Große Sause in 2025: Fest der Vielfalt – so plant Albstadt sein 50-Jähriges

Die Vorbereitungen zum 50-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2025 laufen auf Hochtouren. Oberbürgermeister Roland Tralmer, Pressesprecherin Mona Lehmann, Projektbeauftragte Prisca Hille und Kulturamtsleiter Martin Roscher (von links) freuen sich.⇥
Vera BenderJa, gewiss, es ist noch ein Weilchen hin bis zum Jahr 2025. Dann nämlich kann die Stadt Albstadt mit ihren neun Ortsteilen ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Und solch ein Großevent, mit 50 Veranstaltungen und einem zentralen Fest vom 17. bis 20. Juli 2025, will gut geplant sein und braucht deshalb einen gewissen zeitlichen Vorlauf.
Schon vor knapp zwei Jahren sei man in die ersten Planungen eingestiegen, so Kulturamtsleiter Martin Roscher, um etliche mögliche Akteure anzusprechen und schließlich vor einem dreiviertel Jahr den neuen Oberbürgermeister Roland Tralmer und den Gemeinderat von der Idee zu begeistern, ein Jubiläumsjahr mit vielen Veranstaltungen zu begehen. „Die Leute wollen das“, stellte Roscher fest und vermeldet, dass es zuletzt im Jahr 1995 ein Stadtfest gegeben haben. Seither sei die Tradition eingeschlafen. Doch der Ruf nach einem regelmäßigen Stadtfest werde aus der Bevölkerung und den Vereinen immer lauter.
Klammer Haushalt als Hemmschuh?
Nun folgt man also diesem Ruf. Und wie! Dennoch sollen sich die Kosten – angesichts klammer Haushaltsmittel – im Rahmen halten. „Es ist ein besonderer Anlass. 50 wird man nur einmal“, bemerkt auch Oberbürgermeister Tralmer, der vor allem das „Albstadt-Gefühl“, das Wir-Gefühl, stärken möchte. Und deshalb hat die Stadtverwaltung auch ein besonderes Motto ausgegeben: „50 Jahre Albstadt – ein Fest der Vielfalt und für die Zukunft“. Pressesprecherin Mona Lehmann und vor allem Prisca Hille, die eine bis 2025 befristete Projektstelle für die Organisation innehat, arbeiten gemeinsam mit dem Kulturamt fleißig am Konzept.
„Wir wollen nicht andere, größere Städte imitieren, sondern unseren eigenen Albstädter Weg gehen“, findet auch Roland Tralmer. Was ist aber dieser Weg? Zum einen gibt es da eben die Vielfalt. Vor 50 Jahren haben sich neun Ortsteile zusammengeschlossen. Neun Teile bilden ein Ganzes und bleiben doch individuell. Vielfalt gibt es auch bei den Vereinen, dem kulturellen Angebot und den Institutionen. Und es geht auch um die Zukunft. Den Blick nach vorn. Wie wird Albstadt in 50 Jahren aussehen? Für diese Zukunft will man im Jubiläumsjahr auch schon Grundsteine legen.
Fördersumme von gewaltiger Größe
Deshalb werden Projekte, die im Jubiläumsjahr umgesetzt werden und einen sichtbaren und nachhaltigen Mehrwert für die Zukunft haben, mit insgesamt 130 000 Euro gefördert. Die Bewerbungsfrist für Anträge endet am 31. Mai 2024. Formulare und Informationen erhält man auf der städtischen Homepage, wo es auch einen digitalen Veranstaltungskalender gibt, in den alle Akteure ihre Vorhaben eintragen können. Damit es nicht zu Doppelungen kommt und einer dem anderen das Publikum „wegnimmt“, so Prisca Hille.
Die Verantwortlichen touren nach und nach durch die Ortsteile und nehmen die Vereine mit, bringen sie auf den neuesten Stand und binden sie mit ein. „Unsere Vereine sind uns wirklich wichtig“, so Martin Roscher. Demnächst will man auch auf die Gastronomen zugehen. „Wohlgemerkt auf alle“, ergänzt Oberbürgermeister Tralmer.
Einige Fristen sind zu beachten
Mindestens 50 Veranstaltungen soll es im Jubiläumsjahr geben. Die Meldungen für eine Publikation müssen bis 31. Mai 2024 erfolgt sein.
Es gibt eine Projektförderung „Albstadt 50“. Um Zuschüsse anzufordern, bedarf es einer Antragstellung bis spätestens 31. Mai 2024.
Das Hauptfest findet am Wochenende vom 17. bis 20. Juli 2025 statt. Wer daran teilnehmen will, sollte sich bis spätestens 29. Februar 2024 bei der Stadt Albstadt melden.

