Bankenfusion im Zollernalbkreis
: Aus zwei Genossenschaftsbanken wird eine – das steckt dahinter

Die Raiffeisenbank Geislingen-Rosenfeld eG und die Onstmettinger Bank eG planen eine Fusion. Filialschließungen soll es nicht geben.
Von
Sophie Holzäpfel,
Benjamin Roth
Zollernalbkreis
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Sie machen gemeinsame Sache: (von links) Von der Raiffeisenbank Geislingen-Rosenfeld eG Herr Peter Ramsperger (Vorstand), Herr Thomas Merz (Vorstandssprecher) und von der Onstmettinger Bank eG Herr Dieter Boss (Vorstandssprecher) und Armin Schmid (Vorstand).

Sie machen gemeinsame Sache: (von links) Von der Raiffeisenbank Geislingen-Rosenfeld eG Peter Ramsperger (Vorstand), Thomas Merz (Vorstandssprecher) und von der Onstmettinger Bank eG Dieter Boss (Vorstandssprecher) und Armin Schmid (Vorstand).

Onstmettinger Bank eG
  • Zwei Genossenschaftsbanken planen eine Fusion: Raiffeisenbank Geislingen-Rosenfeld eG und Onstmettinger Bank eG.
  • Ziel ist der Abbau von Doppelstrukturen und geringere Kosten, Filialschließungen sind nicht vorgesehen.
  • Entscheidungen in Vorständen und Aufsichtsräten fielen einstimmig, Mitglieder sollen im Jahr 2027 abstimmen.
  • Rechtliche Verschmelzung soll rückwirkend zum 1. Januar 2027 erfolgen – die Technik folgt Ende drittes/Anfang viertes Quartal 2027.
  • Die neue Bank soll rund 500 Mio. Euro Bilanzsumme erreichen und „Raiffeisenbank in der ReGiOn eg“ heißen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mehr als ein Jahr ist es her, dass die Volksbanken Albstadt, Hohenzollern-Balingen und die VR Bank Heuberg-Winterlingen sich zur Volksbank Zollernalb zusammengeschlossen haben. Der bundesweite Trend des Bankensterbens und der Zusammenschlüsse setzt sich fort.

Nun reagieren auch die beiden kleinsten noch eigenständigen Genossenschaftsbanken im Zollernalbkreis auf die wachsenden Herausforderungen im Bankensektor: „Die Raiffeisenbank Geislingen-Rosenfeld eG und die Onstmettinger Bank eG beabsichtigen, im Rahmen einer Fusion ihre Kräfte zu bündeln“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die gute Nachricht vorweg: Das Filialnetz soll sich nicht lichten. Die Entscheidung für die Fusion fiel in beiden Häusern durch Vorstände und Aufsichtsräte einstimmig.

Die Mitglieder der beiden Genossenschaftsbanken sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Onstmettinger Bank eG werden im Rahmen der Mitglieder- und Vertreterversammlungen im Jahr 2027 um ihr Votum gebeten. Die rechtliche Verschmelzung soll dann rückwirkend zum 1. Januar 2027 erfolgen. Die technische Zusammenführung ist für das Ende des dritten beziehungsweise den Beginn des vierten Quartals 2027 geplant.

Kreditvolumen von fast einer Milliarde Euro

Die neue Bank wäre deutlich größer als die beiden bisherigen Institute: Sie käme auf eine Bilanzsumme von knapp 500 Millionen Euro und ein Kredit- und Anlagevolumen von fast einer Milliarde Euro. Mehr als 17.000 Kundinnen und Kunden werden künftig von rund 80 Mitarbeitenden an zwei Standorten betreut. Als Name der fusionierten Bank ist – vorbehaltlich der Genehmigungen – „Raiffeisenbank in der ReGiOn eg“ geplant.

Hintergrund der Fusionspläne sind vor allem die immer umfangreicheren Vorschriften für Banken. Indem die beiden Institute künftig zusammenarbeiten, sollen Doppelstrukturen abgebaut, Kosten gesenkt und Arbeitsabläufe vereinfacht werden.

Das ändert sich durch die Fusion

Auch personelle Veränderungen spielen eine Rolle: In den Jahren 2028 und 2029 stehen in beiden Banken altersbedingte Wechsel im Vorstand an. Die Fusion soll helfen, die Führungsstruktur für die Zukunft neu auszurichten. Ein Vorteil des Zusammenschlusses sei auch, dass die neue Bank größere Kredite vergeben kann, heißt es in der Pressemitteilung.

Dieter Boss, Vorstandssprecher der Onstmettinger Bank eG, erklärt: „Unser wichtigstes Ziel ist es, dass Sie uns auch künftig so wahrnehmen, wie Sie uns kennen: nah, persönlich und bodenständig. Die Ansprechpartner vor Ort – sowohl in Geislingen als auch in Onstmettingen – sollen den Kundinnen und Kunden beider Häuser weiterhin in den jeweiligen Filialen erhalten bleiben.“

In den derzeitigen Größenordnungen der beiden noch selbstständigen Banken werde dies zunehmend schwieriger. Ramsperger unterstreicht zugleich: „Es wird keine fusionsbedingten Kündigungen, keinen Stellenabbau und keine Filialschließungen geben. Im Gegenteil: Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergeben sich neue Möglichkeiten der persönlichen und beruflichen Entwicklung.“