Konzert in Obernheim: Von New York bis Kroatien

Die Chöre standen am Ende alle zusammen unter Leitung von Sibylle Brückel und am Klavier begleitet von Cordula Bieber auf der Bühne.
Volkmar Hofmann- Gesangverein Obernheim lud zum Herbstkonzert mit Chören aus Hagelloch und Meßstetten ein.
- Eröffnung durch die MGV-Kindersing-Gruppe mit fünf Liedern unter Leitung von Dieter Illg.
- Highlights: „Ich war noch niemals in New York“, kroatische Volkslieder und Santiano-Seemannslieder.
- Ohrwurm Meßstetten präsentierte Udo Jürgens, Pop-Songs und Eigenkompositionen.
- Abschluss mit afrikanischem Gesang „Sana, Sananina“ und gemeinsamer Zugabe aller Chöre.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für einen Gesangverein gibt es im Herbst nichts Schöneres als wenn er im Kreise anderer Sänger mit einem herbstlichen musikalischen Gruß beginnen darf. So konnte der Vorsitzende Jürgen Dreher den Liederkranz Hagelloch und den Ohrwurm Meßstetten für das Herbstkonzert mit den Worten „Musik und Gesang verbindet uns über die Ortsgrenzen“ gewinnen. Eröffnet und serviert hat die begeisterte Obernheimer MGV-Kindersing-Gruppe, in Zusammenarbeit mit der Grundschule unter Leitung von Dieter Illg, fünf kleine Lieder. Es war schon ein besonderes Erlebnis für die Kinder, in solch einer Kulisse vor vielen Gästen aufzutreten. Kinder früh mit Gesang zu begeistern, liegt dem MGV Obernheim aber auch besonders am Herzen, was die Wahl dieses Eröffnungsacts eindrucksvoll unterstreicht.
Es folgten dann die Männer aus Obernheim mit dem Chor „Diplomatenjagd“ arrangiert von Herbert Grunwald. Die Sänger verschrieben sich mit witzig-frechen Überraschungseffekten der Jagd. Es folgte von Udo Jürgens die kleine Geschichte, wo Fernweh und Tristesse des Alltags eine raffinierte Verbindung eingehen, mit „Ich war noch niemals in New York“. Am Klavier begleitete Sigrun Pfeil die ansprechenden Arrangements, dabei auch der englische Pop „California Dreamin“ von John und Michelle Phillips, bevor die Bühne für den Liederkranz Hagelloch freigemacht wurde.
Männer behaupten sich mit Bass-Stimmen
Die Hagellocher sangen unter der Leitung von Sibylle Brückel und mit Klavierbegleitung durch Cordula Bieber das Stück „Sing mit mir“, was nur so vor Fröhlichkeit sprühte. Und auch „Frieden und Freiheit“, beide bearbeitet von Otto Groll, erklangen wunderschön. Für den Herbst folgte das bekannte und passende Lied „Ins Heu“ von Klaus Ochs, hier behaupteten sich gegenüber den Frauen neun starke Männer mit ihren Bass-Stimmen. Mit „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern entwickelte der Chor zarte Leichtigkeit und ein dynamisches Feingefühl. Einen flotten Touch gab es dann anschließend mit dem Satz von Hermann Ophoven mit „Capriccio“.
Mit beachtlichen Stimmen standen hernach die Frauen und Männer von Meßstetten unter dem Namen „Ohrwurm Meßstetten“ auf der Bühne und zeigten, dass sie ihr Metier unter neuer Leitung von Timea Böhm-Grebur beherrschen. Wunderbarer Chorklang entfaltete sich bei „Ihr von Morgen“ von Udo Jürgens, „You Raise Me Up“ erarbeitet von Roger Emerson und ein neues selbstgeschriebenes Stück namens „Wer“ der ehemaligen Chorleiterin Simone Alena Hönisch wurde zum Besten gegeben. Auch „Geboren um zu Leben“ von der Band Unheilig hat Hönisch musikalisch für die Aufführung mit Solist Thomas Endres bearbeitet.
Drei kroatische Volkslieder
Ein eleganter Stimmwechsel der Obernheimer gelang mit Leichtigkeit beim folgenden Satz von Arnold Kempkens, der beinhaltete drei kroatische Volkslieder wie „Tanzlied“, „Im Rosengarten“ und „Marina“. Zum Ausdruck kamen sehr hinreißend und lebhaft die schwarzen Augen, die flinken Füße und der Klang der Geigen. Wohl die zwei schönsten Aufführungen an diesem Herbstkonzert waren von der Band „Santiano“, eine Seefahrerromantik mit dem Titel „Der Abschied fällt schwer, sagt mein Mädchen ade“. Daraufhin ging mit gespanntem Segel die Fahrt ins weite Meer, mit besonderem Flair und stimmlicher Betonung, weiter. Die Dirigentin verstand es, ihre Männer mit Betonung und ausgeprägter Sicherheit zu führen. Pianistin Sigrun Pfeil trug mit ihrer Klavierleistung bestens mit dazu bei.
Als letzten Teil präsentierte der MGV Obernheim seinen Zuhörern mit „Sana, Sananina“ einen afrikanischen Hosianna-Gesang von Lorenz Mayerhofer. Dazu gab es eine gut einstudierte Choreografie von der Dirigentin Bieber zum einprägsamen Lob-Preis-Takt im tadellosen Rhythmusgefühl.
Einen wunderschönen Chorklang demonstrierten alle drei Chöre auf der Bühne als Zugabe im harmonischen Miteinander mit „Aber dich gibt's nur einmal für mich“ von den Nilsen Brothers. Hier zeigten die Sängerinnen und Sänger, dirigiert von Sibylle Brückel, dass sie alle mit viel Freude und Herzblut beim Chor singen.
