Bundesrat macht den Weg frei
: Bekommt Albstadt bald ein eigenes Kennzeichen?

Der Bundesrat hat einem Antrag zugestimmt, künftig auch Kennzeichen an einzelne Städte und Gemeinden zu vergeben. Damit soll das Wir-Gefühl in der Bevölkerung gestärkt werden.
Von
Julia Gonser
Albstadt
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Oberbürgermeister Roland Tralmer würde sich ein eigenes KFZ-Kennzeichen für Albstadt wünschen.

Oberbürgermeister Roland Tralmer würde sich ein eigenes KFZ-Kennzeichen für Albstadt wünschen.

Stadt Albstadt
  • Bundesrat stimmte am 6. März zu: Kennzeichen für einzelne Städte möglich.
  • Bundesregierung soll die Fahrzeug-Zulassungsverordnung überarbeiten.
  • Albstadt prüft eigenes Kennzeichen; Gemeinderat entscheidet nach Gesetz.
  • Vorschlag „ALB“ als Kürzel; Projekt soll kostenneutral sein.
  • Initiative kam von Prof. Ralf Bochert; 2024 Kontakt mit Albstadt, viel positive Resonanz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Albstadt könnte sein eigenes Kennzeichen bekommen. In seiner Sitzung vom 6. März hat der Bundesrat einem entsprechenden Antrag zugestimmt. Demnach soll die Bundesregierung die sogenannte Fahrzeug-Zulassungsverordnung überarbeiten. Bisher sind die Kennzeichen an den Landkreis oder eine kreisfreie Stadt gebunden. Hessen hat nun einen Antrag an den Bundesrat gestellt, wonach es künftig möglich sein soll, ohne die bisherigen Beschränkungen und mit geringem Aufwand auch Kennzeichen für einzelne Städte und Gemeinden zu bekommen.

Positive Auswirkungen

Angestoßen hat das Ganze Professor Ralf Bochert von der Hochschule Heilbronn. Er beschäftigt sich schon seit Längerem mit den positiven, identitätsstiftenden Auswirkungen eigener Kennzeichen für größere Städte. 2024 kontaktierte er auch die Stadtverwaltung in Albstadt und fragte an, ob sie sich vorstellen kann, ein eigenes Kennzeichen zu führen.

Bei den Albstädter Bürgerinnen und Bürgern stieß er damit auf offene Türen: „Es gibt in Teilen der Bevölkerung schon seit etlichen Jahren immer wieder Diskussionen zu diesem Thema“, schreibt Mona Lehmann, Referentin des Oberbürgermeisters, auf Anfrage. Der Großteil der eingegangenen Rückmeldungen sei äußerst positiv gewesen. „Manche Bürgerinnen und Bürger haben sich auch dahingehend geäußert, ob die Stadt keine anderen Probleme habe“, so Lehmann. Die Antwort der Stadtverwaltung: „Ja, haben wir, und um diese kümmern wir uns vorrangig.“ Das schließe aber nicht aus, auch dieses Projekt zu realisieren, das noch dazu kostenneutral ist.

ALB ist ein Kürzel-Vorschlag

Ein eigenes Kennzeichen könnte den Bürgerinnen und Bürgern dabei helfen, das „Wir-Gefühl“ weiter zu stärken und sich besser mit der eigenen Stadt zu identifizieren, so Lehmann. „Nach außen ist es zudem eine gute Werbe- und Marketingmaßnahme, um den Bekanntheitsgrad der Stadt zu steigern.“

Das Kürzel ALB sei ein Vorschlag von mehreren. Die finale Entscheidung werde dann gefällt, wenn der Gesetzgeber die Chance eröffnet, schreibt Lehmann. „Sobald das Gesetz beschlossen wurde, wird sich der Gemeinderat mit der Sache befassen und entscheiden, ob die Möglichkeit genutzt wird.“