Ulmer Theaterpreis 2025
: Die besten Aufführungen der Saison? Jetzt abstimmen und gewinnen

Das Publikum kürt die besten Aufführungen der Saison 2024/2025 am Theater Ulm. Stimmen Sie ab! Und wer sind die herausragenden Ensemblemitglieder?
Von
Jürgen Kanold
Ulm
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Unbedingt sehenswert: das Schauspiel "Madonnen" im Theater Ulm

Nominiert für den Ulmer Theaterpreis 2025 in der Kategorie „Beste Aufführung im Großen Haus“: „Madonnen". Das war ein Statement: Mit einer Uraufführung eröffnete das Schauspiel die Saison. Marlene Schäfer inszenierte ein bewegendes, aufrüttelndes Stück über Frauenschicksale von Amanda Lasker-Berlin.

Marc Lontzek
  • Ulmer Theaterpreis 2025: Publikum stimmt über beste Aufführungen der Saison ab.
  • Kategorien: „Großes Haus“ und „Podium/auswärts“; Abstimmung bis 26. Juni.
  • Gala am 1. Juli im Theater Ulm; Preise für Ensemblemitglieder vergeben.
  • Hauptpreis: Karten für Opernfestspiele Heidenheim; weitere Preise vom Theater Ulm und Verein der Theaterfreunde.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das ist schon bemerkenswert: Mehrere Uraufführungen im Großen Haus brachte diese aktuelle Saison 2024/2025 – das Schauspiel „Madonnen“ von Amanda Lasker-Berlin, die Oper „Le petit pauvre d'Assise“ von Charles Tournemire. Und nicht zu vergessen die Tanztheater von Annett Göhre, ihre Kreation des Klassikers „Le Sacre du Printemps“ und ihre Choreografie für den Doppelabend „Carmen_Requiem“. Ein mutiger Spielplan des Theaters mit Außenwirkung, aber auch ein erfolgreicher beim Publikum. Der Zwischenbericht zur Spielzeit im März nannte eine Platzausnutzung von 79,6 Prozent fürs Große Haus, eine starke Zahl für einen Saal mit 830 Plätzen. Die Corona-Krise beim Ticketverkauf ist Geschichte.

Noch aber ist diese Spielzeit, die vorletzte von Intendant Kay Metzger, nicht vorbei. Vor allem steht jetzt am Samstag (7. Juni 2025) noch die Premiere des Musicals auf der Wilhelmsburg an: „Saturday Night Fever“. Doch beim Ulmer Theaterpreis bleiben wir drinnen: im Theater Ulm und in den Räumlichkeiten der Auswärtsspiele. Das anstehende Sommer-Open-Air läuft, wie stets, außer Konkurrenz.

Gala im Theater-Foyer

Am 1. Juli (Dienstag), 19.30 Uhr, also vergibt das Theater Ulm im Foyer zum fünften Mal den Ulmer Theaterpreis in Kooperation mit dem Verein der Freunde des Ulmer Theaters und der SÜDWEST PRESSE. Diese Gala ist ein großes Familienfest des Theaters für sein Ensemble, das ganze Haus sowie natürlich für sein Publikum und bietet ein vielfältiges Programm. Erst an diesem Abend werden die Gewinner bekanntgegeben. Zudem werden ein Ehrenpreis sowie ein Nachwuchspreis (dotiert mit 500 Euro, gestiftet von Dr. Winfried Haerer) überreicht.

Aber jetzt zum Prozedere des Ulmer Theaterpreises. Eine Jury, bestehend aus den Theaterfreunden und der SWP-Kulturredaktion, hat eine Vorauswahl getroffen und die verschiedenen Sparten berücksichtigt.

Das Publikum wählt „Die beste Aufführung der Saison“ aus fünf Nominierungen in der Kategorie „Großes Haus“.
Das sind: 
„Madonnen“
„Carmen_Requiem“
„Blues Brothers“
„Otello“
„Le petit pauvre d'Assise“

Und das Publikum wählt „Die beste Aufführung der Saison“ aus drei Nominierungen in der Kategorie  „Podium/auswärts“.
Das sind:
„Die Zofen“
„Lacrimae“
„Prima facie“

Die Abstimmung läuft von sofort an und bis zum 26. Juni 2025. Wer mitmacht, liebes Publikum, liebe Leserinnen und Leser, kann gewinnen: online unter erleben.swp.de/gewinnspiel-theaterpreis

Den Hauptpreis verlost die SÜDWEST PRESSE: 1 x 2 Karten für die Opernfestspiele Heidenheim, und zwar für den Doppelabend „Gianni Schicchi“ und „Elektra“ am 25. Juli 2025 (plus kulinarischem Pausenteller). Das Theater Ulm verlost 1 x 2 Flanierkarten für den Theaterball am 14. Februar 2026 sowie zwei Theatergutscheine im Wert von je 50 Euro; der Verein der Theaterfreunde drei „Schnuppermitgliedschaften“.

