Todesfall in Albstadt
: Trauer um Lautlingens Ortsvorsteher Heiko Peter Melle

Heiko Peter Melle ist am Sonntag (28. Januar) überraschend gestorben. Der 55-Jährige war Ortsvorsteher Lautlingens und engagierte sich in zahlreichen Vereinen.
Von
Rena Weiss
Albstadt
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Im Sommer vergangenen Jahres feierte Heiko Peter Melle noch im Mittelaltergewand das 1230. Bestehen Lautlingens. Auch mit der Fasnet war er jahrelang verbunden. Am Sonntag (28. Januar) ist er überraschend gestorben.⇥

Horst Schweizer

„Das macht mich sehr traurig. Wir verlieren einen hoch engagierten Menschen: Streitbar und doch stets fair. Voller Fachwissen über die Heimat – er hat für ‚sein‘ Lautlingen gelebt“, schreibt Oberbürgermeister Roland Tralmer über Heiko Peter Melle. Der Lautlinger Ortsvorsteher ist überraschenderweise am Sonntag, 28. Januar, gestorben. Er wurde nur 55 Jahre alt.

Seit fünf Jahren Ortsvorsteher

Heiko Peter Melle war seit Jahren im Lautlinger Ortschaftsrat aktiv. 2019 wurde er zum Ortsvorsteher gewählt. In diesem Jahr wird das Amt neu gewählt. Die Entscheidung, ob er sich dieses Jahr erneut aufstellen lassen würde, wurde ihm tragischerweise abgenommen.

Der 55-Jährige war allerdings mehr als „nur“ Ortsvorsteher, gründete er doch die Narrenzunft Kübele-Hannes, war jahrelang Zunftmeister und Ehrenzunftmeister. Die Narrenzunft ist in Trauer und lässt über Facebook daran teilnehmen: „Unfassbar für alle. Ruhe in Frieden, Heiko.“ Anteilnahme gibt es unter anderem von den Schmiechataler Tailfingen und den Balinger Eyach-Hexen.

Fasnet, Musik und Geschichte waren seine Leidenschaft

Musik gehörte ebenfalls in Melles Leben. Als Musiker und Vorsitzender der Lautlinger Musikkapelle Frohsinn gestaltete er aktiv das Leben in Lautlingen mit. Über die Ortsgrenzen hinaus machte er sich Freunde und schürte Kontakte, unter anderem durch seinen Vorsitz des Blasmusikkreisverbands.

Die Geschichte seiner Heimat war seine Leidenschaft, doch blickte er immer auch nach vorn und wollte seinen Ortsteil Lautlingen für die Zukunft gestalten. In einem Interview mit der SÜDWEST PRESSE sagte er: „Für mich ist es ein liebenswerter Ort, der schön gelegen ist.“

Sein Engagement in der Kommunalpolitik, in der Vereinsarbeit sowie als Freier Mitarbeiter aller drei Lokalzeitungen lassen sich nicht messen. Er hinterlässt eine große Lücke. „Unfassbar“ heißt es bei zahlreichen Trauernden, Freunden und Wegbegleitern, deren Mitgefühl und Anteilnahme Heiko Peter Melles Familie gilt.⇥