Ferienjob in Dotternhausen
: So hat ein 16-Jähriger seine Zeit im Bauhof erlebt

Zwei Wochen lang war der 16-jährige Chris Schatz als Ferienjobber für die Gemeinde Dotternhausen tätig. Das ehrlich verdiente Geld finanziert ihm ein bisschen Luxus.
Von
Jennifer Dillmann
Dotternhausen
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Ferienjobber Chris Schatz (Mitte) unterstützte den Bauhof-Mitarbeiter Marc Meyer (links) bei seinen täglichen Aufgaben. Mit seiner Arbeit zeigten sich das Bauhof-Team und Tobias Peter vom Personalamt (rechts) zufrieden.⇥

Jennifer Dillmann

Während andere in ihren Ferien auf der faulen Haut liegen und die Sommersonne genießen, ließ sich Chris Schatz trotz schweißtreibendem Wetter die Motivation nicht nehmen. Er war zwei Wochen, nämlich ab dem 14. August bis heute, als Ferienjobber für den Bauhof in Dotternhausen tätig.

„Es hat viel mit Rasenmähen zu tun“, schaut er auf sein Tätigkeitsfeld zurück. Obwohl er bereits im eigenen Garten Erfahrungen damit gesammelt hat, war er überrascht darüber, wie viel an Arbeitszeit die Rasenflächen in dem knapp 2000-Seelen-Ort am Fuße des Plettenbergs in Anspruch nehmen. „Es hat ziemlich lange gedauert“, bemerkt er. Allein der Friedhof beispielsweise beanspruchte fast einen ganzen Tag.

Tätigkeitsfeld im Ferienjob

Darüber hinaus musste er Hecken schneiden, Blumen gießen, auch mal beim Hausmeister aushelfen und Risse im Gehweg teeren. Betreut wurde er in der Zeit vor allem von Marc Meyer, der Mitarbeiter beim Bauhof ist. Dieser zeigte sich zufrieden mit dem 16-Jährigen. „Unterstützung ist ein Ferienjobber auf jeden Fall“, so Meyer.

Schatz hat seit Kurzem seinen Werkrealschulabschluss in der Tasche und beginnt nach den Sommerferien seine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker beim „Auto-Team“ in Balingen.

Erste Berufserfahrungen

„Es ist nicht das erste Mal, dass ich gearbeitet habe“, erzählt der Dotternhausener. So hat er bereits viele Praktika absolviert, unter anderem in den Osterferien bei seinem zukünftigen Arbeitgeber.

Auch die Arbeitszeit von sieben bis halb vier „war nicht so schlimm“, da er nach der Prüfungsphase viel freie Zeit für sich hatte. Zu seinen Hobbys gehören die wöchentlichen Übungen bei der Freiwilligen Feuerwehr und das Programm der Pfadfinder in Frommern, mit denen er drei Wochen lang auf Sommerlager in Italien war.

Geld bereits ausgegeben

Außerdem verbringt er gerne einfach Zeit zu Hause. Dort darf er schon bald seinen neuen Computer platzieren. „Das Geld, das ich hier verdiene, fließt alles in meinen PC“, gibt er seine Motivation preis, „In dem Sinne ist schon wieder alles ausgegeben.“ Der Technik-Spaß ist nämlich bereits bestellt und dürfte in nächster Zeit eintrudeln.

Abgesehen von Schatz war noch ein weiterer Ferienjobber tätig. Dieser begleitete jedoch den Hausmeister und half beispielsweise im Schulgebäude dabei, Tische umzustellen und die Aufenthaltsflächen im Außenbereich sauber zu halten. Nach seinem Einsatz zu Beginn der Sommerferien ging es für ihn in den Familienurlaub.

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