Weihnachtsspendenaktion
: Einfach nur gemütlich Kaffee trinken

Wir bitten unsere Leserinnen und Leser im Zollernalbkreis und der ganzen Region Neckar-Alb um Spenden für das Sozialzentrum der Diakonie in Ebingen und für ein Projekt an der Kinderklinik Tübingen.
Von
Vera Bender
Albstadt
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Mirsade Bahtijari und Ralph Keinath sind für jeweils ein Stockwerk im Kaufwaschcafé in Ebingen verantwortlich.

Mirsade Bahtijari und Ralph Keinath sind für jeweils ein Stockwerk im Kaufwaschcafé in Ebingen verantwortlich.

Vera Bender
  • Weihnachtsspendenaktion der SÜDWEST PRESSE sammelt für das Sozialzentrum der Diakonie in Ebingen und die Kinderklinik Tübingen.
  • Kaufwaschcafé Ebingen bietet günstige Kleidung und ein Café für Begegnungen an.
  • Durchschnittlich 25-30 Gäste täglich; 100 Tassen Kaffee konsumiert.
  • Spendenziel für neue Kaffeemaschine noch nicht erreicht; Konto ist weiterhin offen.
  • Spenden für "Kauf-Wasch-Café" oder "Kinderklinik" möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn man in der Bahnhofstraße 11 in Ebingen den seitlichen Eingang nutzt, an dem zig Schilder und Fahnen auf die Einrichtung der Diakonie Balingen hinweisen, hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man begibt sich treppabwärts und findet sich in der Haushaltswaren- und Spielwarenabteilung wieder. Oder man erklimmt die Treppen nach oben und denkt nicht im Traum daran, dass man sich in einem sozialen Kaufhaus befinden könnte. An den Ständern mit Kleidungsstücken ist alles schön nach Konfektion und Bereich aufgereiht – Bügel an Bügel. Dazwischen gibt es Regale, Körbe und Schaufensterpuppen, die die Markenware präsentieren.

Hätte man am Eingang nicht die Hinweise auf das Kaufwaschcafé gesehen, so könnte man sich in einem „normalen“ Einkaufshaus wähnen. Und das ist durchaus gewollt, wie die Geschäftsleiterin Patricia Seibert-Klöck verdeutlicht. Jeder kann kommen, stöbern, anprobieren, shoppen – und Kaffee trinken. Denn der Name der sozialen Einrichtung für jedermann verrät es bereits. Im oberen Stockwerk befindet sich ein liebevoll eingerichtetes und mit Glaswänden von der Bekleidungsabteilung abgetrenntes Café.

Alles ansprechend und freundlich

Seit man im Jahr 2018 in die Räumlichkeiten eingezogen ist, hat sich das Kaufwaschcafé zur Erfolgsgeschichte entwickelt, so Seibert-Klöck. Die Einrichtung ist gebraucht von aufgelösten Geschäften bezogen worden – sowohl beim Café als auch im restlichen Kaufhaus. Und auch das denkt man nicht. Es wirkt alles sehr modern, hell, freundlich und ansprechend. Das Café ist sogar so beliebt, dass sich mancher Gast relativ lange dort aufhält, sich ein Heißgetränk zu günstigen Preisen gönnt, dazu ein Stück Kuchen oder eine Waffel, andere Leute trifft und ins Gespräch kommt. Es ist ein Ort der Begegnung – für alle Altersschichten, soziale Schichten und Lebenssituationen.

Es kommen Studenten, Alleinstehende oder Geringverdiener, um hier ihre Wäsche für wenig Geld zu waschen und zu trocknen. Es kommen Liebhaber von Retro-Mode und Schnäppchenjäger genauso wie Familien und Alleinerziehende mit kleinem Einkommen. Hier trifft sich quasi „Gott und die Welt“. Denn hier im Kaufwaschcafé ist es egal, woher man kommt und wer man ist. Deshalb kann Patricia Seibert-Klöck auch nicht mit Statistiken aufwarten, denn niemand muss sich in irgendeiner Weise ausweisen oder rechtfertigen. Manche kommen und bringen Nachschub an Ware – sie haben zu Hause Kleiderschränke und Küchenschränke oder Spieleregale aussortiert und Platz geschaffen. Ob die eigenen Kinder einfach älter oder größer geworden sind, man selbst inzwischen eine andere Konfektionsgröße hat oder sich mit dem erworbenen Teil nie so richtig anfreunden konnte, hier bekommt alles, was gut ist, eine zweite Chance.

Kaffeemaschine muss ersetzt werden

Während an den fünf Öffnungstagen in der Woche jeweils durchschnittlich 150 Teile über die Ladentheke gehen, verzeichnet man im Café etwa 25 bis 30 Gäste pro Tag. Im Schnitt werden täglich 100 Tassen Kaffee und Kaffeespezialitäten konsumiert. Doch die Kaffeemaschine ist defekt, sodass man sich schon seit Wochen mit gebrühten Heißgetränken in Thermoskannen behelfen muss. Die SÜDWEST PRESSE hat ihre Leser in der diesjährigen Weihnachtsspendenaktion aufgerufen, die Anschaffung einer neuen Gastromaschine finanziell zu unterstützen. Das Spendenkonto ist noch geöffnet und das Spendenziel noch nicht ganz erreicht. Die Ehrenamtlichen beim Kaufwaschcafé und auch die Kunden hoffen auf weitere Geldeingänge und können es kaum erwarten, wenn es wieder Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso oder einfach leckeren Kaffee gibt.

Für die Tasse Kaffee zahlt man hier 1 Euro, für die Kaffeespezialität 1,50 Euro und selbstgebackener Kuchen ist ebenfalls für 1,50 Euro das Stück zu haben. Von der angeschlossenen diakonischen Beratungsstelle, in der die Geschäftsleiterin des Kaufwaschcafés selbst tätig ist, weiß Patricia Seibert-Klöck manchmal, wer sich noch nicht mal dieses kleine Stück vom Glück leisten kann und reicht das Kaffeegedeck auch immer mal wieder „aufs Haus“. Und zwar so, dass sich niemand fühlen muss, als ob es um Almosen ginge. Und tatsächlich hat wirklich jede und jeder das Gefühl, willkommen zu sein und sich hier nach Lust und Laune aufzuhalten, zu stöbern, zu tratschen und einzukaufen.

Gut erhaltende und aufbereitete Kleidung wird im Kaufwaschcafé in Ebingen günstig abgegeben.

Gut erhaltende und aufbereitete Kleidung wird im Kaufwaschcafé in Ebingen günstig abgegeben.

Vera Bender

Es kann gerne noch gespendet werden

Auch noch Anfang Januar kann man liebend gern für die Weihnachtsaktion der SÜDWEST PRESSE im Zollernalbkreis spenden. Neben der Tübinger Kinderklinik freut sich das Team des Ebinger Kauf-Wasch-Cafés über Geld, das für eine neue Großkaffeemaschine gebraucht wird! Das Spendenkonto hat diese IBAN: DE 20 6535 1260 0077 0400 00. Der BIC Code der Sparkasse Zollernalb: SOLADES1BAL. Weil wir dieses Mal zwei Projekte haben: Bitte geben Sie auf der Überweisung an, wofür Sie spenden. Die Stichworte sind „Kauf-Wasch-Café“ und „Kinderklinik“. Wenn Sie nichts notieren, machen wir halbe-halbe.