Geldhaus in Albstadt: Onstmettinger Bank stellt Weichen für die Zukunft

Vorstand mit Aufsichtsrat (von links): Sandra Sauter (AR), Hubert Leichtle (AR), Ute Gonser (Vorsitzende AR), Martin Sauter (stv. Vorsitzender AR), Dieter Boss (Vorstandssprecher), Fabian Schönknecht (AR), Josef Ungermann (AR) und Armin Schmid (Vorstand)
Onstmettinger Bank- Vertreterversammlung der Onstmettinger Bank: Jahresabschluss 2025 einstimmig festgestellt.
- Bilanzsumme lag bei 220,6 Mio. Euro, Kundenvolumen stieg auf rund 442 Mio. Euro.
- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit: rund 1,41 Mio. Euro – Dividende 3,5 Prozent.
- Ausschüttung an Mitglieder beträgt 163.867,41 Euro, Rücklagen werden gestärkt.
- Geplante Fusion mit Raiffeisenbank Geislingen-Rosenfeld soll zum 1. Januar 2027 greifen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Onstmettinger Bank eG hat vor Kurzem ihre sechste Vertreterversammlung abgehalten. Aufsichtsratsvorsitzende Ute Gonser eröffnete die Versammlung. Unter den Gästen waren die Vorstände Thomas Merz und Peter Ramsperger von der Raiffeisenbank Geislingen-Rosenfeld eG sowie deren Aufsichtsratsvorsitzender Rudi Rauch und sein Stellvertreter Ekkehard Gulde.
Im Mittelpunkt stand der Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2025. Vorstandssprecher Dieter Boss erläuterte die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, darunter geopolitische Unsicherheiten, schwache Konjunktur, steigende Regulierung und Belastungen für Unternehmen und private Haushalte. Die Bank habe sich im operativen Geschäft stabil entwickelt.
Auch 2025 unterstützte die Bank aus den Zweckerträgen des Gewinnsparvereins Vereine, soziale Einrichtungen und Institutionen in der Region mit insgesamt rund 24.000 Euro. Zu den Empfängern gehörten unter anderem die Kirchliche Sozialstation Albstadt, die Freiwillige Feuerwehr Onstmettingen sowie weitere Vereine und Einrichtungen.
Bilanzsumme steigt um 4,4 Millionen Euro
Vorstandsmitglied Armin Schmid stellte die Zahlen zum 31. Dezember 2025 vor. Die Bilanzsumme stieg um rund 4,4 Millionen Euro beziehungsweise zwei Prozent auf 220,6 Millionen Euro. Das betreute Kundenvolumen erhöhte sich von rund 422 Millionen Euro auf rund 442 Millionen Euro. Die Forderungen an Kunden wuchsen von rund 110 Millionen Euro auf über 115 Millionen Euro.
Bei den Eigenanlagen verfolgt die Bank nach Angaben des Vorstands weiterhin eine konservative Strategie. Der Anteil nachhaltiger Wertpapieranlagen im Depot wurde erhöht. Künftig sollen ausschließlich nachhaltige Wertpapiere in das Depot aufgenommen werden, unter Beachtung von Sicherheit, Liquidität und Rentabilität.
Rund 164.000 Euro werden an die Mitglieder ausgeschüttet
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit belief sich auf rund 1,41 Millionen Euro. Daraus ergab sich ein Bilanzgewinn von 224.073,49 Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlugen eine Dividende von 3,5 Prozent auf die Geschäftsguthaben vor. Insgesamt werden 163.867,41 Euro an die Mitglieder ausgeschüttet. Jeweils 30.000 Euro werden der gesetzlichen Rücklage und den anderen Ergebnisrücklagen zugeführt, 206,08 Euro werden vorgetragen.
Ute Gonser berichtete über die Arbeit des Aufsichtsrats. Dieser habe seine Aufgaben im Geschäftsjahr 2025 wahrgenommen und sich regelmäßig mit der Geschäftsentwicklung sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage befasst.
Zum Ergebnis der gesetzlichen Prüfung wurde mitgeteilt, dass die Vermögenslage der Bank als geordnet beurteilt wurde. Die Risikovorsorge sei angemessen, die Gesamtkapitalquote liege über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen. Die Vertreterversammlung stellte den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 einstimmig fest. Auch die Verwendung des Jahresüberschusses sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig beschlossen. Die Entlastung nahm Ortschaftsrätin und stellvertretende Ortsvorsteherin Ulrike Münster vor.
Fabian Schönknecht und Sandra Sauter wiedergewählt
Turnusgemäß standen Wahlen zum Aufsichtsrat an. Die Amtszeit von Fabian Schönknecht und Sandra Sauter endete. Beide wurden einstimmig wiedergewählt.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war eine Satzungsänderung. Hintergrund sind gesetzliche Änderungen. Vorgesehen ist unter anderem die Umstellung verschiedener Regelungen von Schriftform auf Textform, etwa bei Beitrittserklärungen, Kündigungen sowie bestimmten Wahl- und Mitwirkungsregelungen. Die Vertreterversammlung stimmte einstimmig zu.
Für die Vertreterwahlen 2026 beschloss die Versammlung einstimmig die Zusammensetzung des Wahlausschusses. Neben den Vorstandsmitgliedern Dieter Boss und Armin Schmid sowie den Aufsichtsratsmitgliedern Sandra Sauter und Fabian Schönknecht wurden weitere Mitglieder bestätigt.
Boss und Schmid informieren über Verschmelzung
Unter „Verschiedenes“ informierten Dieter Boss und Armin Schmid über die geplante Verschmelzung mit der Raiffeisenbank Geislingen-Rosenfeld eG. Als Gründe nannten die Vorstände steigende regulatorische Anforderungen, Dokumentationspflichten, technische Herausforderungen, Fixkosten und anstehende Nachfolgeregelungen in beiden Häusern. Ziel sei es, die regionale Präsenz beider Banken zu sichern, Synergien zu nutzen und die persönliche Betreuung vor Ort zu erhalten. Kundinnen und Kunden sollen ihre Ansprechpartner behalten.
Die Verschmelzung soll rückwirkend zum 1. Januar 2027 erfolgen. Die erforderlichen Beschlüsse sollen 2027 in der Vertreterversammlung der Onstmettinger Bank eG und in der Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank Geislingen-Rosenfeld eG gefasst werden. Die Vertreterinnen und Vertreter sollen im weiteren Verfahren umfassend informiert werden.
