Noch haben die Anwohner in Zimmern unter der Burg Zeit, sich für einen Kandidaten zu entscheiden. An diesem Sonntag, 22. Januar, wählen sie ihren neuen Bürgermeister. Beworben haben sich Marc-Oliver Schwarz und Walter Sieber. Beide standen unserer Zeitung für ein Kurzinterview Rede und Antwort.

Kandidat Marc-Oliver Schwarz

Herr Schwarz, angenommen, Sie werden neuer Bürgermeister in Zimmern. Was steht als Erstes auf Ihrer Agenda?

Zunächst möchte ich die ruhenden Prozesse, die ich in Gesprächen mit den Gemeinderäten in Erfahrung gebracht habe, wieder aufnehmen und voranbringen.

Wo und wie werden Sie den Wahltag verbringen?

Ich werde den Tag zu Hause mit meiner Familie verbringen und abends pünktlich in Zimmern sein, um das Wahlergebnis zu erfahren und im Idealfall um zu feiern. Das wäre wünschenswert.

Die Narrenzeit ist für Sie…

…die schönste Zeit des Jahres. Ich bin in der Narrenzunft in Schönberg im Narrenrat. Ich werde feiern. Definitiv.

Werden Sie im Falle einer Wahl nach Zimmern ziehen?

Da ich mit meiner Familie noch zur Miete wohne und die Zukunft offen steht – vielleicht kommt noch ein zweites Kind – könnten wir uns vorstellen, nach Zimmern zu kommen. Vorausgesetzt, es gibt Bauplätze und die finanziellen Möglichkeiten sind besser.

Kandidat Walter Sieber

Herr Sieber, Udo Jürgens sang mal das Lied „Mit 66 Jahren…“ Wie geht es bei Ihnen weiter? Mit 66 Jahren…

...da fängt das Leben nochmal an. Ich fühle mich zu jung und zu agil, um nichts mehr zu tun und einfach nur Rentner oder Pensionär zu sein. Ich möchte nochmal was bewegen.

Im Falle eines Sieges bei der Wahl am Sonntag, was möchten Sie als Erstes angehen?

Walter Sieber: Als Erstes möchte ich die Ortschaft und die Bürger kennenlernen. Nur wenn du den Kontakt zum Ort, zu den Bürgern und zum Gemeinderat hast, kannst du was bewegen. Alles andere wird sich in den Gesprächen mit den Bürgern ergeben.

Sie sind seit vielen Jahren in der Narrenzunft aktiv. Wie sehr freuen Sie sich auf die Fasnetszeit?

Ich freue mich insbesondere darauf, dass in Zimmern was los ist und seine Tradition pflegt, wie es bei Narrenzünften eigentlich gar nicht so üblich ist. Wer hat schon eine eigene Fahne? Das ist eher bei Liederkränzen und Sportvereinen so. Deshalb ist das eine ganz besondere Sache.

Sie waren beruflich viele Jahre bei der Deutschen Bahn. Wie gerne fahren Sie persönlich mit dem Zug?

Weitere Entfernungen wie Hamburg oder Berlin immer gerne mit der Bahn. Aber im Nahverkehr ist es schwierig. Mancherorts hat es hier keinen Bahnhof, da muss ich eh aufs Auto umsteigen. Und wenn ich nach Tübingen, Albstadt oder Sigmaringen muss, kann ich auch durchfahren.