VdK in Albstadt
: 75 Jahre im Einsatz für Benachteiligte

Der VdK Ortsverband Onstmettingen wird heuer 75 Jahre alt. Mit einem Festakt wird der runde Geburtstag im September begangen. Dies bietet auch Anlass für einen Blick zurück.
Von
Horst Schweizer
Albstadt
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  • Die aktuelle Vorstandschaft im Jubiläumsjahr mit Roland Sauter vorne in der Mitte.⇥

    Die aktuelle Vorstandschaft im Jubiläumsjahr mit Roland Sauter vorne in der Mitte.⇥

    VdK Onstmettingen
  • Die Geehrten und Vorstände nach der Hauptversammlung 1993.

    Die Geehrten und Vorstände nach der Hauptversammlung 1993.

    VdK Onstmettingen
  • Nach der Hauptversammlung 1987 mit dem damaligen 1. Vorsitzenden Hans Boss, rechts.

    Nach der Hauptversammlung 1987 mit dem damaligen 1. Vorsitzenden Hans Boss, rechts.

    VdK Onstmettingen
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Anfang August 1948 gründeten 23 Frauen und Männer den VdK-Ortsverband Onstmettingen unter der Bezeichnung „KAH“, was damals für Kriegsopfer, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebene stand.

Gründungsmitglieder im Gasthaus „Löwen“ waren Pauline Alber, Lina Blickle, Anton Boss, Otto Boss, Rudolf Boss, Hans Conzelmann, Wilhelm Erbele, Erwin Gauger, Friedrich Haasis, Berta Haunsberger, Lore Herre, Alfred Keinath, Berta Keinath, Johannes Keinath, Karl Maute, Katharina Maute, Marie Ruff, Katharina Sauter, Karl Schwellbach, Rosel Sohmer, Wilhelm Schwenk, Vinzenz Weinmann und Gustav Wiest.

Verband etabliert sich bald

Unter der damaligen französischen Besatzung, so ist es im Gründungseintrag festgehalten, „war es von vorneweg klar, dass den Gründungsmitgliedern ein harter und beschwerlicher Weg bevorstand, um wenigstens zunächst einmal dem Namen nach Kriegsopfer zu sein oder gar einigermaßen zum Recht zu kommen“.

Bei der Gründung wurde Alfred Keinath zum ersten Vorsitzenden, zu seinem Stellvertreter Erwin Gauger gewählt. Im Februar 1952 trat Ernst Boss, welcher zugleich das Amt des Kreisvorsitzenden übernahm, die Nachfolge von Alfred Keinath an. 1958 konnte das zehnjährige Jubiläum gefeiert werden. Bereits sechs Jahre später folgte die Einweihung der neuen Kriegstoten-Gedächtnisstätte.

Hans Boss übernahm 1968 das Amt des ersten Vorsitzenden, hatte dieses bis zu seinem Tod im Jahr 1999 inne. „Dieser Vorstandschaft und diesen Gründungsmitgliedern verdanken wir unsere seither gut fundierte, kameradschaftliche Ortsgruppe bis auf den heutigen Tag“, resümierte Vorsitzender Roland Nell vor der Feier zum 70-Jährigen.

Jahrtausend mit neuen Ideen

Er übernahm das Führungsamt im Jahr 2000, brachte mit seinen Einfällen neuen Schwung in den Ortsverband. So wird neben sonstigen Aktivitäten wie Wanderungen, Kameradschaftsabenden, Weihnachtsfeiern und Teilnahmen am Volkstrauertag jährlich ein Ganztagsausflug durchgeführt.

Jubiläen feierte der Ortsverband in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten regelmäßig. Nun steht das 75-Jährige an, welches mit einem „Kaffeeklatsch“ und der Hauptversammlung im Frühjahr eingeläutet wurde. Im Jubiläumsjahr hat der Ortsverband 97 Mitglieder in seinen Reihen. „Wir streben natürlich 100 Mitglieder an“, meinte der 1. Vorsitzende Roland Sauter. Im Oktober 2020 trat er die Nachfolge von Roland Nell an, welchen der Ortsverband damals zum Ehrenvorsitzenden ernannte.

Roland Sauter, der seit einigen Monaten auch das Amt des Kreisverbandsvorsitzenden innehat, steht mit Stellvertreterin Monika Bauerochse, Schriftführer Thomas Hugger, Frauenvertreterin Gerlinde Hugger und den Beisitzern, Inge Metzger, Rainer Schmitt und Udo Hornemann ein erfahrenes Team zur Seite.

Der Festakt beginnt am Samstag, 30. September, im evangelischen Johannes-Gemeindehaus in Onstmettingen.

Was ist und macht der VdK?

Der VdK wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e. V.“ gegründet und ging aus regional unterschiedlichen Vereinen hervor.

Mit der Zeit passte er seine Ziele an die aktuellen Anforderungen an. In der Satzung von 2018 heißt es, dass er unter anderem die Interessen von Behinderten und chronisch Erkrankten, Rentnern und Unfallverletzten vertritt.

Diese Ziele sollen unter anderem erreicht werden durch Einflussnahme auf Gesetzgebung und Verwaltung sowie den Einsatz von Rechtsmitteln sowie Beratung, Vertretung und Betreuung der Betroffenen
gegenüber Behörden.