Sporthalle in Albstadt: Temporäre Sporthalle soll im September fertig sein
Sie wird eine Lücke schließen und möglicherweise länger in Gebrauch sein als bislang geplant: die neue temporäre Sporthalle beim Skate–Treff in Ebingen. Am Freitag feierte die Stadt gemeinsam mit dem Generalunternehmer Nüssli Richtfest.
Der Interimsbau war notwendig geworden, weil die in den 1970er–Jahren erbaute Schlossberghalle massive Betonschäden und statische Defizite hatte, und daher abgerissen werden musste. Vor allem für den Vereins– und Schulsport sei eine solche Halle aber unabdingbar, erklärte Oberbürgermeister Roland Tralmer beim Richtfest. Doch ein solcher Hallenbau benötigt normalerweise Zeit. Zeit, die Albstadt nicht hat. Mit einer sogenannten leichten Stahlkonstruktion, statt eines Massivbaus, verkürzt sich die Bauzeit allerdings enorm, und auch die Betriebskosten. Im Frühjahr wurde mit der ersten Bauphase begonnen und im September soll sie betriebsbereit sein, verspricht Nüssli–Projektmanager Udo Baader.
Firsthöhe von 9,5 Metern
45 mal 22 Meter umfasst die neue Halle mit Satteldach. Sie besteht aus einer Stahlkonstruktion, die mit Sandwichpaneelen und einem Lichtband verkleidet wird. Die Halle hat eine Firsthöhe von 9,5 Metern. Es handelt sich um eine Zweifach–Turnhalle, die sich in drei gleich große Bereiche unterteilen lässt.
Hinzu kommen Nebenräume, die an beiden Längsseiten der Halle angebracht werden. Der Clou daran: Diese Nebenräume sind in Containern. Die Geräte– und Lagerräume auf der Westseite und die Umkleiden, Toiletten und Duschen auf der Ostseite sind über einen Flur erreichbar. „Diese Container werden schon voll ausgestattet geliefert und müssen nur noch angeschlossen werden“, sagt Baader. Eine sehr zeitsparende Vorgehensweise. Damit diese auch optisch etwas hermachen, sei eine Kooperation mit dem Kunstmuseum geplant, sie mit Graffiti aufzuwerten, sagt Bürgermeister Udo Hollauer.
Vielleicht länger als fünf Jahre
Fünf Millionen Euro wird die neue Sporthalle kosten. Viel Geld, sagt Hollauer, vor allem angesichts der erst kürzlich verhängten Haushaltssperre. „Diese Haushaltssperre bedeutet keinen Stillstand, sondern ist eine Sicherheitsmaßnahme“, ergänzt Tralmer. So könne die Stadt auch in Zukunft handlungsfähig bleiben. Das sei auch im Blick auf die Hallenkonzeption der Stadt relevant. „Wir wollen eine ausreichende Versorgung für unsere Vereine und für Veranstaltungen zur Verfügung stellen“, betont der OB. Aufgrund der Finanzlage der Stadt wird die Halle vermutlich auch länger als die angedachten fünf Jahre benötigt.


