energien erzeugten umweltfreundlich Strom, entgegnete sie. Zugleich fragte sie Wille, welchen alternativen Vorschlag er habe. Als Wille daraufhin zu einer grundsätzlichen Debatte über die Bundespolitik ansetzen wollte, griff Bürgermeister Thomas Miller ein. „Wir machen hier keine Bundespolitik“, sagte er.
Bei der Abstimmung folgte der Gemeinderat der Vergabeempfehlung. Lediglich AfD-Stadtrat Erik Wille votierte gegen den Beschluss.

