Vesperkirche Albstadt
: Angebot wird ausgeweitet

Nach dem guten Auftakt im letzten Jahr wird man heuer die ökumenische Vesperkirche von fünf auf zehn Tage ausdehnen.
Von
Vera Bender
Albstadt
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Zum Auftakt der ökumenischen Vesperkirche fand gestern nach dem Gottesdienst in der Martinskirche eine Begrüßung der Gäste durch das Organisationsteam im Marienheim der Caritas statt.⇥

Vera Bender

Einen „guten und gesegneten Appetit“ wünschte der katholische Pfarrer Uwe Stier den über 100 Gästen am Sonntag im Marienheim der Caritas in Ebingen. Zuvor bildete ein ökumenischer Gottesdienst in der evangelischen Martinskirche den Auftakt zur „ökumenischen Vesperkirche“, die bis zum 5. März ein Treffpunkt sein soll.

Gemeinsam hielten Uwe Stier und sein evangelischer Kollege Thomas Soffner den Gottesdienst, in dem die Fürbitten der Vesperkirche galten. Derweil hatten sich schon die ersten Gäste im Gemeindesaal eingefunden. Schön eingedeckt waren die Plätze, mit Tischsets, auf denen das Logo und Informationen zum Mittagstisch zu finden waren, mit bunten Primeln und Servietten. Und die ehrenamtlichen Helfer standen schon parat, um dem Ansturm gerecht zu werden. Köstliche Kuchen warteten auf ihre Abnehmer und reichlich Getränke waren aufgetischt.

Und nach Ende des Gottesdienstes war kaum noch ein Platz an den langen Tafeln frei. Der Duft nach leckerer Speise lag bereits in der Luft, bevor Fleischküchle mit Bratkartoffeln und als vegetarische Alternative Gemüseeintopf ausgegeben wurden. Zuvor hatten sich noch schnell die Organisatoren aufgereiht und begrüßten die bunte Gästeschar.

Gegenseitiger Respekt

Da die Vesperkirche bei ihrer Premiere im vergangenen Jahr so gut angekommen war, habe man nun eine Neuauflage in Angriff genommen. Eingeladen seien ausdrücklich alle. Achim Wicker betonte, dass die Vesperkirche ein Ort sein solle, der von gegenseitigem Respekt geprägt sein solle.

Dank an Sponsoren und Helfer

Man vergaß auch nicht, den zahlreichen Sponsoren und Unterstützern zu danken sowie den vielen Ehrenamtlichen, ohne die das Projekt nicht möglich wäre. Außerdem wurde auf das vielfältige Beratungsangebot hingewiesen. An allen zehn Tagen seien stets Beraterinnen und Berater von Caritas und Diakonie vor Ort, welche in Fragen von Schwangerschaft, Migration oder bei sozialen Nöten weiterhelfen können.

Kulinarische Weltreise

Diakon Michael Weimer versprach, man werde bei der Vesperkirche quasi eine Reise um die Welt unternehmen und sich am heutigen Montag kulinarisch auf die Reise nach Griechenland machen: Es wird Putengyros serviert. Demnächst bleibt man aber mit Linsen und Spätzle ganz bewusst in der schwäbischen Heimat.

Nachdem die Vesperkirche in Ebingen im letzten Jahr so großen Anklang gefunden hatte, wurde der Wunsch geäußert, die Veranstaltungsdauer von fünf auf heuer zehn Tage auszudehnen. Für die Zukunft habe man auch Angebote wie kostenlose Friseurdienste und dergleichen im Hinterkopf, allerdings müsse man laut Dekanatsreferent Achim Wicker zuvor das Raumproblem lösen.

Neu ist in diesem Jahr aber mit dem Live-Auftritt von Tobias Conzelmann am Donnerstag, 29. Februar, um 19 Uhr bei freiem Eintritt ein kulturelles Angebot für jedermann. Im Mittelpunkt steht bei der Vesperkirche ohnehin die Gemeinschaft und der Austausch. Das Essen auf Spendenbasis ist quasi der Aufhänger, um sich zu treffen.

Die Eckdaten der Vesperkirche

Bis Dienstag, 5. März, wird täglich im Marienheim in der August-Sauter-Straße 21 in Ebingen ein warmes Mittagessen, Getränke, Kaffee und Kuchen auf Spendenbasis angeboten.
Von 11 bis 14 Uhr findet die Vesperkirche statt. Das Essen (mit vegetarischer Alternative) wird ab 11.30 Uhr serviert. Davor gibt es aber schon Kaffee und Kaltgetränke.
Gegen 13 Uhr gibt es immer ein geistliches „Wort auf den Weg“.
Am Donnerstag, 29. Februar, um 19 Uhr tritt Tobias Conzelmann auf.