Abkühlung im Sommer: So steht es um die Qualität der Badeseen im Zollernalbkreis

Allseits beliebt: der Stausee in Rangendingen. Auch er hat laut neuesten Messungen eine hervorragende Wasserqualität. (Archivfoto)
Archiv- Gewässerkarte zeigt die hervorragende Qualität der Badeseen im Zollernalbkreis.
- Stausee Rangendingen und Schömberg sowie Schiefersee Frommern sind besonders gut.
- Baden-Württemberg schneidet im EU-Vergleich ausgezeichnet ab.
- Nach Regen und bei vielen Wasservögeln kann die Wasserqualität leiden.
- Informationen und Warnungen online und bei Gemeinden verfügbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gute Nachrichten für alle, die im Sommer gerne ins kühle Nass springen: Das Land Baden-Württemberg hat den Badeseen im Zollernalbkreis eine hervorragende Wasserqualität bescheinigt. Der Stausee in Schömberg, der Rangendinger Stausee, der Schiefersee in Frommern, der Stausee Oberdigisheim, das Naturbad in Winterlingen sowie die Lauchert in Hörschwag wurden untersucht – und die Ergebnisse können sich sehen lassen.
In ganz Baden-Württemberg haben fast alle Badegewässer eine hervorragende Qualität. Das zeigt die aktuelle Badegewässerkarte, die einen Überblick über die 311 im vergangenen Jahr überprüften Badestellen gibt. „Bürgerinnen und Bürger können auch dieses Jahr mit gutem Gewissen unbeschwert in unseren Seen baden“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha in Stuttgart bei der Vorstellung der Karte.
Gerade in den Sommermonaten gehört das Baden im Freien zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Damit der Badespaß ungetrübt bleibt, wird die Wasserqualität in natürlichen Gewässern regelmäßig überwacht – nach EU-Vorgaben. Laut Minister Lucha schneidet Baden-Württemberg im europäischen Vergleich erneut überdurchschnittlich gut ab.
Worauf Badegäste achten sollten
Auch wenn die Wasserqualität in den meisten Badeseen sehr gut ist, gibt es einige Faktoren, die kurzfristig die Hygiene beeinflussen können. Nach starken Regenfällen kann es etwa zu Verunreinigungen durch Keime oder Schadstoffe kommen, die über Oberflächenwasser in die Seen gelangen. Auch eine große Anzahl an Wasservögeln – etwa Enten oder Gänsen – kann das Wasser bakteriell belasten.
Sichtbare Algenblüten oder eine auffällige Trübung des Wassers sollten ebenfalls ernst genommen werden. Das Sozialministerium rät dazu, die Hinweise und Warnungen vor Ort zu beachten und bevorzugt an ausgewiesenen Badestellen zu schwimmen. Vom Baden in Flüssen wird weiterhin abgeraten, da diese – abgesehen von wenigen Ausnahmen – nicht regelmäßig kontrolliert werden.
Von den 311 regelmäßig kontrollierten Badestellen in der Badesaison 2024 sind 97 Prozent mit „sehr gut“ oder „gut geeignet“ bewertet worden – auf der Badegewässerkarte sind sie blau markiert. Nur zwei Stellen wurden als „mangelhaft“ eingestuft (rot markiert). Diese hatten zeitweise hygienische Probleme – zum Beispiel durch Starkregen oder viele Wasservögel. Vier Stellen erreichten lediglich eine ausreichende Qualität (gelb markiert).
Die Gewässerkarte gibt es online
Die Gesundheitsämter entnehmen während der Badesaison – vom 1. Juni bis 15. September – mindestens einmal im Monat Wasserproben. Diese werden im Labor untersucht. Nach starken Regenfällen kann es passieren, dass Keime oder Schadstoffe ins Wasser gelangen.
Das Ministerium für Soziales und Integration rät deshalb, zusätzlich auf die Hinweise und Warnungen an den Badeseen zu achten. Aktuelle Informationen zur Wasserqualität gibt es online auf der digitalen Badegewässerkarte oder direkt bei den Gemeinden und Gesundheitsämtern.
Vom Baden in Flüssen rät das Ministerium weiterhin ab – mit Ausnahme weniger ausgewiesener Stellen. Diese werden nämlich nicht regelmäßig kontrolliert, sodass Verunreinigungen nicht ausgeschlossen werden können. Auch die Badestelle an der Lauchert in Hörschwag (Burladingen) wurde zuletzt überprüft – künftig aber nicht mehr, da sie abgemeldet wurde.
Die Überwachung basiert auf einer EU-Richtlinie zur Badegewässerqualität. Die Gesundheitsämter prüfen regelmäßig die bakterielle Belastung des Wassers. Dazu gehören auch Vor-Ort-Kontrollen, bei denen zum Beispiel auf Wasserfärbung, Algen, Geruch und die Zahl der Wasservögel geachtet wird.
