Nachruf auf Bernd Gompper: Der beliebte „Trödler“-Wirt aus Ebingen ist verstorben

Bernd Gompper hatte noch so viel vor im Leben. Vor allem für die Untere Vorstadt in Ebingen sollte es eine Belebung geben.
Holger Much (Archivfoto)- Bernd Gompper, ehemaliger Wirt der Traditionskneipe „Trödler“ in Ebingen, verstarb mit 58 Jahren an Krebs.
- Er wuchs in Laufen auf und war seit 1997 als Barkeeper im „Trödler“ tätig. 2011 übernahm er die Kneipe.
- Gompper organisierte 2019 und 2022 das „Trödler-Open-Air“ trotz seiner Krebsdiagnose.
- Die Trauerfeier findet am 30. Mai um 13 Uhr in Laufen statt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Er ist ein typischer Wirt gewesen – gesellig, gesprächig und immer gerne unter Freunden.“ So beschreibt Marina Wilks ihren Bruder. Bernd Gompper, der ehemalige Wirt der Traditionskneipe „Trödler“ in der Villa Haux in Ebingen ist am Samstag im Alter von 58 Jahren seinem Krebsleiden erlegen. Viele Wegbegleiter, Freunde und Gäste trauern mit der Familie.
Vom Barkeeper zum Traditionswirt
Vier Geschwister mussten Abschied nehmen von ihrem geliebten Bruder. Bernd Gompper war der jüngste von ihnen. Er wuchs in Laufen auf dem elterlichen Hof auf, machte bei „Haas & Alber“ eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann und jobbte schon seit dem Jahr 1997 als Barkeeper im Trödler in der Ebinger Gartenstraße in der markanten Jugendstilvilla. Die Kultkneipe wurde im Jahr 1993 von Udo Roth gegründet, der sie im Februar 2011 an Bernd Gompper übergab.
In einem Interview während der Coronazeit berichtete der Wirt beim schwäbischen Video-Journal „imländle“, dass er viel Herzblut in die Kneipe gesteckt habe, in der auch Speisen angeboten wurden: „Die Leute haben mich gekannt und ich habe die Leute gekannt.“ Der Trödler sei sein zweites Wohnzimmer gewesen. Er erzählte auch davon, dass der Schritt vom Barkeeper zum Wirt zwei Jahre lang ein komisches Gefühl gewesen sei, wenn man plötzlich selbst das Sagen habe. Außerdem stecke viel Bürokratie und Arbeit im Hintergrund im Dasein als Wirt. Das Privatleben leide und es sei nicht immer einfach.
Leidenschaft für die Gastronomie
Und dennoch betonte Bernd Gompper: „Die Gastronomie war immer reizvoll für mich. Es macht einfach Spaß.“ Schließlich war er in unterschiedlichen Formen seit seiner Volljährigkeit in der Gastroszene unterwegs, hat auch beim Bang-Your-Head-Festival im Hintergrund mitgearbeitet und schließlich im Jahr 2011 mit der Übernahme des Trödlers seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Viel hatte der beliebte Wahl-Frommerner vor. Rief auch das Trödler-Open-Air „Under the bridge“ im Jahr 2019 ins Leben und führte es 2022 fort. Allerdings hatte er zu diesem Zeitpunkt schon die erschütternde Krebsdiagnose erhalten.
„Mein Bruder war immer optimistisch“, blickt Marina Wilkes zurück. Doch trotz seiner positiven Einstellung zum Leben musste der leidenschaftliche Wirt schließlich im Jahr 2023 seine Kneipe schließen, in der er so gerne Musiker und Bands auftreten ließ, weil eben auch die Musik ein Teil seines Lebens und seiner Leidenschaften war. Nun ist Bernd Gompper gestorben. Diese Nachricht hat viele hart getroffen. Die Trauerfeier findet am heutigen Freitag, 30. Mai, um 13 Uhr in der evangelischen Kirche in Laufen statt.

