Fliegerfest in Albstadt: LSV Degerfeld muss Fest aufgrund des Wetters in die Halle verlegen

Wind aus südlicher Richtung auf die Piste des Flugplatzes Degerfeld. Wegen schlechter Wetteraussichten verlegt der LSV sein Fliegerfest in die Halle.⇥
Schick/LSV DegerfeldDer Luftsportverein (LSV) Degerfeld zieht die Konsequenzen aus den schlechten Wettervorhersagen und verlegt sein Fliegerfest an diesem Samstag und Sonntag, 26. und 27. August, in die große Segelflughalle.
Schwere Unwetter in der Nacht zum Freitag im Zollernalbkreis
Diese Entscheidung trafen der Vorstand und die Organisatoren am Freitagnachmittag. In der Nacht davor hatte der Gewittersturm bereits aufgebaute Feststände hinweggefegt. „Die Enttäuschung ist im Verein nach den Jahren der Corona–Zwangspause natürlich groß, dass es kein Programm am Himmel gibt. Aber bei den Wetterprognosen hatten wir praktisch keine Wahl. Wir wollen trotzdem das Beste aus der Situation machen“, so Martin Schick, Vorsitzender des LSV.
Flugvorführungen, Kunstflugprogramm, Flugzeugausstellung, Start der Heißluftballone am Samstagabend und das Oldtimertreffen fallen damit ins Wasser. Stattdessen gibt es eine Hockete mit Bewirtung in der Halle. Am Sonntagvormittag ab 11 Uhr gibt die Stadtkapelle Ebingen ein Frühschoppenkonzert. Außerdem hält Oberbürgermeister Roland Tralmer ein Grußwort. Wenn es zeitweise aufhellen sollte, werden Rundflüge angeboten. Zudem erhalten Interessenten Informationen über den Luftsport und können mit Piloten sowie Fluglehrern ins Gespräch kommen.
LSV Degerfeld zieht Konsequenzen
Der LSV Degerfeld hat eigentlich mehrere Gründe für ein großes Fest. So wird die Privatfliegerei auf dem Gebiet der heutigen Stadt Albstadt 100 Jahre alt. Eine Handvoll junger Männer im Anton Riediger, Jagdflieger im Ersten Weltkrieg, begannen mit dem Segelflug an den Hängen von Ebingen. Unter anderem am „Mehlbaum“ starteten sie zu ihren ersten kurzen Gleitflügen. Zudem eröffnet die Flugplatzgaststätte, die während der Pandemie geschlossen worden war, mit einer neuen Pächterin zum Fliegerfest wieder.
„Corona hat Bremsspuren hinterlassen, vor allem bei den Einnahmen. Jetzt wollen wir den Blick wieder nach vorne richten. Der Flugbetrieb ist längst wieder auf Vorkrisen–Niveau“, so LSV–Vorsitzender Schick. Daher hofft der Vorstand, dass zahlreiche Besucher und Stammgäste des Flugplatzfests trotzdem zum Fest kommen. Der Eintritt ist frei. Das Fest beginnt an beiden Tagen um 11 Uhr. Weitere Informationen gibt es online.