Zudem werden die herausragenden Ensemblemitglieder der drei Sparten ausgezeichnet: die Sängerinnen und Sänger, die Schauspielerinnen und Schauspieler, die Tänzerinnen und Tänzer. Diese drei Theaterpreise sind mit jeweils 1000 Euro dotiert, gestiftet von den Theaterfreunden (Schauspiel, Tanztheater) und SÜDWEST PRESSE (Musiktheater). Es zählt in der Bewertung nicht nur eine einzelne Partie oder Rolle, sondern auch die Saisonleistung. Deshalb hat die Jury auch keine Gäste nominiert, sondern dezidiert Ensemblemitglieder. Zudem wurden die Titelverteidiger, die Gewinnerinnen und Gewinner des Theaterpreises 2024, ausgelassen. Die Neuerung: Die Jury selbst kürt am Ende die herausragenden Ensemblemitglieder, die Namen werden auf der Gala veröffentlicht. Für Spannung ist gesorgt.

Die besten Aufführungen der Saison im Großes Haus

CARMEN_REQUIE MTanztheater in zwei Teilen von Ihsan Rustem und Annett GöhreMit Musik von Rodion Schtschedrin, György Ligeti und Wolfgang Amadeus Mozart

„Carmen_Requiem“. Emotional, kontrastreich, erstklassig getanzt: ein Tanztheater in zwei Teilen von Ihsan Rustem und Annett Göhre. Bizets Liebesdrama auch mit Humor im Barbershop. Dann Existenzielles in düsterer Kulisse.

Ida Zenna
Frank Röder (links) und Markus Hottgenroth sind die "Blues Brothers" in Ulm.

„Blues Brothers“. Jede Menge Groove im Tank: Patrick Stanke brachte den Musical-Hit der Saison auf die Bühne des Großen Hauses. Das Ensemble mit Frank Röder und Markus Hottgenroth im Vollgas-Modus.

Marc Lontzek
Maryna Zubko als Desdemona mit ... als Otello

„Otello“. Ein packendes Musikdrama, inszeniert von Christian Poewe mit Rodrigo Poras Garulo in der Titelpartie und Maryna Zubko als Desdemona. Aufwühlend dirigierte Felix Bender. Standing Ovations, bei einer Opernpremiere!

Jochen Klenk
Uraufführung der Franziskus-Oper "Le petite pauvre d'Assise" von Charles Tournemire am Theater Ulm.

„Le petit pauvre d'Assise“. Auch die überregionale Presse feierte die Uraufführung dieser von Felix Bender dirigierten Oper über den heiligen Franziskus von Charles Tournemire. Intendant Kay Metzger landete mit dieser Ausgrabung einen Coup.

Jochen Quast

Die besten Aufführungen Podium/auswärts

Die gnädige Frau (Stephan Clemens, von links), lässt sich von ihren Zofen Claire (Frank Röder) und Solange (Markus Hottgenroth) bedienen.

„Die Zofen“. Eine abgründige, verstörende, kunstvoll von Markolf Naujoks im Podium inszenierte Tragödie. Mit einem starken Männer-Trio: Stephan Clemens, Frank Röder und Markus Hottgenroth.

Marc Lontzek
"Lacrimae" am Theater Ulm

„Lacrimae". Ein bejubeltes Opern-Pasticcio im Podium, ein besonderer Mix: Alte Musik mit kleinem Ensemble, dirigiert von Felix Bender. Und moderne KI-Bilder, inszeniert von Kobie van Rensburg.

Jochen Klenk
Allein gelassen: Alexandra Ostapenko als Anwältin Tessa Jane Ensler in "Prima facie". Im Hintergrund Thomas Dörr und Nemanja Lekovic.

„Prima facie“: Im Schwurgerichtssaal des Ulmer Landgerichts inszenierte Marlene Schäfer ein Stück über eine Anwältin (Alexandra Ostapenko), die zum Justizopfer wird. Ein tolles Auswärtsspiel.

