Betreuung in Meßstetten
: Stadt schafft neue Kita-Plätze

Gegenwärtig sind alle 561 Kindergartenplätze in Meßstetten belegt. Zum Teil bestehen Wartelisten. Die Stadt will gegensteuern.
Von
Ulrike Zimmermann
Meßstetten
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Der Kindergartenanbau erfolgt in Ostrichtung. Ein Teil des bestehenden Gartens fällt dabei zum Opfer, aber das Außengelände wird in Richtung Schule erweitert und neu gestaltet.⇥

Ulrike Zimmermann

Die Zeit für eine Erweiterung der Betreuungsplätze in Meßstetten drängt. Der Gemeinderat hat deshalb in seinem Haushaltsplan 2024 für die Erweiterung des Kindergartens Bueloch 2,2 Millionen Euro und 415 000 Euro für die Außenanlagen eingestellt.

Im vergangenen Mai erläuterte die Balinger Architektin Ute Hölle im Technischen Ausschuss, wie eine Erweiterung des Kindergartengebäudes aussehen könnte. Ihre Machbarkeitsstudie sah einen zweigeschossigen Anbau (zwölfmal 23 Meter) für Gruppen- sowie Neben- und Funktionsräume mit einem Pultdach vor, der Richtung Grundschulgebäude mit einem Durchgang an das bestehende Gebäude verbunden werden könne.

Pläne vorgestellt

In Summe würden dann im Kindergarten Bueloch mit 40 weiteren Plätzen sieben Betreuungsgruppen Platz finden. Die Machbarkeitsstudie stieß auf Zustimmung und es wurde einstimmig der Auftrag für einen konkreten Vorentwurf für die Leistungsphasen 1 und 2 erteilt. Diesen legte die Architektin am Freitag im Gemeinderat vor.

Inzwischen seien Gespräche mit dem Träger und den Nutzern erfolgt und auf dieser Grundlage ein pädagogisches Konzept erarbeitet, auf dessen Grundlage das Raumkonzept angepasst wurde. Die zwei Krippenräume mit je 45 Quadratmetern im Untergeschoss des Anbaus erhalten einen separaten Eingang, verfügen jeweils über einen Schlafraum, einen Sanitärtrakt, Garderobe, Kreativraum und sind ebenerdig mit dem Garten verbunden. Zudem sollen sie im Garten über ein eigenes Gerätehaus verfügen können.

PV-Anlage auf dem Dach

Im Erdgeschoss des Anbaus befinden sich zwei Räume für zwei zusätzliche Gruppen. Drei weitere bleiben im Stammhaus unverändert bestehen. Auch dem Wunsch der Kita-Leitung nach einem Personalraum konnte umgesetzt werden. Das ursprünglich geplante Pultdach wurde durch ein Satteldach mit Ziegeleindeckung und PV-Anlage ersetzt. Das ermögliche zusätzlichen Stauraum auf der Bühne, so Architektin Hölle.

Die Vorverhandlungen zur Genehmigungsfähigkeit sind abgeschlossen, alle Brandschutzbedingungen erfüllt und die Vorgaben des Gesundheitsamtes erfüllt. Somit bestehe jetzt Planungssicherheit. Aus der Kostenschätzung ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro. Nicht enthalten sind Kosten für die Änderung und Erweiterung der Außenanlagen, die in einem separaten Planungsverfahren zu ermitteln sind.

Die Architektin betonte, dass es sich um eine erste Schätzung handle. „Wir wollen nachhaltig bauen“ und keiner wisse momentan genau, wie sich das Baugewerbe entwickle, vor allem hinsichtlich der Materialfrage. Der Gemeinderat nahm die Vorplanung zur Erweiterung des Kindergartens anerkennend zur Kenntnis.

Gremium gibt grünes Licht

Bürgermeister Frank Schroft sprach von einem „sehr spannenden Projekt“ und auch die Fraktionssprecher Ernst Berger (CDU) und Matthias Schwarz (Freie Wähler) lobten das Konzept. Jürgen Marienfeld (Freie Wähler) wollte wissen, warum im Anbau die teureren bodentiefen Fenster mit Sicherheitsglas eingebaut werden. Für Architektin Hölle sollte das keine Frage des Geldes sein. Ihr Argument: „Nur so können auch kleine Kinder ungefährdet hinausschauen.“

Nach einstimmigem Beschluss sollen die Planungen auf dieser Grundlage fortgeführt und ein Baugenehmigungsverfahren beantragt werden. Das Architekturbüro Ute Hölle wird den weiteren Planungsleistungen beauftragt. Die vorläufigen Honorarkosten belaufen sich auf 22 282 Euro.

2,4

Millionen Euro soll die Erweiterung des Kindergartens Bueloch nach derzeitigem Stand kosten. Die Kosten für die Arbeiten an der Außenanlage kommen noch dazu.