Ortsbegang in Hossingen: Neue Hoffnung für die Fußgängerquerung?

An dieser Stelle wünschen sich die Hossinger eine Fußgängerquerung: Die Ortschaftsräte sinnieren beim Ortsbegang mit Bürgermeister Frank Schroft und Vertretern der Stadtverwaltung über Lösungen. Diese tun sich nun womöglich auf, weil das Gebäude Nummer 4 (rechts) abgerissen wird.
Stadt Meßstetten/Volker Bitzer- Hossingen plant Fußgängerquerung an der German-Götz-Straße – Problem: geringe Nutzung und Verkehrssicherheit.
- Ortschaftsräte fordern Lösung für Schulkinder an Bushaltestellen – Stadt prüft neue Optionen.
- Abriss von Gebäude Nr. 4 neben Rathaus könnte neue verkehrsplanerische Möglichkeiten schaffen.
- Pavillonbau am Dorfplatz bis 2025 verschoben – Kosten mit 26.000 € im Plan.
- Stadt Meßstetten will Thema erneut bei Behörden und Verkehrsschau vorantreiben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit Stolz blickte die kommunalpolitische Delegation von der Anhöhe vor der Kirche auf das neugestaltete Zentrum mit dem versetzten Dorfbrunnen, der nun am Rande des Ensembles vor sich hin plätschert. Beim traditionellen Ortsbegang des Rats mit Bürgermeister Frank Schroft und anderen Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung war der Dorfplatz in Hossingen einer der Anlaufpunkte. Was bislang noch fehlt, ist der ringsum offene, quadratische Pavillon mit Zeltdach. Bei der Planung des Dorfplatzes war dieser zwar mit inbegriffen, haushaltsbedingt wurde er aber nochmals bis 2025 zurückgestellt.
Kürzlich, pünktlich zum gemeinsamen Spaziergang, waren dann das Dach und die tragenden Metallsäulen fertig montiert: wie ein großer grüner Kran, der zur Endmontage benötigt wurde. Ist alles aufgebaut, wird das Dach noch mit roten Biberschwanz-Schindeln gedeckt. Erfreulich für die Stadtverwaltung: „Bei den Gesamtkosten sind wir beim Pavillon mit 26.000 Euro im vorgesehen Rahmen geblieben“, erläuterte Stadtbaumeister Claus Fecker vor Ort.
Viele Behörden eingebunden
Ein Wunsch, den die Hossinger schon oft geäußert haben und bei dem sie laut Pressemitteilung auch die Stadtverwaltung im Rücken haben, brachte Ortsvorsteher Thomas Wizemann auch beim jüngsten Ortsbegang wieder zur Sprache: eine Fußgängerquerung über die German-Götz-Straße zwischen den beiden gegenüberliegenden Bushaltestellen vor dem Hossinger Rathaus. Rathauschef Frank Schroft sprach sich erneut dafür aus. Die verkehrsrechtlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften seien jedoch schwierig. Zudem müssen hier die zuständige Verkehrsbehörde, das Straßenbauamt sowie die Polizei miteingebunden werden. Ohnehin, weil es sich um eine Kreisstraße handelt.
Verkehrszählungen in der Vergangenheit unterstützen allerdings eine Fußgängerquerung nicht. Zu wenig Menschen würden diese nutzen, lautet das Argument. Dem widersprachen die Ortschaftsräte: Natürlich, das ist auch ihnen klar, rechtfertigen die Nutzerzahlen über einen ganzen Tag verteilt wohl keinen Zebrastreifen oder eine Ampellösung, aber gerade zur Mittagszeit, wenn viele Kinder hier – egal aus welcher Richtung kommend – aus dem Bus aussteigen und auf die gegenüberliegenden Straßenseiten möchten, sei extrem viel los. Deshalb wünschen sich die Hossinger Ortschaftsräte eine sichere Querungs-Lösung.
Die Verkehrsradien als Hindernis
Ein weiteres Problem, das aufgrund sogenannter vorgeschriebener Verkehrs-Radien bislang eine Fußgängerquerung verhinderte, war die scharfe Kurve, die nur rund 30 Meter nach den Busbuchten in Richtung Tieringen kommt. Es sei kaum möglich, dass ein um die Ecke kommender Autofahrer auf einen Zebrastreifen oder eine Ampel so schnell reagieren könnte, argumentieren die Verkehrsplaner. Allerdings wäre diese Begründung ja zugleich eine handfeste, um auf die Sicherheit von querenden Schulkindern hinzuweisen. Bleibt es bei einem Problem ohne Lösung?
Meßstetten, heißt es in der Pressemeldung, werde „weiterhin bei den übergeordneten Behörden alles versuchen“ in dieser Sache. Zudem keime neue Hoffnung auf, da die Stadt mittlerweile im Besitz des Gebäudes mit der Nummer 4 ist. Das ist das direkte Nachbargrundstück zum Rathaus. Hier wohnt schon lange niemand mehr, weshalb dieses alte Gebäude nun weg soll. Der Antrag auf Fördermittel liegt bereits genehmigt auf dem Tisch. Das Haus wird in der Winterzeit dem Erdboden gleichgemacht. Durch die Lücke und die veränderte örtliche Situation könnten sich neue verkehrsplanerische Möglichkeiten ergeben. Jedenfalls strebt die Stadtverwaltung eine erneute Prüfung mit der Verkehrsbehörde bei einer Verkehrsschau an. Ebenso wird der Ortschaftsrat Hossingen das Thema auf seine nächste Tagesordnung nehmen.