Jochen Quast

Die herausragenden Ensemblemitglieder der Saison – Musiktheater

Böse mit einem Taschentuch Desdemonas legt Jago (Dae-Hee Shin) den eifersüchtigen Otello (Rodrigo Porras Garulo) tödlich herein. Links Markus Francke als vermeintlicher Liebhaber Cassio.

Dae-Hee Shin. Eine großartige Baritonstimme und ein wahrer Sängerschauspieler. Ein Ereignis in dieser Saison: Sein Jago in Verdis Oper „Otello“.

Kerstin Schomburg
Joshua Spink und Maria Rosendorfsky in dem Opern-Pasticcio "Lacrimae".

Joshua Spink. Der lyrische Tenor entwickelt sich in Ulm prächtig: Er sang im Opern-Pasticcio „Lacrimae“ oder auch den Roberto in „Maria Stuarda“.

Jochen Klenk
Maryna Zubky in der Titelpartie der Donizetti-Oper "Maria Stuarda" am Theater Ulm.

Maryna Zubko. Die Sopranistin für die großen lyrisch-dramatischen Partien: Desdemona, Claire und hier in der Titelpartie in Donizettis „Maria Stuarda".

Jochen Klenk

Die herausragenden Ensemblemitglieder –Schauspiel

Samson Fischer in "Die Leiden des jungen Werthers" im Podium des Theaters Ulm.

Samson Fischer. Eine fabelhafte Saison für den Schauspieler, der Ulm leider wieder verlassen hat: hier mit seinem Solo „Die Leiden des jungen Werthers“.

Sylvain Guillot
Gunther Nickles in "Aquarium 85" (mit Henning Mittwollen, rechts).

Gunther Nickles. Er kann's erzkomödiantisch, spielte den Garry in „Aquarium 85" (mit Henning Mittwollen, rechts) und mit viel Tiefe den Vater in „James Brown trug Lockenwickler“.

Sylvain Guillot
Adle Schlichter (rosa Kleid) in "Bunbury" am Theater Ulm.

Adele Schlichter (rosa Kleid). Beeindruckende Rollenporträts: ob als emotionale Anna in „Madonnen“ oder Gwendolen mit gespreizten Fingern in „Bunbury" (Foto).

Marc Lontzek

Die herausragenden Ensemblemitglieder – Tanz

Maya Mayzel in "Die Möwe Jonathan", choreografiert von Annett Göhre.

Maya Mayzel. Hinreißend verkörperte sie „Die Möwe Jonathan" in der Choreografie von Annett Göhre. Sturzflüge, Loopings, akrobatische Tanzkunst.

Ida Zenna
Magnum Philipp in "Carmen_Requiem" am Theater Ulm

Magnum Phillip. Ein Tänzer, der seit Jahren mit enormer Ausdruckskraft agiert: In „Carmen_Requiem" war er zu erleben, auch in „Sacre du Printemps“.

Ida Zenna
CARMEN_REQUIEM
Tanztheater in zwei Teilen von Ihsan Rustem und Annett Göhre
Mit Musik von Rodion Schtschedrin, György Ligeti und Wolfgang Amadeus Mozart

Eifersucht, Ekstase: Überwältigend verkörperte die Südkoreanerin Seungah Park (schwarzes Kostüm) die Carmen in dem Tanzabend „Carmen_Requiem“.

Ida Zenna

Abstimmung

Bitte wählen Sie aus den beiden Kategorien „Die beste Aufführung der Saison“ jeweils einen Titel. So können Sie online bis 26. Juni 2025 abstimmen: unter erleben.swp.de/gewinnspiel-theaterpreis
Oder füllen Sie einen Coupon aus, der im Theater Ulm ausliegt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Verlosung: Auch wer sich an der Abstimmung für den Ulmer Theaterpreis 2025 beteiligt, kann gewinnen. Den Hauptpreis verlost die SÜDWEST PRESSE: 1 x 2 Karten für die Opernfestspiele Heidenheim, und zwar für den Doppelabend „Gianni Schicchi“ und „Elektra“ am 25. Juli 2025 (plus kulinarischem Pausenteller). Das Theater Ulm verlost 1 x 2 Flanierkarten für den Theaterball am 14. Februar 2026 sowie zwei Theatergutscheine im Wert von je 50 Euro; der Verein der Theaterfreunde drei „Schnuppermitgliedschaften“.